Wenn alle an dir zerren

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 4 Minuten

Jede Mutter kommt irgendwann an den Punkt, an dem sie an ihrer Fähigkeit, eine wirklich gute Mutter sein zu können, zweifelt. Schon im Säuglingsalter ihres Kindes fragt sie sich: Mache ich alles richtig? Das bleibt dann auch ihre grundlegende Frage, während ihr Kind mit all seinen Wutanfällen vom Kleinkind zum Teenager heranwächst. Treffe ich die richtigen Entscheidungen? Werden sich meine Kinder gut entwickeln? Werden sie wissen, dass Gott auch dann auf ihrer Seite ist, wenn sie Fehler machen? Unsere Kinder werden immer unsere Kinder bleiben, selbst wenn sie bereits erwachsen sind.

 

Mutter hilft drei Kindern bei den Hausaufgaben

Als Mutter in der Kindererziehung die Ruhe bewahren, geduldig bleiben und Selbstvertrauen aufbauen.

Als Eltern kommt uns eine große Verantwortung zu. Auch wenn sich viele Männer sehr um ihre Familien kümmern und herzlich Anteil am Leben ihrer Kinder nehmen, sind es doch die Mütter, die die Kinder hauptsächlich versorgen.

Ich habe junge Mütter kennengelernt, die sich erst vollwertig fühlen, wenn sie ihre Ehe, ihr Mutter- und Hausfrau-Dasein und ihre berufliche Karriere unter einen Hut bringen.

Chaotische und schwierige Familienverhältnisse, die Scheidung, Alkoholismus, Missbrauch oder andere Probleme nach sich ziehen, machen es noch schwieriger, den Mut nicht sinken zu lassen und ruhig zu bleiben.

Dann sind da noch die Sorgen, dass das eigene Kind womöglich keine persönliche Beziehung zu Gott aufbaut und ohne ihn leben möchte.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Freude, Mutter zu sein, bei dir gerade von familiären Herausforderungen und großen Selbstzweifeln überschattet wird, möchte ich dir dabei helfen, deine innere Sicherheit wieder zu gewinnen, damit du dein Leben als Mutter auch genießen kannst.

Ich meine hier nicht das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ich meine das Vertrauen in Gottes Fähigkeiten, uns zu helfen und uns Schritt für Schritt vorwärts zu bringen. Er möchte, dass du am Muttersein Freude hast und ich will dir zeigen, wie du dich vertrauensvoll auf ihn verlassen kannst.

Eines möchte Gott auf keinen Fall: Dass du dir Sorgen machst. Manche Menschen meinen, erst dann gute Eltern zu sein, wenn sie sich um ihre Kinder sorgen. Die Bibel warnt uns jedoch davor, denn Sorgen helfen überhaupt nicht weiter. In Matthäus 6,27 steht: 

 

Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?

Die Bibel: Matthäus 6,27

Bete für deine Kinder, doch wirf dann deine Sorgen auf Gott.  Dave und ich hatten wie die meisten Menschen auch so unsere Probleme mit unseren Kindern. Und ich habe ziemlich viel Zeit damit verschwendet, mir Sorgen zu machen, während sie heranwuchsen.

Zwei unserer Kinder hatten es nicht leicht in der Schule, eins war im höchsten Maße unordentlich und das andere war so perfektionistisch, dass es sich selbst anhaltend unter enormen Druck setzte. Doch die gute Nachricht ist: Aus allen ist etwas geworden und es geht ihnen gut.

Der eine oder andere von ihnen traf zwar so manch schlechte Entscheidung und musste deshalb einen Umweg in Kauf nehmen. Doch sie lernten daraus und kamen zurück auf den Weg, den wir ihnen empfohlen hatten. Die Bibel bezeugt: Wenn wir unsere Kinder an den Weg gewöhnen, den sie gehen sollen, dann werden sie nicht davon abweichen, wenn sie alt werden (siehe Sprüche 22,6). Falls du dir um deine Kinder Sorgen machst, orientiere dich an diesem Versprechen. 

Setz dich nicht dem gesellschaftlichen Erwartungsdruck aus, sondern erziehe deine Kinder nach den Maßstäben Gottes und gib dabei dein Bestes. Alles andere kannst du Gott überlassen.

So manche Mutter verpasst die schönen Momente des Mutterseins, weil sie sich ständig mit anderen Müttern vergleicht. Doch in der Bibel steht, dass es unweise ist, sich mit anderen zu vergleichen (siehe 2. Korinther 10,12).

Gott möchte gar nicht, dass du wie andere Mütter bist. Er will mit dir deine Einzigartigkeit feiern! Jeder Mensch hat besondere Gaben und Talente. Deshalb sind wir auch von Menschen mit verschiedenen Gaben und Fähigkeiten umgeben, die wir selbst nicht haben.

