Neuanfang

Wie Gott DJ eine zweite Chance geschenkt hat

Ein Lebensbericht von DJ Holtzmann, Enkel von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

In der Woche, als ich meinen 18. Geburtstag feierte, zog ich bei meinen Eltern aus. Nicht, dass ich ein schweres Leben gehabt hätte. Ich habe eine wunderbare Familie. Dave und Joyce Meyer sind meine Großeltern und mir wurde beigebracht, Gut und Böse unterscheiden zu können. Ich wollte mein Leben aber nach meinen Vorstellungen führen. Deshalb packte ich meine Sachen und kehrte auch nicht zurück.

Joyce Meyer mit ihrem Enkel DJ Holtzmann
Joyce Meyers Enkel hat eine zweite Chance bekommen und sie ergriffen.

Einige Jahre zuvor hatte ich mich einem neuen Freundeskreis angeschlossen. Ich wollte meine gesamte freie Zeit mit diesen Freunden verbringen und Dinge tun, die ich von zu Hause aus nicht tun durfte. Doch je mehr ich gegen Gott und meine Eltern rebellierte, umso mehr lief mein Leben aus dem Ruder.

Als ich von zu Hause wegzog, rauchte ich bereits Hasch, trank Alkohol und konsumierte gelegentlich sogar Kokain. Irgendwann nahm ich jede Droge, die man sich nur vorstellen kann: Crack, Heroin, alles, was ich finden konnte. Ich verkaufte auch Drogen und wanderte mehrere Male in den Knast. Ich tat alles, um vor Gott wegzulaufen.

Weiter abwärts

Ich hatte eine Wohnung, in die mein Freund Nate mit einzog. Wir machten alles gemeinsam. Wir tranken zusammen und nahmen auch Drogen zusammen. Alles was wir hatten, teilten wir brüderlich. Damals waren mir die Drogen wichtiger als alles andere in meinem Leben und das brachte viele Probleme mit sich. Nate und ich zogen häufiger um, weil man uns immer wieder aufgrund von Ruhestörungen rauswarf. Unsere Nachbarn riefen oft wegen uns die Polizei. Wir waren es schon gewohnt, dass die Polizei in die Wohnung kam, nach Drogen suchte und uns Handschellen anlegte.

Eines Abends ging es mir ziemlich schlecht. Nate und ich hatten uns gestritten und ich war es leid, immer mit der Polizei in Konflikt zu geraten. Jahrelang hatte ich es nicht in Erwägung gezogen, mit Gott über mein Leben zu reden, doch an diesem Abend entschied ich mich zu beten. Und Gott sagte zu mir, dass ich – wenn ich nicht noch am gleichen Abend nach Hause ginge – nicht mehr die Möglichkeit dazu bekommen würde.

Rückkehr

Um drei Uhr morgens rief ich meine Mutter an und mein Vater kam und holte mich ab. Ich kann nicht sagen, dass sie sich sonderlich über meine Rückkehr freuten. Da es mir schwerfiel, ehrlich zu sein, hatte ich sie in der Vergangenheit oft angelogen. Niemand vertraute mir mehr. Ich habe einen jüngeren Bruder und zwei jüngere Schwestern. Sie wollten alle nichts mehr mit mir zu tun haben.

Einige Monate lang schloss ich mich mehr oder weniger im Haus meiner Eltern ein und verließ es nur selten. Ich begann allerdings in den Gottesdienst zu gehen, fand Arbeit und leistete Sozialstunden für frühere Drogendelikte ab. Während ich langsam zurück ins Leben fand, starb Nate an einer Überdosis Heroin. Ich wusste, das hätte genauso gut ich sein können.

Mir wurde klar, dass ich mich an Gottes Wort klammern und nicht zurückzublicken durfte. Auch wenn ich viel Zeit und Energie investiert hatte, um vor Gott wegzulaufen, machte er mir klar, dass ihm immer noch etwas an mir lag. Nie wieder werde ich an seiner Liebe zweifeln.

