Dein Leben lieben lernen

Endlich glücklich sein

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 2 Minuten

Wie findet du dein Leben? Würdest du sagen, dass du es liebst und glücklich bist? Oder quälst du dich durch die Tage, tust einfach lustlos, was getan werden muss und erträgst die Dinge, die dich nerven? Würdest du dein Leben gerne mit einer anderen Person tauschen? Glaubst du, dass du erst glücklich sein kannst, wenn du dieses oder jenes hast?

Lächelnde Frau. Joyce Meyer
Entscheide dich heute, glücklich und zufrieden zu sein.

Oft hört man Sätze wie: „Ich werde das Leben lieben können, wenn ich eine neue Arbeitsstelle habe.“ Ich werde erst glücklich sein, wenn ich verheiratet bin.“ „Ich sehne mich nach dem Wochenende!“ „Wenn ich Kinder hätte, wäre ich ein glücklicher Mensch.“ Und wenn die Kinder dann da sind, heißt es: „Wenn die Kinder nur schon groß und aus dem Haus wären …!“

Wir gehen fälschlicherweise davon aus, erst glücklich sein und das Leben lieben zu können, wenn wir das, was wir uns wünschen, bekommen oder sich unsere Umstände ändern. Fakt ist:

Wir werden immer etwas finden, über das wir meckern können, bis wir lernen, uns an Gott zu freuen!

Joyce Meyer

Ich rede aus eigener Erfahrung. Ich hatte einen sehr unschönen Start ins Leben und wurde zu einem negativen und unsicheren Menschen, der niemandem vertraute. Ich musste mich um mich selbst kümmern, denn niemand sonst würde es tun. Das war meine Einstellung und so lebte ich ein sehr egoistisches Leben, in dem es nur um mich ging.

Gott hat uns jedoch nicht erschaffen, damit wir uns nur um uns selbst drehen und ständig versuchen, das, was wir wollen, auch zu kriegen. Obwohl er diese Sehnsucht nach einem erfüllten Leben in uns hineingelegt hat, werden wir seine Segnungen wie Frieden, Freude, Liebe und was er uns sonst noch geben will, nicht erleben, solange wir uns immer und überall fragen: „Und was ist mit mir?!“

Irgendwann war ich es leid, mit dieser Einstellung zu leben. Gott kümmerte sich um mich und durchlief einen Heilungsprozess mit mir, der mein Leben radikal veränderte. Jetzt kann ich sagen, dass ich meinen Alltag sehr genieße. In Johannes 10,10 (NGÜ) lesen wir:

Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen. Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.

Die Bibel: Johannes 10,10

Unser Feind, der Teufel, will uns unsere Freude stehlen und unser Leben zerstören. Doch Jesus kam und starb am Kreuz, damit wir ein erfülltes Leben haben – ein Leben im Überfluss. Ich finde es tragisch, wenn ich sehe, wie hingegebene Christen einfach keine Freude an ihrem Leben haben, weil sie von ihrer Einstellung „mit Ach und Krach dem Lamme nach“ nicht abweichen. Doch Jesus kam und starb am Kreuz, damit wir ein erfülltes Leben haben – ein Leben im Überfluss. Wenn du unglücklich bist, das Leben aber lieben willst, möchte ich dir drei Schlüssel an die Hand geben, die dir Zugang zu einem erfüllten Leben verschaffen.

Erster Schlüssel: Verändere deine Einstellung

Eine negative und kritische Haltung sowie Selbstmitleid vermiesen uns alles. Jeder von uns könnte sich über Dinge beschweren, doch das bringt uns nicht weiter. Wir verschwenden nur unsere Zeit und Energie damit.

Entscheide dich, ab sofort dankbarer in deinem Alltag zu sein. Danke Gott für all das Gutes, das dir gerade einfällt und achte bewusst auf weitere Dinge, für die du dankbar sein kannst. So hast du Gottes Güte immer vor Augen.

Du kannst deine innere Einstellung auch verbessern, indem du nicht ständig an dich selbst denkst, sondern anfängst, dich um andere zu kümmern. Frage Gott, wie du jemandem etwas Gutes tun kannst und verschönere dessen Alltag. Wenn wir andere im Blick haben, fällt uns bald etwas ein, das wir für sie tun können: Vielleicht machen wir ihnen ein Kompliment, sagen etwas Mutmachendes, tun einen Liebesdienst oder umarmen sie einfach mal. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie wir einem Menschen in unserem Umfeld Gottes Liebe erweisen können

Zweiter Schlüssel: Ein anderer Blickwinkel

Ob wir etwas lieben oder hassen liegt oftmals an unserer Perspektive. Möglicherweise werden wir mehr Lebensfreude haben, wenn wir die Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Wir werden das empfangen, worauf wir uns konzentrieren und was wir vor Augen haben.

Joyce Meyer

Schauen wir lange genug auf unsere Schwierigkeiten, erwarten wir auch nichts anderes und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich neue Probleme entwickeln.

Das, worauf wir uns bewusst konzentrieren, nimmt immer mehr Raum in unserem Leben ein. Wenn wir die Dinge nicht aus Gottes Perspektive sehen, werden sie größer und geraten außer Kontrolle. Manchmal konzentrieren sich die Menschen in ihren Ehen so sehr auf das, was sie an ihrem Partner nicht mögen, dass sie all die schönen Dinge, die sie an ihm lieben, vollkommen vergessen.

Ja, das Leben ist nicht leicht und wir alle müssen durch schwierige Zeiten hindurch. Solltest du es gerade schwer haben, halte dir immer wieder vor Augen, dass es auch schlimmer hätte kommen können. Ich meine nicht, dass wir uns ernsthafte Schwierigkeiten einfach schönreden sollen. Doch wir können unsere Umstände aus einem biblischen Blickwinkel betrachten und all die Verheißungen Gottes mit einbeziehen.

Wenn du dich entscheidest, Gott in jeder Lage zu vertrauen, wirst du erkennen: Er ist größer als deine Probleme.

Joyce Meyer

Dritter Schlüssel: Vergleiche dich nicht mit anderen

Auf meinen vielen Reisen durch die entlegensten Gebiete Afrikas oder Indiens, hat es mich immer wieder erstaunt, wie glücklich Menschen trotz ihrer Armut oft waren. Und ich fragte mich: Wie könnt ihr nur so glücklich sein, obwohl ihr in einer kleinen Hütte mit Lehmboden, ohne fließendes Wasser und ohne Strom lebt? Die Antwort ist einfach: Die Menschen dort vergleichen sich nicht mit anderen, die einen besseren Lebensstandard haben.

Ich bin davon überzeugt, dass viele von ihnen glücklicher sind als die Menschen in der westlichen Welt, die so viel haben und sich trotzdem nicht wirklich freuen!

Als ich das erste Mal nach Indien reiste, besuchte ich ein Dorf, in das an Lepra erkrankte Menschen verbannt worden waren. Dort traf ich einen Mann, dem aufgrund seiner Krankheit mehrere Gliedmaßen fehlten. Er freute sich über die Maßen, unser Team zu treffen und zeigte uns sein Zuhause. Es war eigentlich nur eine kleine Höhle, die am Fuß eines Hügels gegraben worden war. Er hatte eine Hängematte, drei Pfannen und einen alten, kaputten Tisch in der Ecke. Es wunderte mich, wie glücklich er mit so wenig war und ich schämte mich für all das, worüber ich mich manchmal beschwere. Wenn ein Mensch glücklich und zufrieden ist, vergleicht er sich nicht und versucht nicht ständig, das zu bekommen, was er bei anderen sieht. Dieser Mann war glücklicher als viele Menschen, denen es materiell gesehen wesentlich besser geht und an deren Besitztümer er niemals heranreichen wird.

Gott hat uns in seinem Bilde erschaffen. Er will sich an uns erfreuen. Wenn wir wirklich glücklich und zufrieden sein wollen, muss Jesus bei allem, was wir tun, der Mittelpunkt sein.

Joyce Meyer

In Römer 14,7-8 (NGÜ) lesen wir: Keiner von uns lebt für sich selbst, und auch wenn wir sterben, gehört keiner von uns sich selbst. Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn. Im Leben wie im Sterben gehören wir dem Herrn. Alles, was wir tun, sollten wir mit Gottes Hilfe tun, damit er dafür gelobt wird. Gott zu kennen und sein Kind zu sein ist das Wichtigste im Leben. Dabei ist es egal, ob du Pastor oder Bauarbeiter bist, ob du viel oder wenig Geld auf deinem Bankkonto hast. Wenn dir klar wird, wie sehr Gott dich liebt und was der tiefere Sinn deines Lebens ist, kannst du das Leben lieben und genießen. 

Aus: Joyce Meyer Magazin September 2018

Weitere Texte

Gott möchte mit dir sprechen. Denn er hat die Antworten auf alle deine Fragen. Lerne seine Stimme zu hören, um
Verlass dich in deinem Mutter-Dasein vollkommen auf Gott und vergleiche dich nicht mit anderen. Er möchte, dass du einzigartig bist!
Wie gut kennst du dich selbst? Was sind deine Stärken und Schwächen? Welcher Persönlichkeitstyp passt zu dir? Gott ist äußerst

Wie Gott dein Chaos beseitigt

Das Leben strukturieren

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Worum geht es dir in deinem Leben, wonach „trachtest“ du? Wenn die Bibel von „trachten“ spricht, dann meint sie, dass wir etwas mit ganzer Kraft erstreben und nacheifern sollten. Wonach du in deinem Leben trachtest, wird für dich von großer Wichtigkeit sein.

Zwei Menschen, die wandern. Joyce Meyer
Jeder Schritt in deinem Leben entscheidet über das Ziel, das du anvisierst.

„Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“

Die Bibel: Matthäus 6,33

Wir wollen in unserem Leben etwas erreichen. Daher beten wir gerne für uns und unsere Bedürfnisse: „Gott, wenn ich in diesem oder jenem Bereich meines Lebens keine Veränderung erlebe, kann ich nicht weitermachen.“ 

Doch stell dir einmal vor, es würde uns zuallererst um Gott und nicht um unsere Bedürfnisse gehen. Dann würden unsere Gebete anders lauten: „Gott, wenn nicht mehr von dir in meinem Leben sichtbar wird, kann ich nicht weitermachen.“ Wie wäre es, wenn wir weniger für das beten würden, was Gott für uns tun sollte, und uns vielmehr darum bemühen würden, ihm näherzukommen?

Gott liebt uns und er will uns dabei helfen, das Chaos in unserem Leben in den Griff zu bekommen. Doch er möchte auch etwas in uns verändern, damit er durch uns handeln kann. Wenn wir ihn lieben, sollte sich auch unsere Blickrichtung verändern. Wenn wir ihn lieben, wird es uns nicht mehr darum gehen, was er alles für uns tun kann, sondern um das, was wir für ihn tun können.

Gott will DICH!

Jesus sagte zu den Menschen, die an ihn glaubten:

„Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“

Die Bibel: Johannes 8,31-32

Es geht nicht nur darum, die Wahrheit, die uns frei macht, zu hören, sondern sie in unserem Leben anzuwenden und sie an die Menschen weiterzugeben, die Gott uns jeden Tag in den Weg stellt.

Ja, du bist nur ein einfacher Mensch, dennoch kannst du auf das Leben anderer Menschen Einfluss nehmen.

Jeder ist einzigartig und wichtig. Schauen wir uns einmal Adam im Alten Testament an. Nur weil Adam ein einziges Mal sündigte und ungehorsam war, musste die ganze Menschheit die Konsequenzen seines Fehlverhaltens tragen. Doch dann kam Jesus und sorgte ein für alle Mal für Gerechtigkeit. Jeder, der an ihn glaubt, kann neues Leben empfangen und gerecht vor und mit Gott leben (siehe Römer 5,18-19). Es ist schon erstaunlich, wie viel Segen (und Fluch) ein Mensch über andere bringen kann. Du kannst entweder mithelfen, das Reich Gottes zu bauen oder dich Gott in den Weg stellen. Entscheide dich doch dafür, ein Segen zu sein!

Gott kann jeden erlösen

Vielleicht meinst du, dass Gott dich wegen deiner Vergangenheit oder deiner Fehler nicht gebrauchen kann. Ich hielt mich immer für wertlos, weil ich in meiner Kindheit und Jugend sexuell missbraucht worden war.

Doch schließlich wurde mir klar, dass der Feind mir das einredete. Gott sah das ganz anders. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, wie Gott ein vollkommen kaputtes Leben von Grund auf erneuern und es zum Segen für andere einsetzen kann. Die Bibel sagt, dass Gott sogar aus den Scherben unseres Lebens etwas unglaublich Schönes machen kann (siehe 1. Korinther 1,27; 2. Korinther 4,7) – wenn wir ihm alles überlassen und ihm Raum geben uns ganz wiederherzustellen. 

