Das Leben genießen geht nur, wenn du vergibst

Eine Ermutigung von Joyce und David Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Es ist nicht einfach, anderen zu vergeben. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche. Aber Vergebung brachte mir Freiheit. 

Mann lässt Drachen fliegen mit seinem Kind auf dem Rücken

Letztendlich möchten wir doch alle ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Wenn dir Unrecht getan wurde, ist Vergebung wahrscheinlich das Letzte, was dir in den Sinn kommt. Aber bedenke bitte: Bitterkeit, Groll und Unversöhnlichkeit sind Gift für deine Seele.

Wie ich vergeben konnte

Vielleicht kennst du meine Geschichte und weißt, dass ich während meiner ganzen Kindheit von meinem Vater sexuell missbraucht wurde. Wenn du schon einmal von jemandem, dem du vertraut hast – und der auch eine Vertrauensperson für dich sein sollte –, tief verletzt wurdest, weißt du, wie sehr das einen Menschen zerstören kann.

Ich litt noch viele Jahre lang unter dem Missbrauch. Als ich Mitte Vierzig war, drängte Gott mich klar und deutlich dazu, meinen Vater damit zu konfrontieren, was er mir angetan hatte. Die Vorstellung, mich in eine Situation zu bringen, in der sich sein Zorn wieder über mir entladen würde, ängstigte mich entsetzlich, doch im Gehorsam gegenüber Gott ging ich diesen Schritt. Und dieser veränderte alles, weil er mir half, die Unversöhnlichkeit, an der ich so viele Jahre festgehalten hatte, loszulassen.

Und wenn wir nicht vergeben?

In Matthäus 18,23-35 heißt es, wenn du anderen nicht vergibst, übergibst du dich den Folterknechten, und ich weiß, wie sich das anfühlt. Warst du schon einmal quälenden Gedanken ausgesetzt? Nichts ist so furchtbar, wie wenn dir Tag und Nacht unaufhörlich hasserfüllte Gedanken durch den Kopf gehen. Dennoch nahm ich das eine lange Zeit hin, weil ich es unfair fand, anderen vergeben zu sollen. Ich dachte: „Warum sollte ich ihnen vergeben, wenn doch ich es war, die verletzt wurde? Warum sollte ich Schmerz leiden müssen, während sie mit dem, was sie mir angetan haben, einfach davonkommen?“ Aber das waren die falschen Fragen. Ich hätte fragen sollen: 

Warum sollte ich an Unversöhnlichkeit und ständigen quälenden Gedanken festhalten, wenn ich mich stattdessen dafür entscheiden kann, frei zu sein?

Joyce Meyer

Und genau das tat ich. Als ich meinem Vater vergab und meine Seele nicht länger mit negativen Gefühlen gepeinigt wurde, war ich viel glücklicher. Ich fühlte mich sogar körperlich besser. Die Vergebung führte dazu, dass mein Glaube funktionierte (siehe Markus 11,22-26) und bewahrte mich davor, dass der Feind einen Anspruch an mir bekam (siehe 2. Korinther 2,10-11).

Vergebung schenkt dir Freiheit

Ich wiederhole es nochmals: Vergebung bringt Freiheit! Kein Wunder, dass der Apostel Paulus schrieb: „Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid“ und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebt dem Teufel keine Möglichkeit, durch den Zorn Macht über euch zu gewinnen! (Epheser 4,26-27).

Das ist ziemlich eindeutig. Vielleicht hört es sich für dich sogar zu einfach an. Vielleicht denkst du: „Okay, das mag sein, aber ich bin nicht nur zornig. Meine Situation ist viel schwieriger.“ Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich fragte Gott einmal, warum so viele Menschen, die eigentlich vergeben wollen, nicht in der Lage dazu? Er antwortete: „Weil sie dem, was ich ihnen in meinem Wort sage, nicht gehorchen.“ Das regte mich dazu an, dieses Thema ausführlicher zu studieren. Dabei wurde mir klar, dass Vergebung letztendlich aus drei Schritten besteht:

Entscheide dich zu vergeben

Als Erstes musst du die Entscheidung treffen, dass du vergeben willst. Wenn du darauf wartest, dass du dich danach fühlst, wirst du es vielleicht nie tun. Du musst den Entschluss fassen, Gott zu gehorchen und der Versuchung des Teufels zu widerstehen (siehe Matthäus 6,12-14).

Suche Gottes Hilfe

Sei dir darüber im Klaren, dass du das nicht allein tun kannst. Du musst dich auf die Hilfe des Heiligen Geistes verlassen. Gott wird dich befähigen, sogar deine schmerzhaftesten Erfahrungen zu vergeben, wenn du ihn demütig um seine Hilfe bittest. Nachdem Jesus seinen Jüngern gesagt hatte: „Empfangt den Heiligen Geist“, gab er ihnen ganz bewusst gleich im Anschluss an dieses Gebot die Anweisung, anderen zu vergeben (siehe Johannes 20,22-23). 

Bitte den Heiligen Geist um Hilfe. Er möchte dir helfen zu tun, was du nicht aus eigener Kraft tun kannst.

Joyce Meyer

Höre auf Gott Worte

In der Bibel heißt es unmissverständlich, dass wir für unsere Feinde beten sollen (siehe Lukas 6,27-28). Und nicht nur das – wir sollen sie segnen und sie nicht verfluchen (siehe Römer 12,14). Im Griechischen bedeutet segnen „gut von jemandem sprechen“ und verfluchen „schlecht von jemandem sprechen“. Unsere Worte machen einen Unterschied. Nicht schlecht von Menschen zu sprechen, die uns verletzt haben, ist eine Sache des Gehorsams gegenüber Gott.

Vergeude keinen weiteren Tag mehr damit, wegen etwas, das jemand gestern oder gar vor einem Jahr getan hat, zornig auf ihn zu sein. Lass dich von Gott von aller Bitterkeit befreien und vergib, damit du Frieden und Freude in deinem Leben haben kannst!

Fasse heute den Entschluss, dich von der Unversöhnlichkeit, die dein Leben vergiftet, zu befreien und lass uns gemeinsam in die Freiheit eintreten, die Gott für uns hat!

Aus: Joyce Meyer Newsletter Februar 2019

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