Unser Streben nach Perfektion wird von unseren ständigen Gedanken daran genährt, was wir alles tun sollten und müssten. Es ist das andauernde, nagende Gefühl, nie gut genug zu sein. Wir haben Gedanken wie: „Ich sollte besser beten, mehr in der Bibel lesen und freundlicher sein.“ Wir wollen Gott instinktiv gefallen und fürchten uns davor, es nicht zu tun. Das lässt uns schließlich glauben, dass Gott enttäuscht von uns ist, weil wir seinen Erwartungen nicht entsprechen.
Aber der Weg, der zu Gott führt, hat nichts mit Perfektion zu tun. Als Jesus von einigen Menschen aus der Menge gefragt wurde, was sie tun müssten, um Gott zu gefallen, antwortete er: „Glaubt an den, den er gesandt hat“ (vgl. Johannes 6,29). Mehr als alles andere wünscht Gott sich von uns, dass wir ihm vertrauen und seinem Wort glauben.
Kämpf nicht länger darum, perfekt zu sein, sondern sei dankbar, dass du durch Jesus gerecht vor Gott stehst. Du musst und kannst dir Gottes Liebe nicht erkaufen oder verdienen. Sie steht nicht zum Verkauf – sie ist kostenlos!
Gebet: Vater, hilf mir zu begreifen, dass ich mir deine Liebe und deine Gunst nicht verdienen muss. Ich danke dir, dass ich in deinen Augen annehmbar bin, weil ich durch das Opfer Jesu deine Gerechtigkeit empfangen habe. Mein Leben soll dich heute ehren – nicht, weil ich mir deine Liebe verdienen muss, sondern weil ich dir meine Liebe zeigen möchte. Amen