Eine Generation, die im Sterben liegt

Ein Interview mit Chad Daniel

Chad Daniel hat eine Leidenschaft dafür, die Herzen junger Menschen zu erreichen, und hat dafür ein eigenes Ministry gegründet, mit dem wir von Hand of Hope schon lange zusammenarbeiten. Ob er nun mit Haien schwimmt oder mit einer Schlange um den Hals predigt: Mit seinem einzigartigen Stil zieht er die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Ginger Stache hat ihn kürzlich interviewt.

Chad Daniel spricht vor afrikanischen Schülern - Hand of Hope von Joyce Meyer Ministries

Aktuell verbringen Sie viel Zeit in Teilen Afrikas. Was sind die Bedürfnisse der Menschen dort? Durch COVID haben wir auch dort eine Menge Isolation und Zusammenbruch von Gemeinschaft und Familie erlebt. Junge Menschen suchen verzweifelt nach Sicherheit, Hoffnung und tragfähigen Beziehungen.

Welchen besonderen Herausforderungen steht die junge Generation gegenüber? In den sozialen Medien findet ein geistlicher Kampf um unsere Kinder statt. Sie hören Dinge, die sie noch nie gehört haben, und sehen Dinge, die sie nie sehen sollten. Sie sehen Mobbing und werden Zeugen sexueller Unmoral. Ich glaube, ich bin dazu berufen, diese Generation zu lieben und sie wissen zu lassen, dass sie akzeptiert und wertvoll ist. Gottes Kraft auf unseren Einsätzen verändert die Kinder. Sie gehen nach Hause und ganze Familien lernen Jesus kennen.

Sie haben Ihren Vater durch Selbstmord verloren und tun heute alles, um Suizidraten zu senken. Wie wirken sich Ihre Einsätze auf die jungen Menschen aus? Wir erleben, wie Menschen bei unseren Einsätzen buchstäblich befreit werden und sagen: „Ich habe Hoffnung. Ich habe eine Zukunft.“ Ich glaube, dass diese junge Generation die Zukunft Afrikas prägt. Es ist unsere Aufgabe, zu verkünden, dass Jesus die Antwort ist. Wenn Jesus ins Spiel kommt, geschehen Wunder.

Sie führen sogar Veranstaltungen an öffentlichen Schulen durch. Wie ist es dazu gekommen? In Brasilien haben uns Regierungsbeamte gefragt: „Würdet ihr bitte in die Schulen kommen und Seminare zum Thema Selbstmord veranstalten?“ Ich erwiderte: „Sie wissen, was das bedeutet, oder? Ich teile das Evangelium.“ Und sie antworteten: „Das ist uns egal. Wir haben eine Generation, die im Sterben liegt. Wir wollen Sie hier haben. Wir brauchen die Hoffnung des Evangeliums.“ Und in Afrika ist es das Gleiche. Ich fühle mich einfach geehrt, dass Gott uns eine Stimme für eine Generation schenkt und das tut, was die meisten Menschen für unmöglich halten. Wo Gott uns führt, sorgt er für uns. Und er öffnet Türen, die kein Mensch je öffnen könnte.

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