Mythen entlarven und die Wahrheit entdecken

Ist Gott böse auf mich?

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Irgendwann postete ich auf Facebook folgenden Satz: „Gott ist nicht böse auf dich!“ Die Resonanz darauf war überwältigend. In nur sehr wenigen Stunden reagierten Tausende und wollten sichergehen, dass ich diese Aussage auch wirklich so meinte.

 

Mann sitzt auf einem Stuhl mit einer Wolke überm Kopf

Gott hat gute Gedanken über dich. Doch was denkst du über Gott?

Aufgrund meiner persönlichen Beziehung zu Gott und der vielen Gespräche mit anderen habe ich begriffen, wie viele Menschen der Überzeugung sind, Gott sei böse auf sie. Manche sind sogar ganz fest davon überzeugt.

Doch woher kommt diese Überzeugung? Vielleicht von den eigenen Eltern, die zu hohe Erwartungen hatten? Vielleicht aufgrund von Ablehnung? Vielleicht wurde etwas in dieser Art sogar in der Kirche gepredigt? Woher auch immer dieser Irrglaube an einen bösen Gott kommt, ich möchte dem ein paar Wahrheiten aus dem Wort Gottes entgegensetzen, damit du dir ganz sicher sein kannst, dass Gott nicht böse auf dich ist!

Mythos 1 „Gott wird mich nie so annehmen, wie ich bin“

In der Bibel wird von Sünde, Verrat und Unmoral aller Art gesprochen. Aber es wird auch von Gottes erstaunlicher Gnade und Liebe berichtet. Die von uns geschätzten Glaubenshelden waren Menschen wie wir. Sie versagten teilweise ganz jämmerlich und doch schenkte Gott ihnen seine bedingungslose Liebe, nahm sie so an, wie sie waren, vergab ihnen und war ihnen gnädig. Es war seine Liebe, die eine so enge Beziehung zu ihm erst möglich machte. Aus dieser Beziehung heraus bekamen sie die Kraft, große Dinge zu vollbringen. Ich glaube, dass auch wir von Gott so angenommen werden, wie wir sind. Genauso wie unsere biblischen Vorbilder. 

 

Ja, Gott wird Sünde niemals für richtig halten, aber er liebt die Sünder und er wird uns dabei helfen, dass sich unser Leben zum Guten verändert.

Joyce Meyer

Jahrelang lebte ich mit der vagen Angst, Gott könnte böse auf mich sein. Doch Gott sei Dank habe ich im Laufe der Jahre erfahren, mit welch großer Leidenschaft er mich liebt und jetzt weiß ich, dass Gott nicht böse auf mich ist. Es geht ihm nicht um Dinge, die ich getan oder nicht getan habe; es geht ihm um mich, weil er mich so unendlich liebt.

Mythos 2 „Ich tue nicht genug für Gott“

Wir haben unter unseren Angestellten eine Umfrage gemacht und wollten von ihnen wissen, worüber sie sich in ihrem Leben mit Jesus am meisten Sorgen machen. Die häufigste Antwort lautete: „Woher weiß ich, dass ich genug für Gott tue?“

Wer perfektionistisch veranlagt ist, wird von seiner Unvollkommenheit her tyrannisiert. Man hat ständig das quälende Gefühl, etwas nicht gut genug gemacht zu haben oder nicht gut genug gewesen zu sein. Gedanken wie „ich sollte mehr beten, öfters in der Bibel lesen und freundlicher sein“ sind einem dann nicht fremd. Wir wollen Gott ganz und gar gefallen und haben Angst davor, zu versagen. Letztendlich glauben wir, dass Gott böse auf uns ist, weil wir unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllen.

Doch es ist nicht die Perfektion, die uns den Weg zu Gott ebnet. Jesus wurde einmal von einigen Menschen gefragt, was sie tun müssten, um Gott zu gefallen. Seine Antwort lautete: „Glaubt an den, den er gesandt hat“ (Johannes 6,29). Das ist uns oftmals viel zu einfach. Doch Gott möchte, dass wir ihm vertrauen und seinem Wort glauben. Mehr nicht. 

 

Du kannst also aufhören, nach Perfektion zu streben, denn damit kannst du dir Gottes Liebe und Zuneigung nicht verdienen – beides ist ein Geschenk!

Joyce Meyer

Mythos 3 „Mein Vater war ständig böse auf mich, Gott ist es auch“

Wenn jemand einen jähzornigen Vater hatte, ist es oftmals nicht ungewöhnlich, dass er auch Gott für jähzornig hält. Vielleicht gehörst du zu den Glücklichen, die einen tollen Vater hatten, aber bei vielen ist das leider nicht so.