Du brauchst keine Angst zu haben, dass es für dich zu spät sein könnte oder du zu viel falsch gemacht hast, um noch Vergebung zu bekommen. Gott kann alles neu machen und aus deinem Chaos Gutes entstehen lassen. Bitte Gott und sage: „Gott, ich bin in dieses ganze Chaos hineingeraten und es tut mir leid. Ich gebe es dir.“ Er wird es dir abnehmen und es nicht wieder an dich zurückgeben.

Sei ehrlich mit dir selbst

Wir alle haben in unserem Leben unsere Schwachstellen. Doch wenn wir im Glauben wachsen wollen, müssen wir bereit sein, uns den unangenehmen Dingen zu stellen und Korrektur anzunehmen.

Bete: „Gott, ich möchte lernen, ehrlich mit mir selbst zu sein. Wenn ich falschliege, zeige mir doch was richtig ist. Hilf mir, dass ich mich anderen gegenüber nicht falsch verhalte. Hilf mir, nicht egoistisch zu sein und mich nicht immer nur um mich selbst zu drehen, damit ich die Nöte anderer wahrnehme.“

Schwere Zeiten sind nötig, damit wir erzählen können, wie Gott uns hindurchgeführt hat.

Es ist wirklich nicht einfach und manchmal auch erschreckend, wenn wir bei uns schlechte Eigenschaften entdecken. Doch wenn du diesen Schritt wagst, wird Gott dir Gnade schenken, die Wahrheit zu erkennen. So kann er dir helfen und den Plan verwirklichen, den er für dein Leben hat.

Identifiziere dich mit Christus

Lange Zeit lebte ich von der Anerkennung anderer Menschen. Ich verbog mich und versuchte immer alles richtig zu machen, um bei anderen gut anzukommen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht gelernt, meinen Selbstwert von dem zu trennen, was ich tat. Mittlerweile weiß ich aber, dass Gott mich bedingungslos und vollkommen liebt und es nichts gibt, was ich tun könnte, um mir seine Anerkennung zu verdienen.

Heute ist mir klar, dass Gott nur von Jesu Sterben am Kreuz beeindruckt ist. Das wiederum gab mir die Freiheit, das Leben, das er mir durch seinen Tod ermöglicht hat, auch zu genießen.

Joyce Meyer

Freu dich darüber, wer du durch Jesus bist. Wenn du morgens aufstehst und in den Spiegel blickst, sage: „Ich bin ein Kind Gottes und er liebt mich!“ Such ihn von ganzem Herzen. Vertraue ihm, dass er deine Bedürfnisse erfüllen wird. Verlass dich darauf, dass er dein Lebenschaos beseitigen wird.

Wenn du das tust, werden dir deine Prüfungen und deine Lebenstiefen am Ende zum Guten gereichen und andere Menschen werden durch diese Erfahrung über die Maßen gesegnet werden!
 

Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2014

Weitere Texte

Beten ist keine Einbahnstraße. Denn du kannst nicht nur zu Gott sprechen, sondern auch von ihm hören.
Ist es möglich immer gut gelaunt zu sein? Gewöhne dir an gute und hoffnungsvolle Gedanken zu haben, die Gottes Wort
Furcht sollte in deinem Leben nicht das letzte Wort haben, denn Gott schenkt dir Kraft und Mut!

Angst bremst dich aus

Die Angst in deinem Leben überwinden

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Die Stimme zittert, die Knie werden weich, das Herz klopft …Vielleicht kennst du die alte Redensart „Sag die Wahrheit, selbst wenn deine Stimme zittert“. Diese Aussage gefällt mir, denn sie hält uns dazu an zu tun, was richtig ist, auch wenn wir dabei Angst haben.

Straße mit Bremsspuren. Joyce Meyer
Auch wenn Angst versucht dich zu bremsen, trau dich einen neuen Weg einzuschlagen.

Wie du sicher weißt, äußert sich Angst nicht nur in Form einer zitternden Stimme. Deshalb möchte ich diesen Satz um einige Punkte erweitern: „Sag die Wahrheit, auch wenn deine Stimme zittert, deine Knie weich werden, dein Herz klopft, deine Hände feucht werden, dein Verstand rast und Angst dich zu überwältigen droht. Wenn Gott dir sagt, dass du etwas tun sollst, lass dich nicht davon abhalten. Tu es – und wenn es sein muss auch mit Angst!

Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Situation du gerade steckst oder was deine Gefühle dir einreden. Du kannst gegen jede einzelne Furcht ankämpfen und jedes Gefühl der Angst oder der Einschüchterung überwinden. Du kannst mutig sein und ein erfolgreiches, von Freude erfülltes Leben haben! In Gottes Wort (NLB) heißt es:

„Ich betete zum Herrn, und er antwortete mir und befreite mich von allen meinen Ängsten“.

Die Bibel: Psalm 34,5

Dieser Vers ist eine enorme Ermutigung für uns, weil er uns vor Augen führt, dass Furcht in unserem Leben nicht das letzte Wort haben muss. Gott ist es, der das letzte Wort hat und er wird dich von aller Furcht befreien! Er möchte, dass wir das Leben haben, das Jesus am Kreuz für uns erkauft hat. Aber dafür müssen wir uns über eines im Klaren sein: Wir alle haben in unserem Leben hin und wieder mit Furcht zu kämpfen. Das liegt einfach in der menschlichen Natur. Es wird dir nie gelingen, Gefühle wie Nervosität, Zweifel oder Furcht gänzlich aus deinem Leben zu verbannen. Aber du musst dieser Furcht nicht nachgeben. Wie bei allem anderen im Leben lässt Gott dir auch hier die Wahl: Du kannst gegen die Furcht ankämpfen oder dich von ihr lähmen lassen.

Lass dich nicht lähmen

Viele Menschen machen in dem Moment, in dem Furcht in ihnen aufsteigt, eine Vollbremsung – sie treten nur noch auf der Stelle und lassen zu, dass Furcht sie davon abhält, ihr Leben zu genießen. Und plötzlich erscheint ihnen die Herausforderung zu groß, der Konflikt zu bedrohlich, die berufliche Entscheidung zu gewagt, das neue große Abenteuer zu riskant und so verharren sie voller Furcht in Reglosigkeit, statt aktiv zu werden und die Furcht im Glauben zu überwinden.

Es ist sehr traurig, wenn das passiert, denn jedes Mal, wenn du der Furcht nachgibst, verpasst du etwas Gutes, das Gott für dich ganz persönlich vorbereitet hat. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Als ich das erste Mal vor einem für damalige Verhältnisse großen Publikum von etwa 900 Menschen sprechen sollte, schlug mir das Herz bis zum Hals. Die Angst schnürte mir regelrecht die Kehle zu. Als ich dann den Mund aufmachte und anfangen wollte zu lehren, brachte ich nur ein schwaches Krächzen heraus.

In diesem Moment musste ich eine wichtige Entscheidung treffen – eine Entscheidung, die die Weichen für mein weiteres Leben stellen würde. Ich konnte entweder auf die Lügen des Feindes hören, der Angst nachgeben und denken: „Was mache ich hier? Ich bin nicht dafür qualifiziert, hier zu lehren. Diese Herausforderung ist zu groß für mich. Ich gebe auf.“ Oder ich konnte im Glauben gegen meine Furcht ankämpfen, und mir sagen: „Gott ist bei mir. Er wird mir die Kraft geben, die ich brauche. Es spielt keine Rolle wie ich mich fühle. Ich mache einfach weiter und vertraue darauf, dass Gott mir hilft zu tun, was ich tun muss!“

Vor derselben Entscheidung stehst auch du in deinem Leben, auch wenn deine Situation völlig anders aussieht als meine. Vielleicht musst du dich im Hinblick auf deine Familie, deine Arbeit, deine Beziehungen oder deine Finanzen mit Problemen herumschlagen, die Furcht in dir auslösen. Aber denk immer daran: Du hast die Wahl – Du kannst der Angst entweder nachgeben oder gegen sie angehen.

Wage es trotz Angst

Ich bin sehr froh sagen zu können, dass ich es mit Gottes Hilfe geschafft habe, die Angst zu bekämpfen. Ich holte tief Luft, räusperte mich und begann noch einmal von vorn. Gott belohnte meinen Glauben und die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Wenn Gott mir heute eine Gelegenheit bietet, packe ich sie stets begeistert an, weil ich weiß: Wenn er mich dazu bestimmt, etwas zu tun, stattet er mich auch mit allem aus, was ich dafür brauche.

Und die gute Nachricht ist: Dasselbe gilt für dich! Du kannst jede Möglichkeit nutzen, die Gott für dich auftut und dabei immer sicher sein, dass er dir die Kraft und den Mut gibt, die du dafür brauchst. Lass nicht zu, dass dich die Furcht lähmt. Wenn du bei etwas Furcht verspürst, dann tu es eben mit Angst!

Denk immer daran, dass Gnade, Barmherzigkeit und Gottes Liebe stärker sind als jede Furcht, größer als jedes Hindernis, das sich vor dir auftürmt und mächtiger als jede Erfahrung, die hinter dir liegt. Durch Christus kannst du die Angst in deinem Leben überwinden. Du kannst Mut fassen und ein erfolgreiches, erfülltes Leben führen!

Ganz gleich in welcher Situation du heute bist – wenn du Angst verspürst, musst du dieser Angst nicht nachgeben. Vertraue Gott, stütz dich auf deinen Glauben und geh vorwärts. Gott wird bei jedem Schritt deines Weges an deiner Seite sein. Lebe mutig!

Mach heute den ersten Schritt, um deine Angst zu überwinden.
 

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief November 2014

Weitere Texte

Wie gut kennst du dich selbst? Was sind deine Stärken und Schwächen? Welcher Persönlichkeitstyp passt zu dir? Gott ist äußerst
Vergib dir selbst und deinen Mitmenschen für ein erfülltes Leben und blick nicht mehr in die Vergangenheit zurück. Dein Neuanfang
Sich selbst zu akzeptieren heißt, sich selbst zu mögen und zu respektieren. Denn deine innere Einstellung hat Einfluss auf deine

Lebe einfach

Vom Heiligen Geist geleitet

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Hast du manchmal das Gefühl, dass das Leben viel zu kompliziert geworden ist? Man kann sehr leicht an diesen Punkt kommen. Woran liegt das? Uns fehlt die Freiheit, so zu sein, wie Gott uns haben möchte und das zu tun, was er durch uns tun will.

Schreibtisch mit Stuhl, Bild und Pflanzen. Joyce Meyer
Wenn wir innerlich aufräumen, geben wir Raum für Frieden und Freude.

Manch einer fühlt sich von den Erwartungen anderer schier erdrückt, wird dadurch unsicher und unglücklich und weiß nicht mehr, was er tun soll. Doch es gibt einen Weg für ein Leben voller Frieden und Freude: Wir müssen lernen, uns vom Heiligen Geist und nicht von Traditionen oder Erwartungen anderer leiten zu lassen.

Die Falle der Tradition

Traditionen gehören zu unserem Leben. Einige sind bereichernd, aber andere rauben uns unsere Lebensfreude. Diese menschlichen Rituale oder Bräuche definieren, wie man gewisse Dinge zu tun hat. Man tut also etwas immer und immer wieder über einen langen Zeitraum hinweg und gibt dies von Generation zu Generation weiter. Problematisch wird es nur, wenn wir uns verpflichtet fühlen, diese Traditionen aufrechtzuerhalten, um vor Gott und Menschen bestehen zu können.


In Matthäus 15,6 sagt Jesus zu den Pharisäern:

„... Damit habt ihr euren eigenen Vorschriften zuliebe das Wort Gottes außer Kraft gesetzt.“

Die Bibel: Matthäus 15,16

Ich möchte hier etwas Interessantes anmerken: Die religiösen Führer der damaligen Zeit hatten aus den Zehn Geboten, die Gott Mose gegeben hatte, bis zu dieser Aussage Jesu mehr als 2000 Regeln und Richtlinien gemacht. Kein Wunder, dass es höchste Zeit war, Gottes Gnade zu verkündigen!

Es ist wichtig zu verstehen: Wenn Traditionen zu Vorschriften, Regeln, Verpflichtungen und Erwartungen werden, die andere uns auferlegen und die wir nicht erfüllen wollen, verlieren sie ihre ursprüngliche Bedeutung. Gleichzeitig berauben sie uns der Lebensfreude. Fangen wir dann an, uns nur noch religiös zu verhalten, können wir uns nicht mehr vom Heiligen Geist leiten lassen. Unsere Beziehung zu Gott bleibt oberflächlich.

Frei von Regelwerken

Gott möchte, dass wir in Freiheit leben und uns vom Heiligen Geist leiten lassen. Tun wir das nicht, wird unser Denken schnell von dem bestimmt, was andere von uns erwarten und fordern. Deshalb können wir dann auch nicht mehr tun, was Gott uns aufs Herz gelegt hat.