DJ Holtzmann

Heute habe ich eine wunderbare Beziehung mit ihm. Ich kann mir gar nicht vorstellen, irgendeine Entscheidung zu treffen ohne Gott vorher gefragt zu haben. Ich bin von Herzen dankbar, dass er mir eine zweite Chance gegeben hat – und damit ein ganz neues Leben. Es ist unbegreiflich, was ich alles erleben durfte, seitdem ich mein Leben mit Gott führe.

Etwa eineinhalb Jahre, nachdem ich zu meinen Eltern zurückkam, lernte ich in der Gemeinde Tanna kennen, meine heutige Frau. Wir gingen zusammen aus und heirateten. Unser 3-jähriger Sohn Jeremiah ist das beste Kind überhaupt. Ich kann es kaum abwarten, nach der Arbeit nach Hause zu kommen und Zeit mit ihm zu verbringen. Ich habe das Vertrauen meiner Familie zurückgewonnen – meiner ganzen Familie.

Tanna und DJ, Enkel von Joyce Meyer

Ermutigung für andere

Im Februar wurde ich gebeten, meine Geschichte auf der Joyce Meyer Konferenz in Phoenix, Arizona, zu erzählen. Ich rede nicht gerne vor Menschen und war deshalb sehr aufgeregt, bevor es auf die Bühne ging. Doch es war mir auch eine Ehre, weil meine Großmutter mich darum gebeten hatte. Meine Knie zitternten, doch Gott half mir. Ich wusste, es waren Menschen da, die hören sollten, was ich zu sagen hatte.

Weißt du, ich bin zwar in einer Familie aufgewachsen, in der es immer um Gott ging, doch ich hatte nie versucht, eine persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen. Immer, wenn ich in Schwierigkeiten geriet, versuchte meine Mutter mich dahin zu bewegen, gehorsam zu sein. Doch manche Kinder müssen die Lektion selbst lernen und zu denen gehörte ich. Auf dieser Konferenz bezog ich mich auf den Bibelvers aus Sprüche 22,6:

Erziehe dein Kind in rechter Weise für seinen Lebensweg, dann wird es von ihm nicht lassen, wenn es alt wird.

Die Bibel: Sprüche 22,6

Was für ein Versprechen. Wenn du deinen Kindern oder anderen Menschen, die du liebst, beibringen möchtest, wie man Gott nachfolgt – und diese tun alles, um genau das zu vermeiden – dann sei nicht entmutigt. Verliere nicht die Hoffnung. Bete weiterhin für sie. Tu das, was der Heilige Geist dir zeigt und dann überlasse deine Lieben dem himmlischen Vater. Er liebt sie auch. Und er wacht über sie.


Aus: Joyce Meyer Magazin September 2015


Anmerkung der Redaktion: DJ Holtzman und seine Frau Tanna haben zu ihrem leiblichen Sohn noch ein Kind adoptiert. Allen geht es gut. Er ist clean geblieben und sein Lebensbericht ist eine Ermutigung für viele.

Tägliche Andacht
Dein heutiger Mutmacher:

Vertraue dich Gott an

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Beten ist weder kompliziert noch anstrengend, es ist etwas Wunderbares. Vertraue darauf, dass Gott dich hört, wenn du betest.

Man sagte mir, ich sei der letzte Dreck

Wie ich meinen Wert in Jesus Christus fand

Ein Lebensbericht von John McFadden | Lesedauer: 2 Minuten

Ich wuchs in einer sehr wohlhabenden Familie in der besten Gegend unserer Stadt auf. Ich war ein herausragender Sportler und Kapitän der Schulmannschaft. Das Leben schien es gut mit mir zu meinen. Wir sahen gut aus. Wir rochen gut. Doch hinter verschlossenen Türen stank es zum Himmel. Es gab ein dunkles Familiengeheimnis.

Mann mit nachdenklichem Gesichtsausdruck. Joyce Meyer
Ganz gleich was dir im Leben widerfahren ist, du bist in Gottes Augen kostbar und wertvoll.

