Andere lieben wie Gott

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Das Wichtigste, über das ein Christ sich Gedanken machen sollte, ist, seinen Nächsten zu lieben. Doch da liegt oft schon das Problem. Nachdem wir unser Leben Jesus anvertraut haben, werden wir zwar gleich damit konfrontiert, unsere Mitmenschen lieben zu sollen. Aber irgendwie kriegen wir es nicht hin. Und so denken wir, dass mit uns etwas nicht stimmt. Im Grunde ist es aber so, dass man erst gewisse Schritte gegangen sein muss, bis man dahin kommt, andere lieben zu können.

Gehweg mit roten Herzen

Schritt für Schritt in Gottes Liebe leben lernen

Zuerst einmal brauchen wir eine Offenbarung darüber, wie sehr Gott uns liebt. Es reicht nicht, nur zu wissen, dass Gott uns liebt. Man muss seine Liebe selbst erleben und für sich annehmen.

Zweitens ist es wichtig zu lernen, sich selbst zu lieben. Anders gesagt: Bist du glücklich mit dir selbst, so wie Gott dich geschaffen hat? Oder versuchst du so zu sein, wie die Menschen um dich herum dich deiner Meinung nach sehen wollen?

Drittens sollten wir lernen, wie man Gott liebt. Gott zu lieben bedeutet vor allem eins: Gehorsam. Jesus sagte: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten (Johannes 14,15). Wenn wir seine Liebe empfangen haben, ist es nur natürlich auch zu tun, was er uns sagt.

Jetzt wollen wir uns jeden der drei Schritte genauer ansehen, um zu erfahren, wie wir ganz in der Liebe Gottes leben können.

Schritt 1: Die Liebe Gottes selbst erleben 

Viele Menschen singen das Lied „Jesus liebt mich ganz gewiss, denn die Bibel sagt mir dies“, ohne die tiefe innere Gewissheit zu haben, dass Gott sie wirklich liebt. Wenn alles in ihrem Leben glatt läuft, glauben sie zwar, dass Gott sie liebt. Doch wenn es schwierig wird, fragen sie sich, wo Gott ist und ob er sie überhaupt jemals geliebt hat.

In unserem Kopf wissen wir vielleicht, dass Gott uns liebt. Doch es ist wichtig, dass es auch vom Kopf ins Herz rutscht. Nur dort wird es zur Gewissheit. Dann ist es egal, was der Feind uns erzählen will, was andere vielleicht sagen oder wie unsere Umstände sind – wir wissen es einfach. Und wir wissen es so fest, dass uns diese Gewissheit nicht mehr geraubt werden kann.

Wie wird aus Kopfwissen eine innere Gewissheit? Ich glaube, dass wir uns Zeit nehmen müssen, Gott zu begegnen und seine Liebe anzunehmen.

Du weißt bestimmt, wie gerne Schweine sich im Schlamm wälzen. Ihr Aussehen ist ihnen dabei egal. Sie waten einfach hinein und wälzen sich, bis sie über und über mit Schlamm bedeckt sind. Genauso sollten wir uns die Zeit nehmen, uns in Gottes Liebe zu wälzen. Wir sollten uns ganz von ihr durchtränken lassen und sie in uns aufsaugen.

Viele Menschen versuchen perfekt zu sein und wollen sich damit Gottes Liebe verdienen. Doch Gott ist Liebe. Er möchte, dass wir einfach ein Gefäß für seine Liebe sind und sie als Geschenk in uns aufnehmen.

Schritt 2: Sich selbst lieben lernen

Es gibt Menschen, die viel für andere tun, aber nichts für sich selbst. Das ist nicht richtig, es fehlt die Balance. Diese Menschen gehen mit sich selbst nicht gut um und haben oft das Gefühl, wertlos zu sein.

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum wir uns selbst gegenüber negativ eingestellt sein können. Vielleicht bist du in einer Familie aufgewachsen, in der deine Eltern dir nie etwas geschenkt haben. Vielleicht wurdest du auch ständig von ihnen beschimpft. Es kann sein, dass du missbraucht wurdest und immer dachtest, es sei deine eigene Schuld.