Ich habe in meiner Beziehung zu Gott gelernt: Wenn ich mir selbst Regeln auferlege, wie ich meine Zeit mit ihm zu verbringen habe, erstelle ich nichts weiter als eine Anforderungsliste, die ich erfüllen muss, um ihm zu gefallen. Dann dreht sich mein geistliches Leben eher um das, was ich tun muss und weniger um wirklich Bedeutungsvolles.

Ich erinnere mich an eine Zeit, als Gott zu meinem Herzen sprach und mich aufforderte, nichts mehr für ihn aus reinem Pflichtgefühl heraus zu tun. Alles, was wir für Gott tun, sollte uns etwas bedeuten. Anderenfalls geraten wir in die Gefahr, nur noch starr an Paragrafen und Vorschriften festzuhalten. Weder in religiösen Traditionen noch in dem, was andere von uns erwarten, liegt Leben.

Sich führen lassen und seinem Herzen folgen

Es ist außerordentlich wichtig für uns zu lernen, uns vom Heiligen Geist leiten zu lassen und zu tun, was Gott uns ans Herz legt.

In 2. Korinther 3,6 steht:

„Denn das Gesetz bringt den Tod, aber der Geist Gottes macht lebendig.“

Die Bibel: 2. Korinther 3,6

Gesetzliches Denken bringt uns den Tod, der Heilige Geist aber ist es, der uns lebendig macht!

Wenn ich meinem Herzen folge, dann bete oder lese ich die Bibel nicht, um Gott glücklich zu machen. Ich tue
 es, weil ich Zeit mit ihm verbringen möchte. Manchmal sitze ich nur still an einem Ort und genieße die Gegenwart Gottes. Ein anderes Mal trete ich für jemanden im Gebet ein oder lese ein bestimmtes Buch, das mir wichtig erscheint. Meine Zeit, die ich mit Gott verbringe, ist nur dann von Bedeutung, wenn ich auch mit ganzem Herzen dabei bin. Ich möchte alles tun, was mich in die Gegenwart Gottes bringt.

Das Leben kann wirklich kompliziert sein. Doch ich ermutige dich, Gott von ganzem Herzen zu suchen und das zu tun, was er von dir möchte. Wer sich vom Heiligen Geist leiten lässt, wird Frieden und Freude erleben.
 

Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2013

Weitere Texte

Du musst kein Opfer deiner äußeren Umstände sein, denn jeder Tag birgt neue Chancen. Mache das Beste aus ihnen und
Verlass dich in deinem Mutter-Dasein vollkommen auf Gott und vergleiche dich nicht mit anderen. Er möchte, dass du einzigartig bist!
Fühlst du dich einsam? Durch Gottes Zusagen wirst du die Einsamkeit überwinden können.

Verwurzelt

Wurzeln schlagen und Früchte tragen

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Ganz gleich welche Dinge wir im Leben anstreben – im Grunde geht es uns immer um mehr Lebensfreude und eine tiefere, innere Zufriedenheit. Natürlich ist es nicht falsch, erfolgreich sein zu wollen und sich eine besser bezahlte Arbeitsstelle oder einen höheren Lebensstandard zu wünschen. Doch so lange es uns nur um solche „Dinge“ geht, werden wir am Ende unglücklich sein. Das sagt die Bibel.

Wald voller Bäume. Joyce Meyer
Schlage deine Wurzeln in Gott und du findest Lebensfreude und tiefe Zufriedenheit

Wenn wir etwas anstreben, sind wir bereit, dafür auch Opfer zu bringen. Wir setzen all unsere Kraft und unser ganzes Herzblut dafür ein, das Ersehnte zu bekommen.

Doch halte einmal inne und frage dich: „Worum geht es mir? Worüber rede ich die meiste Zeit? Wofür setze ich meine Energie ein?“ In Römer 14,17 (NGÜ) steht:

Denn im Reich Gottes geht es nicht um Fragen des Essens und Trinkens, sondern um das, was der Heilige Geist bewirkt: Gerechtigkeit, Frieden und Freude.

Die Bibel: Römer 14,17

Anders ausgedrückt: Im Reich Gottes geht es nicht um uns und um das, was wir wollen. Es geht darum, mit Gott eine Beziehung einzugehen und die daraus resultierenden Früchte zu genießen – ein größeres Verständnis seiner Gerechtigkeit (dass er uns durch Jesus Christus gerecht gemacht hat), seines Friedens und seiner Freude. Nur dann werden wir auch das finden, wonach wir uns sehnen.

Am Anfang unserer Beziehung mit Gott geht es hauptsächlich um uns und eine Zeit lang ist das auch in Ordnung. So haben wir alle einmal begonnen. Wir kommen mit unserer Wunschliste zu ihm, bringen ihm unsere Probleme und wollen, dass er sie für uns löst. Doch irgendwann sollten wir auch erwachsen und reifer werden.

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der ich viele „Dinge“ besaß, aber überhaupt nicht glücklich war. So betete ich und fragte den Herrn, was nicht stimmte und er sprach zu meinem Herzen: „Joyce, du bist zu oberflächlich – es ist Zeit, dass du tiefere Wurzeln bekommst.“

Das wollte ich zwar nicht hören, wusste aber genau, was er meinte. Es war Zeit, tiefgründiger zu leben und Gott nicht immer nur dann aufzusuchen, wenn er etwas für mich tun sollte, sondern die Gemeinschaft mit ihm zu pflegen, weil er mir wichtig war. Oberflächliche Christen wollen immer nur die Früchte, kümmern sich aber nicht um die Wurzeln. Ich mag, was in Jesaja 37,31 steht:

… nach unten Wurzeln schlagen und nach oben Frucht tragen.

Die Bibel: Jesaja 37,31

Man braucht sich nur die Natur anzuschauen. Große Bäume mit dicken Ästen und vielen Zweigen haben ein massives Wurzelwerk, das in die Tiefe und in die Breite geht. Ohne die Wurzeln würde der Baum einen Sturm nicht überstehen.

Auch wir müssen ein tiefes geistliches Wurzelwerk entwickeln, bevor wir das Leben, das Gott für uns bereithält, auch wirklich genießen können. Unsere Beziehung zum Herrn muss kultiviert werden und wir sollten genau wissen, was er über uns in der Bibel sagt. Dann können wir ganz fest in seiner Liebe verwurzelt sein. 

Oftmals gehen wir es allerdings falsch an. Wir wollen all die großartigen Früchte, wünschen uns eine größere Wohnung, wollen einen größeren Wirkungskreis und mehr Geld, ohne an unsere Wurzeln zu denken. Doch all dies wird uns eher schaden als Gutes bewirken, wenn wir nicht ganz tief in Gott gegründet sind. Ohne tiefe Wurzeln werden wir außerdem die Stürme des Lebens nicht überstehen.

Liebe Freunde, der Herr macht sich mehr Gedanken um unser Innenleben als um das, was außen sichtbar ist. Warum? Weil er weiß, dass wir jeder Situation im Leben gewachsen sein werden, wenn wir im geistlichen Bereich stark sind.

Oftmals haben wir Angst, im Leben nichts zu erreichen, wenn wir aufhören, nach dem zu streben, was wir uns wünschen. Doch das Gegenteil ist der Fall. In Psalm 37,4 steht: … und habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!

Wenn wir uns ganz auf Jesus konzentrieren, wird unser Leben nicht nur auf übernatürliche Weise vollkommen erfüllt sein, sondern er verändert unsere Wünsche so, dass sie mit seinen Plänen für unser Leben übereinstimmen.

Vor Jahren sagte der Herr etwas sehr Wichtiges zu mir, während ich betete (vermutlich für irgendetwas, das ich mir wünschte). Seine Worte veränderten mein Leben: „Joyce, suche die Gemeinschaft mit mir und nicht nur das, was ich für dich tun kann. Wenn du die Gemeinschaft mit mir suchst, werde ich für alles andere sorgen.“ Matthäus 6,33 (NGÜ) sagt dazu:

Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.

Die Bibel: Matthäus 6,33

Nach diesen Worten sollten wir leben. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Wenn wir Gott in unserem Leben den ersten Platz einräumen, füllt er uns nicht nur mit großer Freude, seinem Frieden und einer tiefen Zufriedenheit, sondern gibt uns auch noch als Sahnehäubchen das, wonach wir uns sehnen. 

Ich möchte dich heute ermutigen, diese Entscheidung selbst zu treffen: Suche die Gemeinschaft mit Gott und gib ihm den höchsten Stellenwert in deinem Leben

Wenn du das tust, wirst du finden, wonach du schon immer gesucht hast. Davon bin ich überzeugt.


Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2014

Weitere Texte

Gott möchte in dein Leben treten und dich leiten. Er hat einen persönlichen Plan für dich und will durch seinen
Lässt du oft Gelegenheiten links liegen, da du meistens zu beschäftigt, müde und ausgelaugt bist? Es ist nicht zu spät,
Mit Optimismus und Glauben schwere Zeiten überstehen und daran wachsen. Lerne, wie du schwere Zeiten meistern und das Beste aus

Ist der Zug für dich abgefahren?

Ergreife die Chance

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Ich möchte dir heute gerne drei Fragen stellen. Diese Fragen mögen dir sehr simpel erscheinen, aber sie haben eine enorme Tragweite und ich glaube, dass Gott sie dafür gebrauchen will, etwas Großartiges in deinem Leben zu tun – im Hinblick auf deine Gesundheit, deine Familie, deine Finanzen, deine berufliche Laufbahn, deine Gefühle und dein Leben mit ihm. Bist du bereit?

Frau steht vor einem vorbeifahrenden Zug. Joyce Meyer
Es ist nicht zu spät. Nutze die nächste Chance.
  • Hast du schon einmal gesagt: „Der Tag hat einfach nicht genug Stunden“?
  • Passiert es manchmal, dass du so viel „Dringendes“ zu erledigen hast, dass für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben keine Zeit mehr bleibt?
  • Hast du schon einmal eine Gelegenheit verpasst, weil du nicht darauf vorbereitet warst?

Wenn du auch nur eine dieser Fragen mit Ja beantwortet hast, ist es kein Zufall, dass du das hier liest. Ich glaube, dass Gott heute etwas sehr Praktisches – und Entscheidendes – für dich tun möchte. Vielleicht ist heute der Tag, an dem du lernst, aus der Zeit, die Gott dir geschenkt hat, Kapital zu schlagen. Heute kann der Tag sein, an dem du anfängst, jede Chance, die Gott dir bietet, so gut wie irgend möglich zu nutzen!

Ich habe beobachtet, dass sich die meisten Menschen viele Gelegenheiten entgehen lassen, weil sie zu beschäftigt oder einfach zu müde und ausgelaugt sind. Viele Menschen sind frustriert, weil ihnen ein Lebenstempo aufgezwungen wird, mit dem sie kaum Schritt halten können. Der Haushalt, die Kinder, ihr Beruf und all ihre anderen Verpflichtungen halten sie so auf Trab, dass sie schließlich völlig erschöpft sind und das Gefühl haben, absolut uneffektiv zu sein.

Wenn du weißt, wie sich das anfühlt, möchte ich dich heute ermutigen:

Gott hat nie vorgesehen, dass du müde, erschöpft und ausgelaugt durchs Leben gehst und all die Chancen, die er dir bietet, verpasst. Gott möchte, dass du dein Leben genießt und jeden Tag all das Gute erfährst, was er für dich hat!

Joyce Meyer

Deshalb gehört es zu den wichtigsten Dingen, die du als Christ tun kannst, dass du jeden Teil deines Lebens – einschließlich deiner Zeit – Gott unterordnest, damit er dir helfen kann, jede neue Chance so gut wie nur möglich zu nutzen. Und in einem kannst du dir sicher sein – Gott hält unendlich viele Chancen für dich bereit!

Neue Chancen, um 

  • deine Beziehung mit Gott zu vertiefen 
  • mehr Freude und Zuversicht zu haben 
  • körperliche und emotionale Heilung zu erlangen 
  • Beziehungen zu bereinigen 
  • Weisheit und Kraft zu gewinnen.

Wenn du lernst, die Zeit, die Gott dir gegeben hat, wirklich zu nutzen, statt zuzulassen, dass die Anforderungen deines Alltag bestimmen, wie du deine Zeit verbringst, wirst du überrascht sein, welche Möglichkeiten sich vor dir auftun und wie viel Energie du hast, um sie zu ergreifen. Du musst nie wieder eine von Gott gegebene Chance verpassen!

Wenn ich darüber spreche, dass wir die Gelegenheiten, die sich uns bieten, ergreifen sollten, kommen früher oder später unweigerlich die Fragen auf: Was ist, wenn ich meine Chance bereits verpasst habe? Was ist, wenn mein Leben einfach zu chaotisch ist und meine besten Gelegenheiten bereits vorüber sind?

