Wie finde ich meinen Traum wieder?

Wie finde ich meinen Traum wieder?

Von Joyce Meyer

Wenn ich von großen Dingen spreche, meine ich damit wirklich bedeutsame und unvorstellbar große Dinge, die dein ganzes Leben verändern werden! Ganz gleich ob es um deine Familie, deinen Beruf, deine Gesundheit, deine Beziehungen oder deine Finanzen geht – Gott möchte in jedem Bereich deines Lebens unendlich viel mehr für dich tun, als du je für möglich halten würdest. Ich bete, dass dich das, was du hier liest, dazu veranlassen wird, die Grenzen, die du Gott möglicherweise gesetzt hast, aufzuheben. Weißt du warum? Weil es bei Gott keine Grenzen gibt! Du kannst gar nicht erfassen, wie sehr er dich liebt und wie wunderbar die Pläne sind, die er für dich hat.

Stell dir einmal vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du Gott nicht länger begrenzen und alle Hindernisse, die dir im Weg stehen, überwinden würdest. Du könntest jeden Tag einen noch viel tieferen Frieden und eine noch weit größere Freude erfahren! 

Genau das wünscht sich Gott für dich und das wünsche ich auch dir. Aber ich möchte ganz ehrlich zu dir sein – es wird dir nichts nützen, wenn ich diese Vision für dein Leben habe. Du selbst musst sie haben. Ich habe in meinem Leben mit Gott gelernt, wie wichtig es ist, Gutes zu erwarten und Träume zu haben! Dabei spielt es keine Rolle, wie du aufgewachsen bist, wie alt du bist, wie dein Kontostand aussieht, wie gebildet du bist, was du in der Vergangenheit durchgemacht hast oder in welcher Situation du jetzt gerade steckst – Du kannst träumen.

Setz Gott keine Grenzen, sondern wage es, einen großen Traum zu träumen! Wenn dein Traum im Einklang mit Gottes Wort steht und so groß ist, dass nur Gott ihn verwirklichen kann, dann weißt du, dass es sich lohnt, diesen Traum zu verfolgen!

Ich erinnere mich noch daran, wie Gott mir vor vielen Jahren seinen Traum für mich ins Herz legte. Ich hatte gerade eine Predigtkassette eingelegt, als der Herr zu mir sprach. Er sagte: „Joyce, eines Tages wirst du um die ganze Welt reisen und mein Wort lehren. Und du wirst ein großes Werk leiten.“ Wenn ich davon schreibe, dass ich den Herrn „sprechen hörte“, meine ich damit keine hörbare Stimme – ich spürte es tief in meinem Herzen, und zwar so stark, dass ich keinen Zweifel daran hatte, dass es Gott war, der zu mir sprach. Von diesem Tag an träumte ich von dem, was Gott in meinem Leben und durch mein Leben tun würde.

Es ist so wunderbar, diesen Traum jetzt verwirklicht zu sehen. Gott hat Großartiges für uns getan, denn unsere Fernsehsendungen werden mittlerweile in über siebzig Sprachen übersetzt und in zwei Dritteln der Welt ausgestrahlt. Meine Aufgabe bestand lediglich darin, auf Gottes Stimme zu hören und es zu wagen, im Glauben zu träumen und im Gehorsam vorwärtszugehen. Den „Rest“ hat Gott getan! 

Wenn du deinen Teil tust, wird Gott immer auch den seinen tun. Er fügt dem, was du im Natürlichen tust, das Übernatürliche hinzu und dann geschehen ganz erstaunliche Dinge. Deshalb frage ich dich: Wovon träumst du heute? Worum bittest du Gott? Bittest du ihn um etwas, das so groß ist, dass nur er es tun kann? Fang an zu träumen – male dir im Glauben aus, was Gott tun könnte. Dann wird er dafür sorgen, dass das Wort Erfolg in deinem Leben ganz neue Dimensionen annimmt!

Ich weiß, dass manche von euch jetzt denken: „Joyce, du weißt nicht, was ich durchmache. Meine Situation ist niederschmetternd und ich sehe keine Möglichkeit, wie sich das ändern sollte.“ Nun, in diesem Fall ist es wichtig, dass du deine Blickrichtung änderst. Wende deinen Blick von dem Problem ab und sieh auf Gottes Verheißungen. In 1. Mose 15 lesen wir, wie schwer sich Abram damit tat, sich vorzustellen, dass sein Traum wahr werden könnte. Gott hatte ihm verheißen, dass er der „Vater vieler Völker“ sein würde, aber alles, was Abram sehen konnte, war das Problem: Er und seine Frau hatten keine Kinder und sie waren zu alt, um noch welche zu bekommen. 

Aber Gott lässt sich von unseren Problemen weder einschüchtern noch begrenzen. In 1. Mose 15,5 sagte er zu Abram: „… Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen? So zahlreich werden deine Nachkommen sein!“ Gott wollte nicht, dass Abram auf seine Probleme, seine Grenzen und Umstände sah – er wollte, dass er sich auf ihn konzentrierte und sich die Zukunft ausmalte, die er für ihn geplant hatte. Gott segnete Abram mit der Fähigkeit zu träumen. 

Und genauso wie Gott für Abram einen Traum hatte, hat er auch einen Traum für dich. Du wurdest nicht erschaffen, um unglücklich und entmutigt zu sein und dich mehr schlecht als recht durchs Leben zu kämpfen. Gott, der Schöpfer, hat für seine Kinder viel größere und bessere Dinge vorgesehen! Ich möchte dich mit einem Satz ermutigen, den ich kürzlich auch zu meinen Mitarbeitern gesagt habe: Wenn deine Motivation, im Leben vorwärtszugehen, irgendwann auf der Strecke geblieben ist, solltest du sie jetzt zurückholen!

Das bedeutet schlicht, dass du trotz aller Enttäuschungen, die du in der Vergangenheit erlebt hast, hohe Erwartungen an Gott haben kannst. Erwarte, dass er in dir und durch dich große Dinge tut! Gott liebt es, wenn wir ihm vertrauen und Gutes von ihm erwarten! Unsere Gebetsteams und ich möchten dich darin unterstützen. Wir glauben fest daran, dass Gott Gutes für dich geplant hat und wir möchten dich ermutigen: Fang noch heute an zu träumen.

Denk daran: Gottes Pläne für dich sind größer als jedes Problem und jedes Hindernis, das sich dir in den Weg stellt. Deshalb fürchte dich nicht davor, große Träume zu haben! Was immer es ist – lass uns im Glauben zusammenstehen und darauf vertrauen, dass Gott diesen Traum Wirklichkeit werden lässt. Und übrigens: Du hast nichts verpasst – es ist nicht zu spät für dich. Bei Gott gibt es immer Hoffnung und er hat eine Zukunft für dich, die großartiger ist als alles, was du dir vorstellen kannst.

Es ist nie zu spät, Träume zu haben. Ganz gleich ob du zum ersten Mal träumst oder dich wieder ganz neu auf einen Traum einlässt – Gottes Zeitplan für dein Leben ist immer perfekt.

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Mai 2014