Innere Unsicherheit und Selbstzweifel halten dich davon ab, dich über die Gaben anderer freuen zu können. Sie geben dir bloß das Gefühl der Unzulänglichkeit und bringen dich vielleicht sogar dazu, den wunderbaren Plan Gottes für dein Leben nicht weiter zu verfolgen.

Gott hat dich einzigartig gemacht und du hast deinen eigenen Stil. Präge deine Stärken, Gaben und Persönlichkeitsmerkmale aus und gib dieses Selbstvertrauen auch an deine Kinder weiter, indem du deren Einmaligkeit wertschätzen und sie darin ermutigst.

Du musst nicht perfekt sein. Gib dein Bestes und denke daran: Gott wird dann das tun, was du nicht tun kannst.

Man kann sich gedanklich sehr schnell verrennen, wenn man sich die Dinge immer anders wünscht, als sie sind und ständig alles hinterfragt: Hätte ich bloß, könnte ich bloß, würde ich bloß… Doch das ist genauso eine Zeitverschwendung, wie das Sich-Sorgen-Machen.

Wir können das Leben viel mehr genießen, wenn wir uns daran gewöhnen, dankbar und zufrieden zu sein. Ich sage nicht, dass du dich mit Dingen zufriedengeben sollst, die man eigentlich verbessern müsste. Doch ich möchte dich wirklich bitten: Nimm dich selbst an, so, wie Gott dich geschaffen hat.

Eines steht fest: Niemand hat ein perfektes Leben.

Entscheide dich heute dafür, die erste Hürde zu nehmen und zu lernen, das Beste aus deinem Leben zu machen und es zu genießen. Es ist sehr hilfreich, sich auch an den gewöhnlichen und kleinen Dingen zu erfreuen und das wertzuschätzen, was andere vielleicht übersehen.

Ganz gleich, mit welcher Situation du dich momentan auseinandersetzen musst – und ganz gleich, was gerade mit deinen Kindern geschieht: Du hast immer Zugang zu der bedingungslosen und unerschöpflichen Liebe Gottes.

Die Liebe ist das größte Geschenk einer Mutter. Allerdings passiert es allzu häufig, dass die Mütter innerlich leerlaufen, da sie ständig versuchen, ihren Kindern etwas zu geben, was sie selbst nicht bekommen haben.

Im Laufe der letzten Jahre hat Gott mich innerlich immer wieder neu gefüllt. Ich fing an, mich intensiv damit zu beschäftigen, was die Bibel über seine Liebe sagt. Dann habe ich mehrmals am Tag folgenden Satz laut ausgesprochen: „Gott liebt mich.“ Zuerst kam ich mir komisch dabei vor, doch die Übung half mir, diese Wahrheit, dass Gott mich liebt, zu verinnerlichen. Deshalb möchte ich auch Sie dazu auffordern.

 

Sprich es laut aus: „Gott liebt mich“ und dann verinnerliche das Gesagte. Wiederhole es so oft es geht. Wenn du morgens aufstehst und abends zu Bett gehst; auch während des ganzen Tages. Schau in den Spiegel, zeige auf dich, nenne deinen Namen und sage: „Gott liebt mich.“

Joyce Meyer

Du kannst auch ein Erinnerungstagebuch führen, in das du all die kleinen aber auch großen Dinge einträgst, die Gott für dich tut. Lies dann diese Einträge mindestens einmal pro Woche zur eigenen Ermutigung.

Lies gute Bücher, in denen es um die Liebe Gottes geht. Nachdem Gott mir ganz persönlich gezeigt hatte, wie sehr er mich liebt, machte ich diese Liebe Gottes zum Thema meiner ersten Predigt. Dies wurde dann für mich der Anlass, ein Buch darüber zu schreiben, mit dem Titel „Sag ihnen, dass ich sie liebe.“

Bete dafür, dass der Heilige Geist – unser Helfer und Ratgeber – dir ganz persönlich einmal zeigt, wie sehr Gott dich liebt.  

Denk immer daran: Du bist nicht alleine. Gott ist immer bei dir. Vertraue ihm, dass er dir die Gnade und Weisheit geben wird, die du brauchst, um seiner Führung folgen zu können. Er ist der beste Ratgeber, Tröster und Ermutiger, den es gibt. Ihm können wir vertrauen und er kann dir die notwendige innere Ruhe, die Geduld und das Selbstvertrauen geben, damit du das Leben meistern kannst.

Wenn du voll und ganz auf ihn vertraust, bist du in der Lage, jede Minute deines Lebens zu genießen.

Aus: Joyce Meyer Magazin März 2014

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