Wenn du von solchen Gedanken gequält wirst, kann ich dich beruhigen. Du brauchst dir keine Sorgen darüber zu machen, ob du vielleicht zu viel durchgemacht oder zu lange gewartet hast, um deine Möglichkeiten zu nutzen, denn in Gottes Wort heißt es: Und ich werde euch die Jahre erstatten, die die Heuschrecke, der Abfresser und die Heuschreckenlarve und der Nager gefressen haben … Und ihr werdet genug essen und satt werden und werdet den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der Wunderbares an euch getan hat. (Joel 2,25-26 ELB)

Es ist nicht zu spät. Gott kann dir all die Jahre, die du verloren hast, zurückerstatten und dich für jede verpasste Chance entschädigen. Und nicht nur das – er kann dir in der Zeit, die noch vor dir liegt, viel größere und bessere Chancen schenken!

Dave und ich sind so dankbar für dich. Wir beten regelmäßig für dich und danken Gott, dass du uns dabei unterstützt, den Menschen auf der ganzen Welt körperliche, emotionale und geistliche Heilung zu bringen.

Denk daran: Wenn du eine der Fragen, die ich dir am Anfang dieses Briefs gestellt habe, mit Ja beantwortet hast, ist das nicht gut, aber das kann sich ändern! Gott möchte, dass du Frieden und Freude in deinem Leben hast und all das Gute genießt, was er für dich vorbereitet hat.

Warte nicht länger. Fang gleich heute an, jeden Augenblick deines Lebens zu nutzen.

 

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Mai 2015

Weitere Texte

Leben als Christ bedeutet, auch zu denken wie ein Christ. Biblische Wahrheiten auszusprechen wird ein Segen für dich und andere
Gottes Pläne für dich sind größer als jedes Hindernis, das dir im Weg ist. Halte an deinen Träumen fest und
Ob man sich alt fühlt, hat nichts mit dem Alter an sich zu tun. Durch einen negativen Fokus auf das

Wie gut kennst du dich selbst?

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Gott ist äußerst weise und kreativ. In seiner Weisheit hat er uns Menschen sowohl äußerlich als auch von unserer Persönlichkeit her unterschiedlich gemacht. Wenn wir uns selbst kennenlernen, wissen wir auch, was uns besonders macht.

Drei Freundinnen stehen lachend beisammen. Joyce Meyer
Unsere Unterschiedlichkeit ist kein Problem, sondern eine große Stärke.

Es lohnt sich, die verschiedenen bzw. Persönlichkeitstypen Temperamente zu kennen und zu verstehen. Hierzu haben unter anderem Florence Littauer und Tim LaHaye viele gute Bücher geschrieben, die hilfreich sein könnten. Einen Punkt möchte ich besonders betonen: Unsere Unterschiedlichkeit ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um den Plan Gottes für unser Leben geht. Gott hat uns aus einem bestimmten Grund unterschiedlich gemacht. Wir alle haben eine einzigartige Mischung aus Stärken, Schwächen und Lebenserfahrungen. Wir lesen in Epheser 4,12, dass wir zusammenarbeiten sollen, um so den Leib Christi, die Gemeinde, zu bilden. Gott will, dass wir das Potenzial, das er uns gegeben hat, vollkommen entfalten. Am besten beginnen wir dabei mit uns selbst. Wenn wir uns als Meisterwerk Gottes sehen, dann können wir andere auch so sehen, ganz gleich wie unterschiedlich wir sind. 

Der beliebte Sanguiniker

Sanguiniker sind spontan, lebhaft und gut gelaunt. Sie sehen in allem das Positive und erwarten nur das Beste vom Leben. Weil sie schon von Natur aus optimistisch sind, können Sanguiniker selbst bei eintönigen Arbeiten ihren Spaß haben. Sie lieben es, mit anderen zusammen zu sein, sich zu unterhalten und Geschichten zu erzählen. Sie stehen gern im Mittelpunkt. Sanguiniker machen den Alltag farbenfroh und verbreiten gute Laune, wo immer sie sind!

— SANGUINIKER UND DU —

Sanguiniker reden gerne mal drauf los, ohne vorher nachzudenken. Doch vergiss nicht: Sie meinen es meistens gut! Sie können voller Tatendrang mit etwas beginnen, sind allerdings irgendwann auf deine Hilfe und Ermutigung angewiesen, um die Sache auch zu Ende zu bringen. Sanguiniker helfen anderen gerne, neigen aber dazu, sich aufgrund ihrer überschwänglichen Art zu viel zuzumuten. Deshalb ermutige sie ruhig einmal, die Kosten zu überschlagen, bevor sie sich für etwas engagieren. Lass sie wissen, wie sehr du es schätzt, dass sie durch ihre Art viel Freude und gute Laune verbreiten.

Der perfekte Melancholiker

Melancholiker sind sehr fürsorglich, treu und ausdauernd. Ihr Sinn fürs Detail in Verbindung mit den eigenen hohen Anforderungen hilft ihnen dabei, in ihrem Fachgebiet große Fortschritte zu machen. Für Melancholiker ist das Planen und Organisieren ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. Sie haben einen ausgeprägten Sinn für Ordnung und sind immer pünktlich. Sie analysieren gerne viele Informationen und kommen zu kreativen Lösungen. Ihr Lebensmotto ist: Wenn es sich lohnt, eine Sache in Angriff zu nehmen, dann sollte sie auch richtig gemacht werden.

— MELANCHOLIKER UND DU —

Melancholiker sind oft sehr streng mit sich selbst. Deshalb bedeuten ihnen ermutigende Worte, die von Herzen kommen, sehr viel. Da sie sensibel sind, achte auf das, was du sagst, um sie nicht zu verletzen. Melancholiker haben gerne Zeit für sich, also gib ihnen den Raum, den sie brauchen, um aufzublühen. Trage deinen Teil dazu bei, Dinge sauber und ordentlich zu halten, und sage ihnen ruhig, dass es dir gefällt, mit welcher Hingabe sie ihre Aufgaben erledigen.

Der kraftvolle Choleriker

Choleriker sind abenteuerlustig, haben Überzeugungskraft und strahlen Zuversicht aus. Sie sind die geborenen Persönlichkeiten für Führungspositionen. Sie setzen sich Ziele, gehen Risiken ein, sind echte Entscheidungsträger und Manager. Wenn es ein Problem gibt, haben sie einen Plan. Erscheint etwas unmöglich, gehen sie die Sache an. Choleriker haben gerne die Zügel in der Hand und sie sind offen für Veränderungen und auch Gegenwind. Sie sind sehr zielorientiert und interessieren sich weniger für die Befindlichkeiten anderer. Ihr Leitspruch ist: „Mach es so, wie ich es will, und zwar schnell.“

— CHOLERIKER UND DU —

Choleriker können ungeduldig und herrschsüchtig sein, ohne dabei andere verletzen zu wollen. Deshalb ist es am besten, die Dinge nicht persönlich zu nehmen. Sei einfach ein ehrlicher Freund, dem sie vertrauen können. Lobe ihre Entscheidungsfähigkeit, aber zögere auch nicht, deine eigenen Ideen einzubringen. Choleriker sehen die Dinge oft schwarz-weiß und profitieren von den Erkenntnissen anderer. Lass sie in ihrer Leitungsposition, für die sie ein natürliches Talent haben, strahlen und sei nicht neidisch auf ihren Erfolg.

Der friedliebende Phlegmatiker

Phlegmatiker haben ein freundliches, geduldiges und ausgeglichenes Wesen und ruhen in sich. Von den vier Temperamenten sind sie die Menschen, mit denen man am einfachsten klarkommt. Sie sind sympathisch und hilfsbereit, müssen aber nicht im Mittelpunkt stehen. Sie sind wunderbare Moderatoren, weil sie gemeinsame Nenner suchen. Sie sind gute Zuhörer und haben oftmals einen objektiven Standpunkt. Phlegmatiker sind pessimistische Realisten. Aufgrund ihres ausgeglichenen Wesens bleiben sie auch dann noch ruhig, wenn andere sich ärgern oder Angst bekommen. Sie wollen eigentlich nur eines: in Frieden leben.

— PHLEGMATIKER UND DU —

Phlegmatiker schwimmen gerne mit dem Strom und brauchen jemanden, der sie hin und wieder an ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche erinnert. Wenn du wissen willst, was sie wirklich denken und fühlen, solltest du interessiert nachhaken. Weil sie von Natur aus sehr entspannt sind, brauchen sie manchmal jemanden, der ihnen einfach motivierend zur Seite steht, ihnen bei anstehenden Entscheidungen hilft und sie zu gesellschaftlichen Anlässen mitnimmt. Zeige ihnen, dass du ihre Geduld und Flexibilität magst, und versuche sie niemals zu etwas zu drängen.

Zum Nachdenken

1. Welcher Persönlichkeitstyp bist du? Hier kannst du es herausfinden.

2. Wie benutzt Gott deine Stärken im Leben anderer Menschen?

3. Was haben andere Persönlichkeitstypen für Qualitäten, die dir fehlen?

4. Welche Persönlichkeitstypen findest du schwierig und was kannst du tun, um besser mit ihnen zusammenarbeiten zu können?


Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2018

Weitere Texte

Finde die innere Erfüllung, nach der du dich sehnst. Lass Gott in dein Leben und lerne ihn kennen.
Stress führt oft zu Sorgen, die zu weiterem Stress führen. Lerne in den kleinen Dingen des Alltags große Freude zu
Angst kann unerwartet und alltäglich auftauchen. Es ist wichtig, Angst zu erkennen, damit wir gleich gegen sie angehen können. Denn

Ist Glücklichsein wirklich nur ein Gefühl?

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Kennst du den Gedanken: „Ich will doch bloß glücklich sein“? Ich weiß gar nicht, wie oft Menschen das schon zu mir gesagt haben und wie oft ich diesen Satz selbst ausgesprochen habe. Zufriedenheit und Glück scheinen weder leicht zu finden noch von Dauer zu sein.

Frau lacht glücklich in die Kamera. Joyce Meyer
Es ist der Wunsch eines jeden Menschen, glücklich und zufrieden zu sein.

Lebensumstände drängen sich dazwischen und machen beides gefühlt unerreichbar. Das Auto geht kaputt. Der berufliche Aufstieg wird einem anderen ermöglicht. Die Kinder haben Schwierigkeiten in der Schule. Derartige Erlebnisse sorgen für Frust und laugen uns aus. Genau dann taucht dieser Gedanke auf: „Ich will doch bloß glücklich sein.“ Du weißt bestimmt, wovon ich rede.

Entschieden glücklich

Doch die gute Nachricht ist: Du hast die Möglichkeit, jeden Tag deines Lebens zu genießen. Ehrlich! Verschwende keinen weiteren Tag damit, nur darauf zu hoffen, irgendwann einmal glücklich zu sein. Gott will, dass du durch ihn jeden einzelnen Tag vollkommen zufrieden und froh bist.

Ich weiß, dass das wahr ist, denn ich habe es selbst erlebt. Jahrelang war ich mit meinem Leben unzufrieden, obwohl ich bereits Christin war. Ja, ich weiß, dass diese beiden Worte – Unzufriedenheit und Christsein – nicht wirklich zusammenpassen. Aber bei mir gingen sie Hand in Hand. Ich hatte mein Leben Jesus anvertraut und liebte ihn – trotzdem war ich meistens unglücklich.

Wenn die Dinge nicht so liefen, wie ich es wollte oder wie ich es geplant hatte, kam sehr schnell ein Gefühl der Enttäuschung in mir hoch und ich ärgerte mich. Das mussten gar keine großen Dinge sein. Schon die kleinsten Rückschläge machten mich unglücklich.

Der Weg ins wahre Glück

Ich entdeckte allerdings einen besseren Weg, mit dem Leben umzugehen und der steht auch dir offen.

Ich bin dankbar dafür, dass Gott mir inmitten meiner größten Unzufriedenheit gezeigt hat, warum Jesus für uns gestorben ist: Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle. (Johannes 10,10 NGÜ)

Mir wurde klar, dass Jesus mir ein erfülltes Leben schenken wollte, denn dafür ist er gestorben. Ich musste mich nicht länger meiner Unzufriedenheit hingeben. Ich konnte sie vielmehr überwinden, mich am Leben freuen und es genießen.

Je mehr ich mich mit der Bibel beschäftigte, umso mehr entdeckte ich, welche Haltungen mir dabei helfen würden, unabhängig von meinen Lebensumständen glücklich und zufrieden zu sein. Eine Sache wurde mir dabei besonders wichtig:

Glücklich sein ist kein Gefühl. Es ist eine innere Entscheidung, die wir treffen müssen.

