Dein Leben lieben lernen

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 4 Minuten 

Wie findet du dein Leben? Würdest du sagen, dass du es liebst und glücklich bist? Oder quälst du dich durch die Tage, tust einfach lustlos, was getan werden muss und erträgst die Dinge, die dich nerven? Würdest du dein Leben gerne mit einer anderen Person tauschen? Glaubst du, dass du erst glücklich sein kannst, wenn du dieses oder jenes hast?

Frau sitzt in der Küche und lächelt

Entscheide dich heute, glücklich und zufrieden zu sein.

Oft hört man Sätze wie: „Ich werde das Leben lieben können, wenn ich eine neue Arbeitsstelle habe.“ Ich werde erst glücklich sein, wenn ich verheiratet bin.“ „Ich sehne mich nach dem Wochenende!“ „Wenn ich Kinder hätte, wäre ich ein glücklicher Mensch.“ Und wenn die Kinder dann da sind, heißt es: „Wenn die Kinder nur schon groß und aus dem Haus wären ...!“

Wir gehen fälschlicherweise davon aus, erst glücklich sein und das Leben lieben zu können, wenn wir das, was wir uns wünschen, bekommen oder sich unsere Umstände ändern. Fakt ist:

Wir werden immer etwas finden, über das wir meckern können, bis wir lernen, uns an Gott zu freuen!

Joyce Meyer

Ich rede aus eigener Erfahrung. Ich hatte einen sehr unschönen Start ins Leben und wurde zu einem negativen und unsicheren Menschen, der niemandem vertraute. Ich musste mich um mich selbst kümmern, denn niemand sonst würde es tun. Das war meine Einstellung und so lebte ich ein sehr egoistisches Leben, in dem es nur um mich ging.

Gott hat uns jedoch nicht erschaffen, damit wir uns nur um uns selbst drehen und ständig versuchen, das, was wir wollen, auch zu kriegen. Obwohl er diese Sehnsucht nach einem erfüllten Leben in uns hineingelegt hat, werden wir seine Segnungen wie Frieden, Freude, Liebe und was er uns sonst noch geben will, nicht erleben, solange wir uns immer und überall fragen: „Und was ist mit mir?!“

Irgendwann war ich es leid, mit dieser Einstellung zu leben. Gott kümmerte sich um mich und durchlief einen Heilungsprozess mit mir, der mein Leben radikal veränderte. Jetzt kann ich sagen, dass ich meinen Alltag sehr genieße. In Johannes 10,10 (NGÜ) lesen wir:

Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen. Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.

Die Bibel: Johannes 10,10

Unser Feind, der Teufel, will uns unsere Freude stehlen und unser Leben zerstören. Doch Jesus kam und starb am Kreuz, damit wir ein erfülltes Leben haben – ein Leben im Überfluss. Ich finde es tragisch, wenn ich sehe, wie hingegebene Christen einfach keine Freude an ihrem Leben haben, weil sie von ihrer Einstellung „mit Ach und Krach dem Lamme nach“ nicht abweichen. Doch Jesus kam und starb am Kreuz, damit wir ein erfülltes Leben haben – ein Leben im Überfluss. Wenn du unglücklich bist, das Leben aber lieben willst, möchte ich dir drei Schlüssel an die Hand geben, die dir Zugang zu einem erfüllten Leben verschaffen.

Erster Schlüssel: Verändere deine Einstellung

Eine negative und kritische Haltung sowie Selbstmitleid vermiesen uns alles. Jeder von uns könnte sich über Dinge beschweren, doch das bringt uns nicht weiter. Wir verschwenden nur unsere Zeit und Energie damit.

Entscheide dich, ab sofort dankbarer in deinem Alltag zu sein. Danke Gott für all das Gutes, das dir gerade einfällt und achte bewusst auf weitere Dinge, für die du dankbar sein kannst. So hast du Gottes Güte immer vor Augen.

Du kannst deine innere Einstellung auch verbessern, indem du nicht ständig an dich selbst denkst, sondern anfängst, dich um andere zu kümmern. Frage Gott, wie du jemandem etwas Gutes tun kannst und verschönere dessen Alltag. Wenn wir andere im Blick haben, fällt uns bald etwas ein, das wir für sie tun können: Vielleicht machen wir ihnen ein Kompliment, sagen etwas Mutmachendes, tun einen Liebesdienst oder umarmen sie einfach mal. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie wir einem Menschen in unserem Umfeld Gottes Liebe erweisen können

Zweiter Schlüssel: Ein anderer Blickwinkel

Ob wir etwas lieben oder hassen liegt oftmals an unserer Perspektive. Möglicherweise werden wir mehr Lebensfreude haben, wenn wir die Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten. 