Der Schein trügt

Nach meinem Hochschulabschluss heiratete ich die Liebe meines Lebens und trat in die U.S. Air Force ein. 22 Jahre lang flog ich viele Kampfjets und ging als Oberstleutnant in den Ruhestand. Danach machte ich mich selbständig und erzielte mit meiner eigenen Firma Millionengewinne. Nach außen hin schienen wir auf der Sonnenseite des Lebens zu sein, doch meine Herkunftsfamilie war vollkommen zerrüttet. Ich wuchs in einem unsicheren, chaotischen und brutalen Elternhaus auf. Mein Vater – ein angesehener Arzt – war nie zu Hause. Und meine Mutter, die als junge Frau in die Gesellschaft eingeführt worden war, hatte immer einen Drink in der Hand. Ihre Waffe war ein ledernes Hundehalsband, mit dem sie einen blutig schlagen konnte. Doch das war nicht halb so schmerzhaft wie ihre scharfe Zunge.

Meine zerrüttete Kindheit

Ich kannte kein stabiles Familienleben. Als ich sechs Jahre alt war, weckte meine Mutter mich und meine Geschwister mitten in der Nacht. Wir sollten die Sachen meines Vaters vor die Tür schmeißen. So konnte sie sagen, dass wir ihn hinausgeworfen hätten.

Ein Jahr später, ließ meine Mutter meinen ältesten Bruder seine Sachen in einen Müllsack packen. Sie zwang mich, vom Fenster aus zwei Stunden lang zuzusehen, wie mein Bruder neben dem Müll auf der Bordsteinkante saß, bis mein Vater kam und ihn holte. Die ganze Zeit über saß sie hinter mir und sagte immer wieder: „Du bist der letzte Dreck. Du bist ein Nichts. Dein Tag wird kommen und dann wirst auch du auf der Bordsteinkante sitzen müssen, bis du abgeholt wirst.“

Von da an wiederholten sich diese Gedanken in meinem Kopf gebetsmühlenartig: „Ich bin der letzte Dreck, Müll, völlig wertlos und ich habe es nicht verdient, geliebt zu werden.“

Wenn man niemandem trauen kann

Dieses zerrüttete Zuhause machte mich zur leichten Beute für einen unserer Nachbarn. Er und seine Familie luden mich zum Abendessen in ihr Haus ein und boten mir einen Schlafplatz für die Nacht an – sicher und warm. Ich dachte, ich sei dem familiären Horror endlich entkommen. Doch jene Nacht in vermeintlicher Freiheit und Sicherheit sollte mich am Ende viel kosten. Mein Nachbar stieg nachts zu mir ins Bett und verging sich an mir. Das war der Beginn von jahrelangem sexuellen Missbrauch. Der Tag kam – ich war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt – als meine Mutter auch mit mir fertig war. Sie warf mich ebenfalls raus, wie angekündigt.

Leben mit dunklen Geheimnissen

Die Jahre vergingen und ich behielt mein dunkles Geheimnis für mich. Nach außen hin war ich in allen Bereichen ein Leistungsträger. Aber in Wirklichkeit versuchte ich nur mir selbst zu beweisen, dass ich etwas wert war. Ich war immer auf der Hut, denn ich wollte nie wieder von irgendeiner Situation überrumpelt werden. Was für ein anstrengendes Leben.Jeden Morgen befürchtete ich, dass meine Frau herausfinden könnte, was mit mir nicht stimmte, und mich dann ebenfalls aus dem Haus werfen würde. Nach 24 Ehejahren warf ich mich dann selbst hinaus und verließ meine Frau und unsere vier Kinder.

Den Kampf in meinen Gedanken 

Schlimmer als bisher griff der Teufel nun meine Gedankenwelt an. Er brachte mich dazu, meinem Leben ein Ende setzen zu wollen und ich unternahm einen Selbstmordversuch. Doch eines Morgens, als ich in meinem Ein-Zimmer-Appartement saß, das nur mit einer Luftmatratze und einem Fernseher ausgestattet war, zappte ich in die Sendung von Joyce Meyer „Das Leben genießen“.