Joyce Meyer

Glücklich sein trotz Umstände

Gefühle kommen und gehen. Deshalb erscheint vielen ein zufriedenes Leben als sehr flüchtig und unbeständig.

Vielleicht kennst du jemanden, der so denkt (oder du selbst denkst so): „Um glücklich sein zu können, müssen erst die Lebensumstände perfekt sein, die Laune muss perfekt sein und die Menschen um einen herum müssen perfekt sein.“

Doch Glück und Zufriedenheit gehören dir bereits durch deine Beziehung zu Jesus – selbst in den schwierigsten Lebenslagen. Wenn du erst einmal verinnerlicht hast, dass du dich entscheiden kannst, glücklich zu sein, verändert das deinen Blickwinkel auf jede Situation.

Deine Schritte ins Glück

Solltest du dich mit dem identifizieren können, was ich sage, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Schritte zu gehen. Verschwende deine Zeit nicht mit Hoffen und Warten auf bessere Zeiten. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: So funktioniert das nicht. Geh glaubensvoll deinen Weg mit Jesus. Glück und Zufriedenheit sind in ihm zu finden.

Vielleicht denkst du: „Du weißt ja gar nicht, was ich durchmache. Unbezahlte Rechnungen stapeln sich bei mir, ich habe keine Energie mehr, meine Familie und Freunde bringen mich auf die Palme. Ich kann nicht glücklich sein. Und schon gar nicht glücklich bleiben.“

Ich möchte dir heute sagen, dass Gott dein Leben mit der Freude erfüllen kann, nach der du dich so sehnt. Ich habe es selbst erlebt. Du glaubst vielleicht, das sei zu gut um wahr zu sein, doch es ist eine Tatsache, die wir in der Bibel beschrieben finden.

Wenn du also mit diesem Gedanken: „Ich will doch bloß glücklich sein.“ durchs Leben gehst, dann ist heute dein Tag. Zufriedenheit ist kein unerreichbares Ziel. Gott möchte, dass du jeden Tag glücklich bist und das Leben mit ihm in vollen Zügen genießt.

Sei gewiss: Selbst in den schwierigsten Lebenslagen gehören dir durch deine Beziehung zu Jesus – Glück und Zufriedenheit.

Aus: Joyce Meyer Magazin März 2018

Weitere Texte

Du glaubst es ist zu spät für einen Neuanfang? Lerne aus deiner Vergangenheit, aber ergreife auch die Chance auf einen
Mit deinen Problemen bist du nie allein, denn Gott wirkt in dir und möchte alles zu deinem Besten führen. Auch
Gott möchte mit dir sprechen. Denn er hat die Antworten auf alle deine Fragen. Lerne seine Stimme zu hören, um

Erlebe Ruhe im Sturm

Aus dem Sturm zum Segen

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Jeder von uns hat schon mal Rückschläge erlebt oder einen großen Verlust erlitten. Vielleicht steckst du sogar gerade mittendrin. Du hast deinen Arbeitsplatz verloren oder etwas, das dir sehr wichtig war. Eine Beziehung ist zerbrochen oder du trauerst um einen geliebten Menschen. In diesem Fall möchte ich dich mit Gottes Wort ermutigen.

Gewitter überm Meer. Joyce Meyer
Auch in stürmischen Zeiten, kannst du Gottes Frieden erleben.

In Matthäus 5,4 sagt Jesus: Glücklich zu preisen sind die, die trauern; denn sie werden getröstet werden (NGÜ).

Früher fand ich das merkwürdig. Wie können wir glücklich zu preisen sein, wenn wir trauern? Doch Gott half mir, diesen Vers zu verstehen: Gerade in unseren schmerzvollsten Zeiten erleben wir oftmals in besonderer Weise Gottes übernatürlichen Trost.

Im Grunde eignen sich unsere Probleme perfekt für einen Neuanfang. Warum? Weil Gottes Trost viel tiefer reicht als gewöhnlicher Trost. Er ist der Einzige, der dich durch den Schmerz hindurchtragen kann und der dir hilft, ein besserer und stärkerer Mensch zu sein, als es ohne ihn möglich wäre. 

Mit Gottes Hilfe können wir unsere schwere Situation als Chance wahrnehmen. Ich bin davon überzeugt, dass wir sagen können: „Das ist jetzt vielleicht eine wirklich schlimme Zeit, aber ich werde niemals aufgeben. Ich bin sehr verletzt, aber ich werde wieder ins Leben zurückfinden!“

Neulich traf ich in einem Café auf eine Dame, die mich aus dem Fernsehen kennt. Sie erzählte mir von dem Chaos in ihrem Leben und sagte: „Joyce, ich bin durch das, was ich erleben musste, unter die Räder gekommen.“

Fast ohne nachzudenken antwortete ich ihr: „Ich kenne das aus meinem eigenen Leben, doch mittlerweile habe ich mich entschieden, das Fahrzeug selbst zu fahren.“

Ich wollte nicht oberflächlich sein oder den Eindruck erwecken, ich hätte alles selbst in der Hand. Doch ich erklärte ihr: Wenn die Dinge drunter und drüber gehen, will der Feind, dass wir für den Rest unseres Lebens wie gerädert sind und im Selbstmitleid versinken.

Doch Gott hat einen anderen Plan für uns: Wir sollen aufstehen, auf dem Fahrersitz Platz nehmen und andere, die verletzt am Boden liegen, aufsammeln.

Ja, es gibt Zeiten der Trauer nach einem Verlust oder einer Tragödie, doch wir sollten uns nicht in diesen Dingen verlieren.

Schauen wir uns einmal das Leben von Josef an. Seine Geschichte wird uns in 1. Mose beschrieben.

Als junger Mann hatte Josef große Träume für sein Leben. Doch seine älteren Brüder lehnten ihn ab und verkauften ihn als Sklaven nach Ägypten. Aber Josef weigerte sich aufzugeben. Er fand große Gunst bei seinem Herrn, Potifar, und wurde schließlich als Verwalter in dessen Haus eingesetzt. 

Jahre später ließ Potifar Josef für ein Verbrechen, was er nicht begangen hatte, ins Gefängnis werfen. Doch er gab immer noch nicht auf. Gott schenkte Josef später die Gelegenheit, einen Traum des Pharao zu deuten. Dieser stellte ihn daraufhin als höchsten Mann in Ägypten ein!

Josefs Weg führte ihn buchstäblich aus der Grube hinein in den Palast. Jahre später wurde das Land von einer Hungersnot heimgesucht und der Herr gebrauchte Josef, um nicht nur seine Familie, sondern das ganze Volk Israel zu retten.

In Römer 8,28 lesen wir: 

Eines aber wissen wir: Alles trägt zum Besten derer bei, die Gott lieben; sie sind ja in Übereinstimmung mit seinem Plan berufen.

Die Bibel: Römer 8,28

Wenn wir uns weigern aufzugeben, kann die größte Tragödie unseres Lebens am Ende zum größten Segen für uns werden.

Ich habe bisher meine größten Siege in meinen schwierigsten Zeiten erlebt, in denen ich mich durchkämpfen musste und auf Gottes Hilfe und seinen Trost angewiesen war. Heute bin ich dankbar, dass ich in diesen Zeiten nicht aufgegeben habe, denn dann hätte ich nicht erlebt, wie es ist, anderen Menschen in dem Umfang zu helfen, wie ich es heute tue.

Auch wenn unsere Probleme nie vollständig verschwinden werden, liegt doch alles an deiner inneren Einstellung und wie du auf deine Probleme reagierst. Das bestimmt darüber, inwieweit sich dein Leben und das anderer Menschen verändert.

Wenn du verletzt bist, ermutige ich dich: Geh zu Gott. Er ist die Quelle allen Trosts (2. Korinther 1,3). Verbringe Zeit damit, deine Bibel zu lesen. Bete zu Gott, danke ihm, selbst wenn dir nicht danach zumute ist.

Ja, der Herr gebraucht oft andere Menschen, um uns zu trösten. Doch selbst die Menschen, die uns nahestehen, können uns nicht immer alles geben, was wir brauchen. 

Wenn wir von anderen erwarten, dass sie etwas für uns tun, was nur Gott tun kann, haben wir falsche Erwartungen und werden zwangsläufig enttäuscht. Doch in der Bibel steht, dass diejenigen, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, niemals enttäuscht werden (Jesaja 49,23).

In Psalm 34,19 lesen wir: Der HERR ist denen nahe, die innerlich am Boden liegen. Er hilft denen, die in ihrem Gemüt schier verzagen möchten (Bruns). Er sieht jede Verletzung, jede Versuchung und jede Enttäuschung. Und wenn wir ihn lassen, wird er das Schlechte, was passiert ist, nehmen und etwas Gutes daraus machen.

Liebe Freunde, ich ermutige euch, Gott niemals den Rücken zu kehren. Er ist der Einzige, der deinen Schmerz in seine Hände nehmen kann, um etwas Großartiges daraus zu machen. 

Aus: Joyce Meyer Magazin September 2014

Weitere Texte

Versuche nicht dich aus eigener Kraft zu verändern, sondern finde heraus, wie du dich mit Gottes Hilfe entfalten kannst.
Gott möchte mit dir sprechen. Denn er hat die Antworten auf alle deine Fragen. Lerne seine Stimme zu hören, um
Kennst du Situationen im Leben, die du lieber vermieden hättest? Lass dich von Gott durchs Leben leiten und habe den

Wie finde ich meinen Traum wieder?

Gott kennt keine Hindernisse

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 2 Minuten

Stell dir einmal vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du Gott nicht länger begrenzen und alle Hindernisse, die dir im Weg stehen, überwinden würdest. Du könntest jeden Tag Gottes Wirken erleben, denn er hat gute und große Dinge für dich vorbereitet. 

Frau guckt in einen Busch rein. Joyce Meyer
Gottes Pläne für dich sind größer als jedes Problem und jedes Hindernis.

Wenn ich von großen Dingen spreche, meine ich damit wirklich bedeutsame und unvorstellbar große Dinge, die dein ganzes Leben verändern werden! Ganz gleich ob es um deine Familie, deinen Beruf, deine Gesundheit, deine Beziehungen oder deine Finanzen geht – Gott möchte in jedem Bereich deines Lebens unendlich viel mehr für dich tun, als du je für möglich halten würdest. Ich bete, dass dich das, was du hier liest, dazu veranlassen wird, die Grenzen, die du Gott möglicherweise gesetzt hast, aufzuheben. Weißt du warum? Weil es bei Gott keine Grenzen gibt! Du kannst gar nicht erfassen, wie sehr er dich liebt und wie wunderbar die Pläne sind, die er für dich hat.

Stell dir einmal vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du Gott nicht länger begrenzen und alle Hindernisse, die dir im Weg stehen, überwinden würdest. Du könntest jeden Tag einen noch viel tieferen Frieden und eine noch weit größere Freude erfahren! 

Genau das wünscht sich Gott für dich und das wünsche ich auch dir. Aber ich möchte ganz ehrlich zu dir sein – es wird dir nichts nützen, wenn ich diese Vision für dein Leben habe. Du selbst musst sie haben. Ich habe in meinem Leben mit Gott gelernt, wie wichtig es ist, Gutes zu erwarten und Träume zu haben! Dabei spielt es keine Rolle, wie du aufgewachsen bist, wie alt du bist, wie dein Kontostand aussieht, wie gebildet du bist, was du in der Vergangenheit durchgemacht hast oder in welcher Situation du jetzt gerade steckst – Du kannst träumen.

Setz Gott keine Grenzen, sondern wage es, einen großen Traum zu träumen! Wenn dein Traum im Einklang mit Gottes Wort steht und so groß ist, dass nur Gott ihn verwirklichen kann, dann weißt du, dass es sich lohnt, diesen Traum zu verfolgen!

Joyce Meyer

Ich erinnere mich noch daran, wie Gott mir vor vielen Jahren seinen Traum für mich ins Herz legte. Ich hatte gerade eine Predigtkassette eingelegt, als der Herr zu mir sprach. Er sagte: „Joyce, eines Tages wirst du um die ganze Welt reisen und mein Wort lehren. Und du wirst ein großes Werk leiten.“ Wenn ich davon schreibe, dass ich den Herrn „sprechen hörte“, meine ich damit keine hörbare Stimme – ich spürte es tief in meinem Herzen, und zwar so stark, dass ich keinen Zweifel daran hatte, dass es Gott war, der zu mir sprach. Von diesem Tag an träumte ich von dem, was Gott in meinem Leben und durch mein Leben tun würde.