Jeder von uns hat das Bedürfnis, sich sicher zu fühlen. Doch Kinder, die einen Vater hatten, der entweder jähzornig oder nur selten zu Hause war oder sich sogar an ihnen vergangen hat, vermissen das Gefühl der Sicherheit. Sie denken beständig, dass gleich etwas Schlimmes passiert oder irgendeine Gefahr droht.

Doch Gott ist nicht so. Wenn dein Vater nicht für dich da war, kannst du sicher sein, dass Gott dich nie verlassen wird. Wenn dein Vater dich missbrauchte oder jähzornig war, möchte dein himmlischer Vater dir das doppelt erstatten (siehe Jesaja 61,7).

Ganz gleich wie schlecht dein Vater auch war, lass es dein Leben nicht kaputtmachen. Entscheide dich zu glauben, dass dein himmlischer Vater treu ist und dich über alle Maßen liebt.

Mythos 4 „Gott kann mir gar nicht vergeben“

Satan erinnert sich an alles, was wir jemals falsch gemacht haben und er setzt alles daran, uns möglichst oft daran zu erinnern. Er ist darauf aus, dass wir unter der Last unserer Schuld zusammenbrechen.

Wir alle sündigen und versagen vor Gott. Kein Mensch ist ohne Sünde und wir alle fühlen uns ab und zu schuldig. Doch wenn all diese Schuldgefühle bleiben, auch wenn uns vergeben wurde, wird es zu einem Gefühl der Scham. Schuld und Scham lassen uns glauben, dass Gott zornig auf uns ist. Deshalb meiden wir seine Nähe und leben nicht so, wie er es sich für uns gedacht hat.

Es ist wichtig zu wissen, dass Gott uns vollkommen vergibt und nicht nur teilweise – er vergibt uns ganz und gar! Denke einmal an das Schlimmste, was du jemals getan hast. Wenn du es Gott bekannt hast, dann steht fest: Er hat es dir voll und ganz vergeben. In 1. Johannes 1,9 lesen wir: 

Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von allem Unrecht, das wir begangen haben.

Die Bibel: 1. Johannes 1,9

Gottes Güte ist größer als alles Schlechte, was wir jemals getan haben oder tun werden. Sei ganz entspannt und lass diese Erkenntnis eine Quelle der Freude für deine Seele werden!

Mythos 5 „Gott straft mich“

Kommen Probleme auf, glauben manche, dass Gott sie damit für etwas bestraft, was sie in der Vergangenheit falsch gemacht haben. Ich höre dann Aussagen wie: „Ich hatte eine Fehlgeburt und ich frage mich, ob Gott mich damit für meinen früheren Lebensstil bestrafen will.“ An solchen Äußerungen wird deutlich, wie falsch unser Bild von Gott ist. Er bestraft uns nicht für frühere Sünden, indem er Schlimmes in unserem Leben geschehen lässt.

Unsere Probleme sind kein Zeichen dafür, dass Gott böse auf uns ist! Wir leben in dieser Welt und Jesus sagt, dass wir hier auch Schweres erleben werden. Aber er fordert uns ebenso auf, uns zu freuen, weil er die Welt überwunden hat (siehe Johannes 16,33).

Bewahren wir eine positive Einstellung und halten weiter daran fest, dass Gott es auch in Zeiten des Leids und der Not gut mit uns meint, werden wir unsere Freude nicht verlieren.

Jede Schwierigkeit, mit der ich konfrontiert wurde, hat mir dabei geholfen, die nächste besser zu meistern. Gott ist treu. Vertraue ihm auch in schweren Zeiten.

Joyce Meyer

Gott ist nicht böse auf dich

Wenn Gott nicht so gnädig wäre, würde er tatsächlich böse auf uns sein. Dann müsste jede Sünde von uns gesühnt werden, denn Gott ist heilig. Wir müssten Opfer bringen, um für unsere Sünde zu bezahlen. Doch weil er uns gnädig ist, hat er selbst für das Opfer gesorgt, indem sein Sohn sein Leben für uns gab. Jesus nahm die Strafe auf sich, die aufgrund unserer Sünden eigentlich uns hätte treffen müssen. Anstatt uns das zu geben, was wir verdient hätten, bietet er uns an, für uns zu sorgen und uns zu segnen.

Wenn du begreifst, wie groß seine Gnade ist, seine Bereitschaft zu vergeben, seine Güte und seine bedingungslose Liebe, dann weißt du auch, dass er dir gnädig ist und keinesfalls böse. Ich kann dir versichern: Ganz gleich was du im Leben getan hast oder welche falschen Vorstellungen du von Gott verinnerlicht hast, Gott wird niemals aufhören, dich zu lieben. Gott ist nicht böse auf dich!

Aus: Joyce Meyer Magazin Dezember 2013

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