Gottes Liebe ist die beste Medizin für jedes blutende Herz. Wenn du in deinem Leben missbraucht oder misshandelt wurdest, möchte ich dir sagen, Gott liebt dich. Vielleicht verstehst du nicht, warum dir diese furchtbaren Dinge passiert sind. Doch wer Gott liebt und von ihm gerufen worden ist, dem werden alle Dinge – auch die schlechten – zum Besten dienen (siehe Römer 8,28).

Es ist sehr wichtig, dass du lernst, dich so zu lieben, wie du bist. Fang an, dich selbst zu verwöhnen, du hast es wirklich verdient. Das ist sogar wichtig für dich, damit du gesund und innerlich ausgeglichen bist. Zu einem ausgewogenen Lebensstil gehört auch, von Gott Korrektur anzunehmen. In Offenbarung 3,19 lesen wir:

So mache ich es mit allen, die ich liebe: Ich decke auf, was bei ihnen verkehrt ist, und weise sie zurecht. Darum mach Schluss mit deiner Gleichgültigkeit und kehre um!

Die Bibel: Offenbarung 3,19

Wie oft entfernen wir uns von Gott, sobald er uns auf Ungereimtheiten hinweist, anstatt zu ihm zu laufen? Irgendwo haben wir die schräge Auffassung im Kopf, dass Gott über uns verärgert sein könnte. Doch wenn er uns zurechtweist, zeigt er uns damit eigentlich, dass er uns liebt und uns nie alleine lassen wird.

Einige von uns brauchen lange, um das zu verstehen. Doch wenn wir es einmal begriffen haben, kennen wir auch Gottes Herzenseinstellung zu uns. Dann brauchen wir nicht mehr verletzt und innerlich getroffen zu sein, sondern können Gott für seine Korrektur danken.

Schritt 3: Gott lieben heißt Menschen lieben

Jesus hat etwas Großartiges gesagt:

Ein neues Gebot gebe ich euch: dass ihr einander liebt. Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid (…)

Die Bibel: Johannes 13,34-35

In 1. Korinther 13 lesen wir, was Liebe wirklich bedeutet. Liebe ist geduldig, freundlich, demütig, nicht unhöflich und nicht schnell beleidigt. Wenn man wirklich liebt, geht es also nicht mehr um Dinge wie „Du hast aber meine Gefühle verletzt“. Das sollten wir dabei nicht vergessen.

Denn wie oft haben wir schon die Gefühle eines anderen Menschen verletzt? Wie oft waren wir unfreundlich, weil wir in Eile waren? Wie oft hat Gott uns schon genau an dieser Stelle vergeben müssen?

Die Menschen um uns herum hungern nach Liebe. Überall sehen wir Leute, die gar nicht wissen, wer sie in Christus sind. Sobald in ihrem Leben etwas schiefläuft, glauben sie, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und Gott sie nicht mehr liebt.

Wir können nicht erwarten, dass sich die Menschen geliebt wissen, wenn sie nicht sehen, dass die Liebe Gottes durch uns fließt. 

In 1. Korinther 13,1 steht: 

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz, eine lärmende Zimbel.

Die Bibel: 1. Korinther 13,1

In der Bibel werden wir aufgefordert, andere mit der Agape-Liebe zu lieben: Das ist die bedingungslose Liebe Gottes, die uns motiviert, uns aufopferungsvoll anderen zuzuwenden. Die gleiche Liebe macht auch uns selbst glücklich und zufrieden. Aber bevor wir diese Schritte nicht gegangen sind, können wir andere auch nicht so lieben, wie Gott uns liebt. Wir können nur das weitergeben, was wir selbst haben.

Ich möchte dich ermutigen, diese drei Schritte auf dem Weg der Liebe zu gehen. Denn wenn du weißt, wie man die Liebe Gottes in die Tat umsetzen kann, wie sie in unsere Familien und zu unseren Nachbarn und Arbeitskollegen fließt, dann werden wir die Menschen für Gott gewinnen.


Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2013

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