Es ist so wunderbar, diesen Traum jetzt verwirklicht zu sehen. Gott hat Großartiges für uns getan, denn unsere Fernsehsendungen werden mittlerweile in über siebzig Sprachen übersetzt und in zwei Dritteln der Welt ausgestrahlt. Meine Aufgabe bestand lediglich darin, auf Gottes Stimme zu hören und es zu wagen, im Glauben zu träumen und im Gehorsam vorwärtszugehen. Den „Rest“ hat Gott getan! 

Wenn du deinen Teil tust, wird Gott immer auch den seinen tun. Er fügt dem, was du im Natürlichen tust, das Übernatürliche hinzu und dann geschehen ganz erstaunliche Dinge. Deshalb frage ich dich: Wovon träumst du heute? Worum bittest du Gott? Bittest du ihn um etwas, das so groß ist, dass nur er es tun kann? Fang an zu träumen – male dir im Glauben aus, was Gott tun könnte. Dann wird er dafür sorgen, dass das Wort Erfolg in deinem Leben ganz neue Dimensionen annimmt!

Ich weiß, dass manche von euch jetzt denken: „Joyce, du weißt nicht, was ich durchmache. Meine Situation ist niederschmetternd und ich sehe keine Möglichkeit, wie sich das ändern sollte.“ Nun, in diesem Fall ist es wichtig, dass du deine Blickrichtung änderst. Wende deinen Blick von dem Problem ab und sieh auf Gottes Verheißungen. In 1. Mose 15 lesen wir, wie schwer sich Abram damit tat, sich vorzustellen, dass sein Traum wahr werden könnte. Gott hatte ihm verheißen, dass er der „Vater vieler Völker“ sein würde, aber alles, was Abram sehen konnte, war das Problem: Er und seine Frau hatten keine Kinder und sie waren zu alt, um noch welche zu bekommen. 

Aber Gott lässt sich von unseren Problemen weder einschüchtern noch begrenzen. In 1. Mose 15,5 sagte er zu Abram: „… Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen? So zahlreich werden deine Nachkommen sein!“ Gott wollte nicht, dass Abram auf seine Probleme, seine Grenzen und Umstände sah – er wollte, dass er sich auf ihn konzentrierte und sich die Zukunft ausmalte, die er für ihn geplant hatte. Gott segnete Abram mit der Fähigkeit zu träumen. 

Und genauso wie Gott für Abram einen Traum hatte, hat er auch einen Traum für dich. Du wurdest nicht erschaffen, um unglücklich und entmutigt zu sein und dich mehr schlecht als recht durchs Leben zu kämpfen. Gott, der Schöpfer, hat für seine Kinder viel größere und bessere Dinge vorgesehen! Ich möchte dich mit einem Satz ermutigen, den ich kürzlich auch zu meinen Mitarbeitern gesagt habe: Wenn deine Motivation, im Leben vorwärtszugehen, irgendwann auf der Strecke geblieben ist, solltest du sie jetzt zurückholen!

Das bedeutet schlicht, dass du trotz aller Enttäuschungen, die du in der Vergangenheit erlebt hast, hohe Erwartungen an Gott haben kannst. Erwarte, dass er in dir und durch dich große Dinge tut! Gott liebt es, wenn wir ihm vertrauen und Gutes von ihm erwarten! Unsere Gebetsteams und ich möchten dich darin unterstützen. Wir glauben fest daran, dass Gott Gutes für dich geplant hat und wir möchten dich ermutigen: Fang noch heute an zu träumen.

Denk daran: Gottes Pläne für dich sind größer als jedes Problem und jedes Hindernis, das sich dir in den Weg stellt. Deshalb fürchte dich nicht davor, große Träume zu haben! Was immer es ist – lass uns im Glauben zusammenstehen und darauf vertrauen, dass Gott diesen Traum Wirklichkeit werden lässt. Und übrigens: Du hast nichts verpasst – es ist nicht zu spät für dich. Bei Gott gibt es immer Hoffnung und er hat eine Zukunft für dich, die großartiger ist als alles, was du dir vorstellen kannst.

Es ist nie zu spät, Träume zu haben. Ganz gleich ob du zum ersten Mal träumst oder dich wieder ganz neu auf einen Traum einlässt – Gottes Zeitplan für dein Leben ist immer perfekt.

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Mai 2014

Weitere Texte

Mit Optimismus und Glauben schwere Zeiten überstehen und daran wachsen. Lerne, wie du schwere Zeiten meistern und das Beste aus
Du musst kein Opfer deiner äußeren Umstände sein, denn jeder Tag birgt neue Chancen. Mache das Beste aus ihnen und
Erfahre, wie du deine Vergangenheit hinter dir lassen kannst und zukünftig deinen Wert allein in Jesus erkennst.

Entschlossen das Richtige ansteuern

Verweile nicht in deiner Bequemlichkeit

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Was belastet dich gerade am meisten? Was setzt dich am stärksten unter Druck? Vielleicht hast du Schulden. Vielleicht braucht eine Beziehung Heilung. Vielleicht willst du deinen Lebensstil ändern, mehr Sport treiben und insgesamt besser auf dich achten. Es geht. Es ist nicht unmöglich. Du hast es in der Hand, in welche Richtung sich dein Leben entwickelt.

Zwei Kinder fahren Tretboot. Joyce Meyer
Steuer dein Leben in die Richtung, die Gott für dich bestimmt hat.

Dave und ich sind begeistert von dem, was Gott weltweit tut! Wir dürfen erleben, wie sich Menschen durch Gottes Wort verändern und sehen, wie durch unseren christlichen Hilfsdienst – Hand of Hope – überall in der Welt Menschen von Grund auf verändert werden. All das löst in uns eine unbeschreibliche Dankbarkeit aus, Gott und auch dir/unseren Partnern/unseren Unterstützern gegenüber. Diese Arbeit erfordert viel Zeit, Kraft, Ressourcen, Kreativität, Gebete und Entschlossenheit.

Wenn ich an all die wunderbaren Dinge denke, die Gott für uns tut, dann kommt mir etwas in den Sinn, was ich gelernt habe und das sicher auch dir weiterhelfen wird: Nur zu hoffen, dass eine Situation oder eine Sache besser oder anders wird, wird nichts verändern und nichts bewirken.

Wenn sich etwas ändern soll, müssen wir dem entgegentreten, was uns behindert – alle Ablenkungen, alle Anfechtungen des Feindes, alle Gründe, warum es nicht gehen kann und alles andere, was uns zurückhält. Wenn Gott uns sagt, dass etwas möglich ist, ist es unsere Aufgabe, ihm darin ganz bewusst zuzustimmen.

Wir alle haben in unserem Leben schon Enttäuschungen erlebt. Wir sind verletzt worden. Wir kennen Schmerz, Druck, Nöte und Widrigkeiten. Wir kennen das Gefühl, dass sich alles im Leben gerade gegen einen stellt.

Ob es dir jetzt gut geht oder du eine schwierige Situation erlebst – wir alle wissen, dass es im Leben immer wieder Zeiten gibt, in denen man das Gefühl hat, dass sich alles gegen einen verschworen hat. Und solche Zeiten wird es immer geben. Hier auf dieser Erde kann keiner von uns darüber entscheiden, ob er Schmerz und Not erleben will oder nicht. Aber das bedeutet nicht, dass du hilflos bist. Du musst nicht dasitzen und zuschauen, wie das Leben mit dir umspringt. Gott hat dich nicht als Fußabtreter geschaffen, auf dem man herumtrampeln und über den man einfach hinweggehen kann. Er hat dich nicht als Wetterfahne geschaffen, die sich ständig dreht und die Richtung wechselt, sobald der Wind von einer anderen Seite bläst.

Nein, Gott gibt dir etwas unglaublich Mächtiges: Er schenkt dir seine Kraft und Stärke, damit du dich den Schwierigkeiten in deinem Leben entgegenstellen und sie überwinden kannst! Durch Wünsche und Hoffnungen wird sich dein Leben nicht verändern. Aber Gottes Kraft und deine Entschlossenheit, auf Kurs zu bleiben, egal was geschieht, lassen Veränderungen möglich werden.

  • Wenn das Leben sich gegen dich stellt …
  • Wenn das Leben dich in die Ecke drängt …
  • Wenn das Leben dir die Freude raubt …
  • Wenn das Leben dich vom Besten fernhält, das Gott für dich bereithält …

… dann stemm dich dagegen! Hör auf, nur zu hoffen und zu wünschen. Fang an, dich gegen die Schwierigkeiten zu stemmen!

Gott fordert dich auf, dich gegen das zu stellen, was dich unter Druck setzt. Das kann kein anderer für dich tun. Und wenn du dich nicht gegen den Wind stemmst, wirst du nie auf die andere Seite des Sturms kommen.

Dir muss bewusst werden, dass Veränderung wichtiger ist als deine Bequemlichkeit oder die Zufriedenheit mit dem Istzustand.

Der Apostel Paulus formuliert das so (und als er das schrieb, war er wegen seines Glaubens gerade im Gefängnis):

Es ist also nicht etwa so, dass ich das alles schon erreicht hätte und schon am Ziel wäre. Aber ich setze alles daran, ans Ziel zu kommen und von diesen Dingen Besitz zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat.

Die Bibel: Philipper 3,12

Paulus war entschlossen, sich gegen die Schwierigkeiten zu stemmen und den Verheißungen Gottes nachzujagen. Er wollte nicht zulassen, dass ihn irgendetwas davon abhielt, das zu ergreifen, was Jesus Christus für ihn vorgesehen hatte. Genau diese Einstellung solltest du auch haben.

Ich wünsche dir, dass du sagen kannst: „Gott, ich habe es satt, hier festzustecken und mich unterlegen zu fühlen. Ich will deine Pläne und Ziele für mein Leben kennenlernen und ich will ihnen nachjagen.“

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum du glauben und dich gegen den Wind stemmen solltest, damit sich etwas ändert? Was mich immer wieder ermutigt, den Schwierigkeiten die Stirn zu bieten und Gottes Plänen nachzujagen, ist Gottes Versprechen, uns zu belohnen. Gott hat uns so viele wunderbare Versprechen gegeben. 

In Hebräer 12,11 steht: „Mit strenger Hand erzogen zu werden tut weh und scheint zunächst alles andere als ein Grund zur Freude zu sein. Später jedoch trägt eine solche Erziehung bei denen, die sich erziehen lassen, reiche Früchte: Ihr Leben wird von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sein“ (NGÜ). Ob deine Schwierigkeiten finanzieller, zwischenmenschlicher oder gesundheitlicher Natur sind – was auch immer es sein mag: Stemm dich ihnen entgegen. Gott wird dich dafür belohnen!

Dave und ich möchten dir sagen, dass wir dich sehr schätzen. Wir glauben, dass Gott noch viele großartige Dinge mit dir vorhat.

Und ich möchte dir Mut machen, heute einen ersten Schritt zu gehen, dich den Schwierigkeiten entgegenzustemmen und dem Guten nachzujagen, das Gott für dein Leben vorgesehen hat. Dieser Augenblick könnte zu einem ganz besonderen Moment mit Gott werden. Schieb ihn nicht auf. Dafür ist er zu wichtig.

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Juli 2014

Weitere Texte

Worüber du nachdenkst, ist entscheidend für die Qualität deines Lebens. Wenn du negative Gedanken hast, die nicht im Einklang mit
Falls du unglücklich bist, solltest du dies schnell ändern. Entscheide dich heute glücklich zu sein und dein Leben zu lieben.
Wir dürfen jeden Tag aufs Neue darauf vertrauen, dass Gott unseren Nöten begegnet. Denn wahres Glück ist unabhängig nicht von

Entdecke, wer du bist

Erfüllt von der Liebe Gottes

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 2 Minuten

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du Dinge in deinem Leben verändern kannst? Eines kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen: Wenn du dir in bestimmten Bereichen deines Lebens Veränderung wünschst, fang an, intensiv die Bibel zu lesen.

LEGO Figur mit mehreren Köpfen. Joyce Meyer
Täglich können wir uns dafür entscheiden, wer wir sein wollen und wie wir durchs Leben gehen.

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit der Bibel und ich weiß, dass sie mein Leben vollkommen umgekrempelt hat. Ich bin ein lebender Beweis dafür, dass Gottes Wort Kraft hat.

In letzter Zeit verspüre ich den tiefen Wunsch in mir, dass auch andere Menschen intensiv die Bibel lesen und nicht nur sporadisch mal reinschauen. Es ist unglaublich, was man alles in einem Vers entdecken kann, wenn man sich wirklich Gedanken darüber macht.

Ich finde den Epheserbrief einfach großartig. Was mir am besten gefällt, ist die Tatsache, dass er in zwei Teile unterteilt werden kann. In den ersten drei Kapiteln erfahren wir, wer wir durch Jesus sind, wie sehr er uns liebt und was für wunderbare Dinge er für uns getan hat. Zum Beispiel lesen wir in Epheser 1,4: 

Denn in Christus hat er uns schon vor der Erschaffung der Welt erwählt mit dem Ziel, dass wir ein geheiligtes und untadeliges Leben führen, ein Leben in seiner Gegenwart und erfüllt von seiner Liebe.

