Es ist möglich, äußerlich rechtschaffen zu handeln, jedoch innerlich ein unreines Herz zu haben. Man kann sich durch gute Taten auszeichnen, diese jedoch aus den falschen Beweggründen tun. Jesus mahnte davor, Almosen zu geben oder zu beten, um von anderen gesehen und bewundert zu werden (vgl. Matthäus 6,3-5). Wenn die Suche nach Anerkennung unser Antrieb ist, verspielen wir unsere himmlische Belohnung.
Jesus kritisierte die Pharisäer heftig, die zwar die religiösen Gebote der Bibel äußerlich einhielten, aber keinen Finger rührten, um ihren Mitmenschen zu helfen (vgl. Matthäus 23,1-32). Er sprach auch von jenen, die ihm von all ihren guten Taten berichten werden, denen er jedoch entgegnen wird: „Ich kenne euch nicht“ (Lukas 13,27). Das Motiv unseres Handelns ist für Gott wichtiger als die Taten selbst – auch wenn wir Gutes tun. Solange unsere Absicht selbstsüchtig ist, ist unser Herz nicht rein.
Ich möchte dich ermutigen, regelmäßig deine Beweggründe zu überprüfen und dir bewusst zu sein, warum du tust, was du tust. 2. Korinther 13,5 fordert uns auf, uns selbst zu prüfen, ob unser Glaube echt ist. Unsere Handlungen sollten aus Liebe zu Gott und dem Wunsch, ihm zu gehorchen, erfolgen. Nur dann können wir sie im Glauben vollbringen. Wenn wir bei dieser Selbstprüfung auf unreine Motive stoßen, sollten wir nicht in Selbstverurteilung verfallen, sondern einfach bereuen und uns dann innerlich neu an Gottes Willen ausrichten.
Gebet: Vater, ich sehne mich danach, reine Hände und ein reines Herz zu haben. Bitte zeige mir alle unreinen Motive, die mir vielleicht nicht bewusst sind. Danke. Amen