Wir werden das empfangen, worauf wir uns konzentrieren und was wir vor Augen haben.

Joyce Meyer

Schauen wir lange genug auf unsere Schwierigkeiten, erwarten wir auch nichts anderes und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich neue Probleme entwickeln.

Das, worauf wir uns bewusst konzentrieren, nimmt immer mehr Raum in unserem Leben ein. Wenn wir die Dinge nicht aus Gottes Perspektive sehen, werden sie größer und geraten außer Kontrolle. Manchmal konzentrieren sich die Menschen in ihren Ehen so sehr auf das, was sie an ihrem Partner nicht mögen, dass sie all die schönen Dinge, die sie an ihm lieben, vollkommen vergessen.

Ja, das Leben ist nicht leicht und wir alle müssen durch schwierige Zeiten hindurch. Solltest du es gerade schwer haben, halte dir immer wieder vor Augen, dass es auch schlimmer hätte kommen können. Ich meine nicht, dass wir uns ernsthafte Schwierigkeiten einfach schönreden sollen. Doch wir können unsere Umstände aus einem biblischen Blickwinkel betrachten und all die Verheißungen Gottes mit einbeziehen. 

Wenn du dich entscheidest, Gott in jeder Lage zu vertrauen, wirst du erkennen: Er ist größer als deine Probleme.

Joyce Meyer

Dritter Schlüssel: Vergleiche dich nicht mit anderen

Auf meinen vielen Reisen durch die entlegensten Gebiete Afrikas oder Indiens, hat es mich immer wieder erstaunt, wie glücklich Menschen trotz ihrer Armut oft waren. Und ich fragte mich: Wie könnt ihr nur so glücklich sein, obwohl ihr in einer kleinen Hütte mit Lehmboden, ohne fließendes Wasser und ohne Strom lebt? Die Antwort ist einfach: Die Menschen dort vergleichen sich nicht mit anderen, die einen besseren Lebensstandard haben.

Ich bin davon überzeugt, dass viele von ihnen glücklicher sind als die Menschen in der westlichen Welt, die so viel haben und sich trotzdem nicht wirklich freuen!

Als ich das erste Mal nach Indien reiste, besuchte ich ein Dorf, in das an Lepra erkrankte Menschen verbannt worden waren. Dort traf ich einen Mann, dem aufgrund seiner Krankheit mehrere Gliedmaßen fehlten. Er freute sich über die Maßen, unser Team zu treffen und zeigte uns sein Zuhause. Es war eigentlich nur eine kleine Höhle, die am Fuß eines Hügels gegraben worden war. Er hatte eine Hängematte, drei Pfannen und einen alten, kaputten Tisch in der Ecke. Es wunderte mich, wie glücklich er mit so wenig war und ich schämte mich für all das, worüber ich mich manchmal beschwere. Wenn ein Mensch glücklich und zufrieden ist, vergleicht er sich nicht und versucht nicht ständig, das zu bekommen, was er bei anderen sieht. Dieser Mann war glücklicher als viele Menschen, denen es materiell gesehen wesentlich besser geht und an deren Besitztümer er niemals heranreichen wird.

Gott hat uns in seinem Bilde erschaffen. Er will sich an uns erfreuen. Wenn wir wirklich glücklich und zufrieden sein wollen, muss Jesus bei allem, was wir tun, der Mittelpunkt sein.

Joyce Meyer

In Römer 14,7-8 (NGÜ) lesen wir: Keiner von uns lebt für sich selbst, und auch wenn wir sterben, gehört keiner von uns sich selbst. Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn. Im Leben wie im Sterben gehören wir dem Herrn. Alles, was wir tun, sollten wir mit Gottes Hilfe tun, damit er dafür gelobt wird. Gott zu kennen und sein Kind zu sein ist das Wichtigste im Leben. Dabei ist es egal, ob du Pastor oder Bauarbeiter bist, ob du viel oder wenig Geld auf deinem Bankkonto hast. Wenn dir klar wird, wie sehr Gott dich liebt und was der tiefere Sinn deines Lebens ist, kannst du das Leben lieben und genießen. 

Aus: Joyce Meyer Magazin September 2018

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