Die Bibel: Epheser 1,4

Gott hat uns schon erwählt, bevor die Welt überhaupt existierte!
Und in den nächsten drei Kapiteln spricht Paulus darüber, wie wir Christen uns verhalten sollen. Er beginnt mit den Worten: Keiner soll sich über den anderen erheben. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um (Epheser 4,2; NGÜ).

Die Reihenfolge ist sehr interessant: Paulus beginnt nicht mit unserem Verhalten, sondern mit unserer Beziehung zu Gott. Sobald wir tief in unserem Inneren wissen, wer wir durch Jesus sind und wie sehr er uns liebt, wird auch unsere Liebe zu ihm größer. Und wenn unsere Liebe zu ihm zunimmt, werden wir unser Verhalten als Antwort auf seine Liebe ändern wollen.

Dazu brauchen wir allerdings die Hilfestellung, die uns in der Bibel angeboten wird. Wir können uns nicht durch unsere eigene Anstrengung ändern. Unser Motiv muss stimmen. Wir sollten Veränderung wollen, um Gott zu gefallen. Unsere Beziehung zu Gott muss an erster Stelle stehen. Doch es braucht Zeit und eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes, damit sich eine enge Beziehung zu Gott entwickelt.

Wenn du dir Veränderung wünschst und herausfinden möchtest, wer du durch Jesus bist, kannst du damit beginnen, indem du dich mit den folgenden Bibelversen aus dem Ephersbrief beschäftigst. 

Eines kann ich dir sagen: Wenn du intensiv die Bibel liest und Zeit mit Gott verbringst, gibt es nichts, was Gott nicht in deinem Leben verändern könnte.

Verwurzelt in Jesus – Wer wir sind

  • von Gott geliebt und erwählt | Eph 1,4
  • Gottes Kinder | Eph 1,5
  • Erlöste, denen vergeben wurde | Eph 1,7
  • von Gott mit dem Heiligen Geist versiegelt | Eph 1,13
  • lebendig gemacht | Eph 2,1
  • errettet aus Gnade | Eph 2,8
  • Gottes Meisterstück | Eph 2,10
  • Gott nahe | Eph 2,13
  • Teil der Familie Gottes | Eph 2,19
  • zuversichtlich | Eph 3,12

Aufblühen in Jesus – Unser Verhalten und innere Einstellung 

  • demütig und friedfertig | Eph 4,2
  • freundlich und geduldig | Eph 4,2
  • erneuert im Denken | Eph 4,23
  • wir haben aufkommende Wut unter Kontrolle | Eph 4,26
  • unsere Worte sind ermutigend | Eph 4,29
  • unser Handeln ist von Liebe bestimmt | Eph 5,2
  • achtsam und zielgerichtet | Eph 5,15
  • dankbar | Eph 5,20
  • ausdauernd im Gebet | Eph 6,18

Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2016

Weitere Texte

Wut und Ärger erfährt jeder mal im Leben. Doch du kannst lernen, wie du mit diesen Situationen umgehst und sie
Pflege die Gemeinschaft mit Gott und genieße das Leben, das Gott für dich bereithält.
Angst kann unerwartet und alltäglich auftauchen. Es ist wichtig, Angst zu erkennen, damit wir gleich gegen sie angehen können. Denn

Dein Alter ist nur eine Zahl

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Hast du schon einmal in den Spiegel geschaut und gedacht: Die Falten kommen! Die Falten kommen! Noch nicht? Aber irgendwann wird es soweit sein. Daher möchte ich dich ermutigen, bei folgendem weisen Sprichwort anzufangen: „Am Ende zählen nicht die Jahre in deinem Leben, sondern das Leben in deinen Jahren.“

Drei Frauen unterschiedlichen Alters machen zusammen ein Foto und schauen fröhlich in die Kamera. Joyce Meyer
Egal wie alt du bist, es ist nie zu spät, sich jung zu fühlen.

Ich bin seit diesem Monat 78 Jahre alt, aber ich fühle mich nicht alt und benehme mich auch nicht so. Ich führe ein aktives, ausgefülltes Leben. Ich achte gut auf mich und tue viel dafür, denn ich möchte so lange durchhalten, wie ich kann.

Das erste Mal, dass ich überhaupt merkte, dass ich alt werde, war der Tag, an dem ich eine Zusatz-Krankenversicherung für ältere Menschen abschloss. Ich konnte kaum glauben, dass ich da im Büro der Versicherung saß! Es fühlte sich unwirklich an, so als schaute ich einen Film über das Leben einer anderen Person. Aber ich war es, Joyce, die dort saß, und ich musste erkennen, dass ich einfach nicht mehr so jung war, wie ich mich fühlte.

Ich bin froh, dass ich mich nicht alt fühle. Und ich hoffe und bete, dass das nie der Fall sein wird. Inzwischen habe ich in meinem Leben täglich mit dem Älterwerden zu tun, doch ich weigere mich, mich alt zu fühlen und zu denken, ich sei mit dem Leben fertig. In Psalm 92,13 und 15 heißt es: 

Die Gottesfürchtigen werden gedeihen wie Palmen und wachsen und stark werden wie die Zedern auf dem Libanon. ... Noch im hohen Alter werden sie Frucht bringen und werden grün und lebendig bleiben.

Die Bibel: Psalm 92,13 & 15

Ich vertraue Gott, dass er dieses Versprechen in meinem Leben wahr macht, und ich hoffe, du wirst ebenfalls darauf vertrauen, dass er das Gleiche in deinem Leben bewirkt.

Frage dich immer: Was kann ich tun?

Mit den Jahren kann es sein, dass du nicht mehr alles kannst, was du früher konntest. Doch du kannst immer etwas tun. Und es ist wichtig, sich darauf zu konzentrieren, was man kann, und nicht auf das, was man nicht kann.

Beispielsweise kann ich im Fitnessstudio nicht mehr so schwere Gewichte stemmen wie noch vor 15 Jahren. Aber ich tue, was ich kann. Früher trug ich Neun-Zentimeter-Pfennigabsätze, heute trage ich bequeme Schuhe, die trotzdem modisch aussehen.

Wie ist es bei dir? Sind dir in den letzten fünf oder zehn Jahren Veränderungen an deinem Körper oder deinen Fähigkeiten aufgefallen? Hast du dich in deinem Lebensstil umgestellt, wie du es noch vor wenigen Jahren nicht getan hättest?

Paulus schreibt: 

Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.

Die Bibel: Philipper 4,13

Das heißt, wir können alles tun, was er von uns möchte, nicht alles, was wir wollen. Im Verlauf des Älterwerdens sollten wir uns also nicht über das ärgern, was wir nicht mehr können, sondern uns bewusst dazu entscheiden, froh über das zu sein, was wir immer noch können … und ich bin dankbar für meinen Mann Dave, denn er ist ein wunderbares Beispiel dafür.

Aufs Glücklichsein eingestellt

Zu sagen, dass Dave gern Golf spielt, wäre eine riesige Untertreibung. Er liebt Golf, ganz gleich, ob er spielt oder nur trainiert. Er schaut sich auch gern Golfspiele an und liest Golf-Zeitschriften. Mir fällt im Zusammenhang mit Golf nichts ein, was Dave nicht mag! Ich habe ihn gefragt, wie es ihm wohl damit gehen würde, wenn er nicht mehr Golf spielen könnte, und seine Antwort lautete: „Ich habe schon darüber nachgedacht und mich entschieden, trotzdem glücklich zu sein und mir andere Beschäftigungen zu suchen.“


Daves Bemerkung steht für eine gesunde Einstellung zum Altern, die uns erlaubt, in jeder Lebensphase glücklich zu sein. Wenn man über etwas, das man mag, nachdenkt und sich dabei bereits sagt: „Ich werde sehr unglücklich sein, wenn ich das aufgeben muss“, dann programmiert man damit traurige Zeiten vor. Man kann diese schwierigen Tage vermeiden und stattdessen Freude an der Zukunft finden, wenn man einfach sein Denken über die Veränderungen ändert, die man mit zunehmendem Alter wird vornehmen müssen.


Sich auf das konzentrieren, was man hat, statt auf das, was man nicht hat: diese Gewohnheit zu entwickeln, ist etwas Wunderbares. Das Älterwerden ist ein normaler Teil des Lebens, und wer die richtige Einstellung dazu schon früh im Leben entwickelt, dem wird es später nützen. Denn auch deine letzten Lebensjahre können und sollen schön sein. Jemand sagte einmal: „Meine Falten sind ein Abbild meiner Erinnerungen.“ Das gefällt mir!

Bewusst in Bewegung bleiben

Ein sehr guter praktischer Rat, den ich dir geben kann ist, so lange wie möglich so viel wie möglich zu tun. Ich habe gehört, je mehr wir uns bewegen, umso mehr können wir uns bewegen, und je weniger wir uns bewegen, umso weniger können wir uns bewegen. Darum stehe ich, selbst wenn ich konzentriert am Schreibtisch arbeite, ungefähr einmal pro Stunde auf und bewege mich. Ich gehe durchs Haus und mache ein paar Dehnübungen, sodass mein Körper nicht steif wird.


Wir sollten alles bewegen, was beweglich ist! Als ich mich von meinen Hüftoperationen erholte, machte ich Übungen für den Oberkörper mit Gymnastikbändern aus Gummi. Ich wollte nicht aufhören, mich zu bewegen!


Ich möchte dich ermutigen, das „Ich kann nicht“ aus deinen Gedanken und Gesprächen zu verbannen. Statt zu sagen „Ich kann nicht“, probiere es mit: „Es wäre nicht klug, wenn ich das an diesem Punkt meines Lebens tue.“ Wenn du Menschen zu oft sagst, dass du dieses oder jenes nicht mehr kannst, weil du alt bist, wirst du bei dir selbst und bei ihnen genau diesen Eindruck bleibend hinterlassen.

Keiner von uns weiß sicher, wie viele Jahre er noch leben wird, aber eines ist sicher: Eine gesunde Einstellung wird all diese Jahre lebenswert machen. 
Wenn du dich auf jede Phase deines Lebens mit neuer Hoffnung einlässt, glaube ich, dass auch deine letzten Lebensjahre absolut wundervoll sein können!

Dein nächster Schritt: 

Frage dich: Werde ich mich „alt“ machen lassen oder würdevoll, bewusst und weise altern und Gott erlauben, mich in jeder Phase meines Lebens zu gebrauchen? 

Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2021

Weitere Texte

Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Leben etwas chaotisch ist? Gott kann selbst aus deinem Chaos Gutes entstehen lassen.
Falls du unglücklich bist, solltest du dies schnell ändern. Entscheide dich heute glücklich zu sein und dein Leben zu lieben.
Streitereien schaden Familien und Beziehungen. Entscheide dich Freiraum für Gottes Wirken in dein Leben zu geben und lerne dadurch mit

Augen auf und durch!

Stell dich deiner Angst - gemeinsam mit Gott

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 4 Minuten

Angst kann in unserem Leben in vielen Gestalten auftreten. Sie kann uns zögerlich, unsicher und zweifelnd machen. Sie kann eine Form von Sorge und Unruhe annehmen und uns körperlich extrem beeinträchtigen. Und Angst, die von vergangenen Ereignissen wie Misshandlung, Missbrauch oder leidvollen Umständen herrührt, kann jahrelang fortbestehen, sich negativ auf unsere Beziehungen auswirken und plötzlich auftauchen, wenn wir es am wenigsten erwarten.

Frau schaut grübelnd in die Ferne. Joyce Meyer
Die gute Nachricht ist: so muss es nicht bleiben! Lerne heute, dich deiner Angst zu stellen.

Woher kommt nun die Angst?

Es ist wichtig zu wissen, dass Angst ihren Ursprung nicht bei Gott hat. Die Bibel sagt uns:

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Die Bibel: 2. Timotheus 1,7

Gott wünscht sich, dass wir frei von Angst leben und ein großartiges, erfüllendes Leben führen.

Angst ist eine Waffe unseres Feindes, des Teufels. Er setzt sie ein, um uns zu hindern, voranzugehen und uns an dem Leben zu erfreuen, das Gott für uns bereithält. Insbesondere, wenn etwas Negatives geschieht, will der Feind,dass wir uns auf jedes „Was-wäre-wenn“ konzentrieren und unser Leben mit Unsicherheit füllen. Er will unsere Aufmerksamkeit von Gottes Liebe und Treue wegziehen.

Der Teufel will, dass wir ängstlich zurückschrecken und ein begrenztes, nutzloses Leben führen. Gott hingegen wünscht sich, dass wir frei von den Auswirkungen der Angst leben und ein großartiges, erfüllendes Leben führen. Er will, dass wir Freiheit und Kreativität genießen, ungehindert von Angst.