Durch Gottes Hilfe, seelsorgerliche Unterstützung und die Sendung von Joyce, die ich mir jeden Tag ansah, bekam ich das, was ich brauchte, damit meine Wunden heilen konnten. Auch unsere Ehe wurde wiederhergestellt. Joyce hat mir geholfen, die Worte meiner Mutter, die sich in mein Denken eingebrannt hatten, durch biblische Wahrheiten zu ersetzen.

Ein komplett neues Leben

Kommt mir jetzt mal wieder etwas Negatives in den Sinn, richte ich meine Gedanken auf Johannes 10,10 aus. Ich sage dann zu mir selbst: „Wenn es mir meine Freude rauben oder zerstören will, kann es nicht von Gott kommen.“ Mein Leben ist nun völlig anders und ich möchte von Herzen dem Plan, den Gott für mich hat, folgen.

Ich verkaufte meine Firma und machte meinen Master in Psychologie. Nun kann ich anderen Menschen, die ebenfalls in ihrer Kindheit missbraucht worden sind, helfen. Jeder meiner Klienten erhält von mir Das Schlachtfeld der Gedanken von Joyce Meyer. Ich möchte ihnen bewusst machen, mit welchem Feind sie es wirklich zu tun haben. Das ermöglicht ihnen, ihre Denkweise zu ändern und zu erkennen, wie wertvoll sie durch Jesus sind. Er nahm all die Schläge und all den Missbrauch auf sich. Heute kenne ich meinen Wert, weil ich weiß, welchen Preis Jesus für mich bezahlt hat.

Aus: Joyce Meyer Magazin März 2018

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Gott bietet dir ein ungewöhnliches Tauschgeschäft an: Lerne es mit den tiefen Schmerzen deiner Vergangenheit umzugehen und tausche Asche gegen
Falls du unglücklich bist, solltest du dies schnell ändern. Entscheide dich heute glücklich zu sein und dein Leben zu lieben.
Gott hat uns das Träumen ins Herz gelegt. Es ist in der Hoffnung verwurzelt und wird vom Glauben angetrieben. Und

Der Gott der zweiten Chance

Gib niemals auf

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Wir alle erleben Zeiten, in denen wir am liebsten aufgeben würden. Vielleicht hast du etwas ausprobiert – doch es hat nicht so geklappt wie erwartet. Möglicherweise hat dich jemand verletzt und nun fällt es dir schwer, die Vergangenheit hinter dir zu lassen und vorwärtszugehen.

Mann, der einen Wanderrucksack an hat. Joyce Meyer
Brich auf in ein neues Leben und ergreife eine weitere Chance!

Wie leicht sind wir entmutigt. Doch Gott möchte nicht, dass uns die Momente ausbremsen, in denen die Dinge anders liefen, als wir es uns gewünscht hätten. Er möchte, dass wir vorangehen, seine Pläne umsetzen und unser Leben in vollen Zügen genießen.

In Johannes 10,10 (Neues Leben) steht:

Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken

Die Bibel: Johannes 10,10

Gott hat ein wunderbares Leben für uns geplant. Oftmals lassen wir uns jedoch unsere Freude vom Teufel rauben, indem wir gedanklich an unserer Vergangenheit kleben bleiben. Es gefällt ihm, wenn wir glauben: „Ich habe viel zu viel falsch gemacht.“ „Ich werde das Chaos in meinem Leben niemals in den Griff bekommen.“ „Ich bin zu alt.“ „Es ist zu spät.“

Eins steht fest: Ganz gleich wer du bist, wo du dich befindest oder was du auch durchgemacht hast, es ist nie zu spät für einen Neuanfang!

Es gibt immer eine zweite Chance

Ich hatte einen wirklich schlechten Start ins Leben. Jahrelang wurde ich von meinem Vater verbal und sexuell missbraucht und ich war voller Schmerz und Traurigkeit. Doch Gott hat das, was mir gestohlen wurde, nicht nur ersetzt – nein. Er hat mir ein viel schöneres Leben geschenkt, als ich mir je hätte erträumen können. Es war zwar ein langer Weg, aber ich kann jetzt sagen, dass ich mein Leben liebe und ich will die Zeit, die mir bleibt, so gut wie möglich nutzen.

