Enttäuschungen loslassen, Zuversicht ergreifen

Du kannst Gott vertrauen

Ein Artikel von Joyce Meyer

„Vertraue mir.“ Hat das schon mal jemand zu dir gesagt? Und haben dann in deinem Inneren die Alarmglocken geläutet, obwohl du der Person gerne vertrauen wolltest?

Wenn unser Vertrauen missbraucht wird, erleben wir als Mütter, Väter, Freunde, Kollegen oder auch Kinder einen tiefen Schmerz und eine große Enttäuschung. Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Unser himmlischer Vater ist absolut vertrauenswürdig. Er wird uns niemals enttäuschen.

Ein Vater hält die Hand seiner Tochter

Vertraue Gott deine Zukunft an – dein himmlischer Vater hat versprochen, sich um dich zu kümmern.

Das stimmt! Bei ihm gibt es nicht das Risiko, verletzt zu werden. Im Gegenteil: Je mehr wir Gott vertrauen, desto glücklicher, gesünder, ruhiger und auch aufregender wird unser Leben. Als Kinder Gottes haben wir das Privileg, Gott unser Leben vollkommen anvertrauen zu dürfen.

Selbst in schweren Zeiten, wenn alles drunter und drüber geht, können wir darauf vertrauen, dass Gott die Dinge am Ende zum Guten führen wird (s. Römer 8,28). Ganz gleich wie aussichtslos oder schwierig es erscheint, wir können Gott vertrauen, dass er einen Plan hat – einen guten Plan, den er auch umsetzen wird!

Vertrauen wir ihm hingegen nicht, dann tun wir etwas anderes: uns Sorgen machen. Das ist das Gegenteil von Glauben. Sorgen stehlen uns unsere innere Ruhe. Sie laugen uns aus und können uns sogar krank machen. Wenn du dir Sorgen machst, quälst du dich selbst.

In Philipper 4,6-7 (NGÜ) lesen wir:

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes … über euren Gedanken wachen …

Philipper 4,6-7 (NGÜ)

Was für eine starke Zusage! „In jeder Lage“ können wir uns an Gott wenden und seiner Güte vertrauen. Sein Friede „wird über uns wachen“. Das heißt, selbst inmitten unsicherer Zukunftsaussichten, wenn das Geld knapp ist oder jemand dich schlecht behandelt, kannst du Gott vollkommen vertrauen. Du musst nicht alle Lösungen parat haben. Es reicht ihm zu vertrauen!

Jahrelang fiel es mir wirklich schwer zu vertrauen. Schon früh musste ich am eigenen Leib erfahren, dass verletzte Menschen andere Menschen verletzen. Deshalb vertraute ich niemandem. Ich versuchte, mich vor anderen zu schützen, alles selbst in die Hand zu nehmen und mich von niemandem abhängig zu machen, der mich verletzen oder enttäuschen könnte.

Vielleicht hast du ähnliche Erfahrungen gemacht. Vielleicht hat dich jemand genau in dem Moment im Stich gelassen, als du ihn am meisten gebraucht hättest. In dem Fall weißt du, wie schwer es sein kann, anderen Menschen zu vertrauen – und auch Gott.

Viel zu häufig lehrt uns die Erfahrung im eigenen Umfeld, dass es besser ist, sich auf sich selbst zu verlassen. Selbst als Christen brauchen wir manchmal sehr lange, um diese Haltung zu überwinden. Die Bibel zeigt uns allerdings einen großartigen Weg heraus aus den Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten des Lebens. In 1. Petrus 5,7 (NGÜ) lesen wir:

Und legt alle eure Sorgen bei ihm ab, denn er sorgt für euch.

1. Petrus 5,7 (NGÜ)

Jesus lädt dich ein, alle deine Sorgen bei ihm abzugeben. Was für ein schönes Leben liegt vor uns, wenn wir lernen, uns voll und ganz auf Gott zu verlassen und ihn um Hilfe zu bitten. Doch so lange wir versuchen, alles selbst in die Hand zu nehmen, wird Gott sich nicht einmischen. Er kümmert sich erst um unsere Sorgen und Probleme, wenn wir sie loslassen und an ihn abgeben. Ich habe schon vor langer Zeit etwas lernen müssen: Entweder versuche ich meine Probleme selbst zu lösen oder ich gebe sie an Gott ab. Beides gleichzeitig funktioniert nicht.

Als ich anfing, meine inneren Kämpfe, Fragen und Enttäuschungen Gott anzuvertrauen, geschah Unglaubliches. Gott kümmerte sich nicht nur zur rechten Zeit um jedes einzelne Problem, nein, meine Gefühle veränderten sich auch. Statt wie gewohnt verärgert, frustriert und enttäuscht zu sein, war ich plötzlich erfüllt von einer Ruhe und Freude, die nur Gott schenken kann. Wenn wir uns entscheiden, Gott vollkommen zu vertrauen, kann das unser Leben komplett verändern! Wie sieht es bei dir aus? Welche Bereiche in deinem Leben versuchst du aus eigener Kraft in Ordnung zu bringen? Was auch immer deine Themen sind, ich möchte dir Mut machen. In Matthäus 11,28 (NGÜ) fordert Gott uns auf:

Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.

Matthäus 11,28 (NGÜ)

Was für eine Zusage! Klingt doch gut, oder?

Sobald wir von den Sorgen, Nöten und Problemen dieser Welt überwältigt werden, brauchen wir Hilfe. Wir müssen innerlich Abstand gewinnen und dürfen uns nicht länger um unsere Probleme drehen. Auch unsere negativen Gefühle brauchen eine Pause. Wir müssen aufhören, stur immer nur auf uns selbst vertrauen zu wollen.

Wie empfängst du diese Ruhe? Und wie kannst du das vollenden, was Gott in dir begonnen hat? Die Lösung ist einfach, lässt sich manchmal aber nur schwer umsetzen: Vertraue Gott. Vertraue ihm deine Pläne an. Vertraue ihm deine Zukunft an und vertraue ihm, dass er tun kann, was dir nicht möglich ist.

 
Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2017

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