Angst im Alltag erkennen

Ich glaube, wir kämen ins Staunen, wenn wir wahrnehmen würden, wie oft unsere Umstände und Reaktionen Menschen gegenüber in Angst wurzeln. Wir würden außerdem eine Menge über uns selbst lernen.

Mitunter reagieren Menschen ihr Leben lang auf Situationen in einer Weise, die sie davon abhält, der Mensch zu sein, der sie in Wirklichkeit sein sollten. Sie erkennen nie, dass ihr Leben sich leer anfühlt, weil sie ihre Entscheidungen von der Angst haben diktieren lassen.

Vielleicht wünschst du dir ja ein Kind, aber du hast Angst, keine gute Mutter zu sein, also schiebst du das Kinderkriegen immer weiter hinaus. Oder vielleicht träumst du davon, ein Buch zu schreiben, doch die Angst, jemand könnte deine Arbeit schlecht finden, hält dich davon ab, es überhaupt zu versuchen. Vielleicht ist es sogar etwas so Einfaches, wie eine andere Haarfarbe auszuprobieren – du hast Angst, dass sie dir doch nicht gefällt, also begnügst du dich einfach damit, alles so zu lassen, wie es ist.

Angst taucht nicht nur in großen Dingen auf. Angst lauert ständig und hofft auf eine Gelegenheit, dein Leben zu bestimmen, selbst wenn sie nur ein vages Gefühl des Schreckens oder Zweifels hervorruft.

Vielleicht befindest du dich mit einigen Freunden in einem guten Gespräch und plötzlich trifft eine andere Person zu eurer Gruppe hinzu und du fühlst dich sofort eingeschüchtert. Wenn das geschieht, ist die Angst daran schuld.

Oft kann eine ängstliche Reaktion mit einem bestimmten Persönlichkeitstyp verbunden sein, der dich an jemanden erinnert, der dich früher einmal verletzt hat. Oder vielleicht findest du, dass die Person, die dich einschüchtert, besser aussieht oder gebildeter ist als du. Und das verunsichert dich. Die Wahrheit ist: Du kannst dich aus allen möglichen Gründen eingeschüchtert fühlen, doch keiner dieser Gründe muss überhaupt etwas mit der anderen Person zu tun haben.

Wahrer Mut bedeutet, angesichts der Angst dennoch den nächsten Schritt zu gehen

Wenn wir nicht verstehen, wie Angst „funktioniert“, kann es sogar sein, dass wir anfangen, andere für unser Unbehagen verantwortlich zu machen, obwohl sie nichts falsch gemacht haben! Wenn du dich eingeschüchtert oder verunsichert fühlst, solltest du am besten Gott fragen, was los ist, und dann darauf warten, dass er zu dir spricht und es dir zeigt. Vielleicht dauert es etwas, bis du eine Antwort erhältst, doch Gottes Wort verspricht dir, die Wahrheit zu finden. Und diese Wahrheit wird dich frei machen (siehe Johannes 8,32).

Sich der Angst stellen

Angst kann unerwartet auftauchen. Darum sollten wir es uns unter anderem zum Ziel machen, sie zu erkennen, damit wir gleich gegen sie angehen können. Ich glaube, allzu oft gewöhnen wir uns an etwas und finden uns einfach damit ab, obwohl wir uns mit diesen Dingen auseinandersetzen und sie überwinden sollten.

Neulich wachte ich mitten in der Nacht auf und hatte Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Nach zwei solchen Nächten ging ich mit einer Art vagen Befürchtung zu Bett, dass dies wieder geschehen könnte. Und tatsächlich war es so. Nach drei Nächten, die exakt gleich verliefen, erinnerte Gott mich daran, dass ich beten und dem Teufel, dem Ursprung aller Angst, widerstehen konnte. Gottes Wort zufolge sollte der Schlaf der Gerechten erquickend sein (siehe Sprüche 3,24). Sofort betete ich und schlief wieder ein und habe seitdem keine Probleme mehr damit.

Angst kann uns alles rauben, wenn wir es zulassen. Ob wir im Glauben oder in Angst leben wollen, ist eine Entscheidung, die wir in unserem Leben viele Male treffen müssen. Ich finde es keine Übertreibung zu sagen, dass wir diese Entscheidung täglich treffen müssen.

Das ist Mut. Und wahrer Mut bedeutet, angesichts der Angst dennoch den nächsten Schritt zu gehen. Man verspürt Angst, aber man entschließt sich mit Gottes Hilfe, sich ihr zu stellen und trotzdem vorwärtszugehen.

In Galater 5,1 heißt es:

So hat uns Christus also wirklich befreit. Sorgt nun dafür, dass ihr frei bleibt, und lasst euch nicht wieder unter das Gesetz versklaven.

Die Bibel: Galater 5,1

Der Teufel ist äußerst gerissen und gibt nicht so leicht auf. Ich nehme an, dass er nie ganz die Hoffnung aufgibt, uns doch zurück in die Sklaverei ziehen zu können. Darum müssen wir wachsam leben und bereit sein, die Dinge zu erkennen, die uns unsere Freiheit in Christus stehlen, und ihnen sofort entgegentreten.

Schritt für Schritt, Tag für Tag

Lass dich keinen einzigen Tag mehr von der Angst gängeln. Öffne Gott dein Herz und er wird dir die Wahrheit zeigen und sein Licht in die Bereiche deines Lebens strahlen lassen, die du nicht verstehst. Wenn du Angst erkennen kannst und lernst, wie sie wirkt, kannst du frei von ihr werden.

Einer meiner liebsten Bibelverse ist Psalm 34,5. Dort heißt es:

Ich betete zum Herrn, und er antwortete mir und befreite mich von allen meinen Ängsten.

Die Bibel: Psalm 34,5

Dein nächster Schritt

Verbringe Zeit mit Gott und bitte ihn, die Bereiche deines Lebens aufzudecken, die noch von Angst beeinflusst sind. Bitte ihn, deinen Glauben zu stärken und dir den Mut zu geben, dich deinen Ängsten zu stellen. Gehe Schritt für Schritt in ein Leben der Freiheit.

Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2020

Weitere Texte

Finde die innere Erfüllung, nach der du dich sehnst. Lass Gott in dein Leben und lerne ihn kennen.
Leid und Schmerz werden uns häufig von Menschen zugefügt, die selbst tief verletzt sind. Joyce Meyer sagt immer: Verletzte Menschen
Beten ist weder kompliziert noch anstrengend, es ist etwas Wunderbares. Vertraue darauf, dass Gott dich hört, wenn du betest.

Wage zu träumen

Gott hat dir große Träume ins Herz gelegt

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Hast du einen Traum? Ich finde, eine der besten Möglichkeiten, unseren Alltag besser zu machen, sind große, kühne und von Glauben erfüllte Träume. Man kann davon träumen, was die Zukunft bringt oder welche neuen Dinge man mit Gottes Hilfe erreichen kann. Dabei sollte man nie vergessen, was in Gottes Wort steht: „Er kann viel mehr tun, als wir uns je vorstellen oder erträumen könnten“ (siehe Epheser 3,20).

Frau sieht verträumt in die Ferne und lächelt.
Wovon würdest du träumen, wenn du für einen Moment alle Zweifel ausblendest?

Doch um einen Traum zu verwirklichen – eine neue berufliche Laufbahn, eine stärkere Ehe, große Dinge für unsere Kinder –, ist es wichtig, die eigene Einstellung zu prüfen und anzupassen. Wenn du deine Einstellung von pessimistisch zu optimistisch veränderst, von Angst zu Glauben, bist du auf dem besten Weg zu erleben, wie deine Träume wahr werden.

Wenn du zum Beispiel versucht bist zu denken: Das ist zu schwer, oder: Ich bin zu alt, dann erinnere dich daran, dass deine „Flughöhe“ von deiner Einstellung abhängt.
Statt „Das kann ich nicht“ entscheide dich zu denken: Alles ist mir möglich durch Christus (Philipper 4,13) Statt „Das ist unmöglich“ denke: Bei Gott ist alles möglich (Matthäus 19,26) Statt „Was, wenn das nicht funktioniert?“ denke: „Was, wenn es funktioniert?“ (siehe Hebräer 11,1)

Die Wahrheit ist: Immer, wenn du einem Traum folgst, den Gott dir ins Herz gelegt hat, hast du auch eine Rolle in dessen Verwirklichung zu spielen. Du wirst planen müssen. Du wirst Opfer bringen müssen. Und an Tagen, an denen du am liebsten aufgeben würdest, wirst du durchhalten müssen.

Doch Gott wird nie etwas von dir verlangen, wozu er dir nicht die Fähigkeit schenkt. Und die gute Nachricht ist: Wenn deine Kraft nicht auszureichen scheint, reicht Gottes Kraft aus. Wenn du deinen Teil tust, wird Gott in Treue den seinen tun. Also gib deinen Traum nicht auf, wenn du dich zu schwach oder unfähig fühlst. Denk daran, dass Gott uns in 2. Korinther 12,9 verspricht:

„Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.“

Die Bibel: 2. Korinther 12,9

Als ich mit meinem Dienst begann, hatte ich den großen Traum, jedem leidenden Menschen auf dem Planeten zu helfen, indem ich Gottes Wort lehrte. Meine Arbeit wuchs durchaus, aber es geschah nicht über Nacht und kostete viel Arbeit. Es gab Veranstaltungen mit enttäuschend wenigen Teilnehmern. Und es gab Zeiten, in denen wir uns fragten, woher das nötige Geld kommen sollte. Doch statt der Entmutigung nachzugeben (und das wäre leicht gewesen), blieben wir am Ball.

Wir arbeiteten hart und taten im Gehorsam Gott gegenüber alles, was er uns ans Herz gelegt hatte – und Gott tat, was wir nicht konnten. Wenn sich eine Gelegenheit, an einer Stelle zu arbeiten, zerschlug, öffnete sich eine bessere Tür. Jedes Mal, immer wieder, reichte Gottes Gnade aus.

Das Gleiche gilt auch für dich. Wenn du Gott deinen Traum in die Hände gelegt hast und bereit bist, deinen Teil zu tun, um ihn zu verwirklichen, wird Gott das tun, was du nicht kannst. Genau das ist Gnade – Gottes unverdientes Wohlwollen und die Kraft Gottes, mit Leichtigkeit das zu tun, was man aus eigener Kraft nie schaffen könnte.

Gottes Wort ist voller großer Träume und wagemutiger Träumer. Natürlich wissen wir, dass Gott in vielen Fällen durch tatsächliche Träume zu Menschen gesprochen hat; doch ich denke auch gern an die Träume, die die Helden der Bibel bestimmt im Herzen trugen:

Nachdem David von Samuel gesalbt worden war, während er noch bei seinem Vater als Schafhirte arbeitete, träumte David sicher davon, wie es sein würde, König zu sein.
Als Josef den bunten Mantel trug, träumte er gewiss davon, was dieses Wohlwollen über seinem Leben bedeuten könnte.

Maria, die mit dem Messias schwanger war, träumte sicher von den kommenden Freuden des Mutterseins.
Paulus, der mit dem Schiff von Stadt zu Stadt reiste, träumte bestimmt davon, wie die junge Kirche sich entwickeln würde.

Große Träume zu träumen gehört zu unserer geistlichen „Erbmasse“. Es ist in der Hoffnung verwurzelt und wird vom Glauben angetrieben. Gott erlaubt uns nicht nur zu träumen, er hat uns dazu geschaffen, groß zu träumen, groß zu denken, uns Großes vorzustellen und große Pläne für unser Leben zu schmieden.

Deswegen möchte ich dich heute ermutigen: Wage zu träumen. Träume davon, wohin Gott dich führen kann. Träume davon, was Gott dir beibringen kann. Träume davon, wie Gott deine Situation verändern kann. Träume davon, wie hoch du steigen und wie vielen Menschen du helfen kannst. Wenn du anfängst zu träumen, wirst du merken, wie du an Freude gewinnst. Bitte Gott, dir einen Traum zu schenken, der nicht nur für dein Leben ein Segen ist, sondern auch für das Leben anderer. Und dann tu – einen Schritt nach dem anderen – das, was er dir aufs Herz legt, und vertraue darauf, dass er den Rest tun wird.

Aus: Joyce Meyer Magazin März 2020

Weitere Texte

Streitereien schaden Familien und Beziehungen. Entscheide dich Freiraum für Gottes Wirken in dein Leben zu geben und lerne dadurch mit
Dort wo du denkst, dass dein Leben zu kompliziert sei, kannst du dich vom Heiligen Geist leiten lassen.
Sich selbst zu akzeptieren heißt, sich selbst zu mögen und zu respektieren. Denn deine innere Einstellung hat Einfluss auf deine
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