In der Bibel stoßen wir immer wieder auf Menschen, die eine zweite Chance bekamen…

  • Eine Frau, die nur „Rahab die Hure“ genannt wurde, bekam eine zweite Chance, erlebte Berfreiung und gehört zum Stammbaum Jesu.
  • Obwohl Petrus voller Angst geleugnet hatte, Jesus zu kennen, wurde ihm vergeben und er predigte zu Pfingsten.
  • Paulus war ein Verfolger der ersten Christen und ein fanatischer Religionsführer gewesen. Doch Gott veränderte ihn und gab ihm den Auftrag, große Teile des Neuen Testaments zu schreiben.

Gott liebt Neuanfänge. Solltest auch du einen brauchen, hält er eine zweite Chance für dich bereit!


Und los geht es mit dem Neuanfang

Der beste Neuanfang, den wir alle erleben können, ereignet sich, wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen und zu einer ganz neuen Schöpfung werden (siehe 2. Korinther 5,17). Die daraus resultierende persönliche Beziehung zu Jesus ist der Schlüssel zu einem komplett neuen Leben. Seelische Wunden können heilen und du bekommst die Möglichkeit, die Person zu werden, die Gott sich gedacht hat.

Ganz gleich ob du dein Leben mit Gott gerade erst begonnen hast oder ob du ihm dein Herz schon vor Jahren anvertraut hast, eins darfst du nicht vergessen: Jesus ähnlicher zu werden ist ein Prozess, der Zeit braucht. Wir lernen, Glaubensschritte zu machen, einen Schritt nach dem anderen. Wenn ein Kleinkind das Laufen lernt, fällt es oft hin. Doch es steht immer wieder auf und versucht es noch einmal. Darum bittet Gott uns auch.

Egal wie oft wir „hinfallen“ oder versagen, wenn wir immer wieder aufstehen, kommen wir irgendwann dort an, wo wir sein sollen.

Joyce Meyer

Gott wird uns in ein Leben hineinführen, das unsere kühnsten Träume weit übersteigt. Aber zuerst müssen wir die ganzen Fehler unserer Vergangenheit loslassen. In Hebräer 8,12 lesen wir: Und ich werde ihr Unrecht vergeben und nie wieder an ihre Sünden denken (Neues Leben).

Gott will nicht nur alle unsere Sünden vergeben, er vergisst sie sogar! Deshalb sollten auch wir aufhören, uns ständig an das zu erinnern, was Gott bereits vergessen hat.

Es gibt nichts, was Gott nicht über uns weiß. Nichts, was uns betrifft, überrascht ihn! Wenn wir uns an ihn wenden, wird er uns in jedem Fall in die Arme schließen und mit uns leben wollen.

Aus Fehlern lernen

Unsere Vergangenheit bestimmt nicht unser Ziel. Und doch lehrt sie uns, was gut war und was nicht. Auf unserem Lebensweg helfen uns diese Erfahrungen, Gottes Stimme besser zu hören, sodass wir seinen Anweisungen folgen können. Wir müssen lernen, uns dem Heiligen Geist anzuvertrauen, denn er ist klüger als wir und hat nur Gutes mit uns vor (siehe Jeremia 29,11).

„Der beste Neuanfang, den wir alle erleben können, ereignet sich, wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen.“

Gott liebt dich über die Maßen und er hat einen wunderbaren Plan für dein Leben.

Lass dich nicht von den Zeiten aufhalten, in denen die Dinge nicht so liefen, wie du es dir gewünscht hättest.

In Römer 5,5 lesen wir: 

Und in dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht werden. Denn wir wissen, wie sehr Gott uns liebt, weil er uns den Heiligen Geist geschenkt hat, der unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt.

Die Bibel: Römer 5,5

Wenn du an der Hoffnung festhältst, die Jesus dir gibt, kannst du das Leben, das Gott für dich geplant hat, auch genießen. Denn Gott gibt dich niemals auf!

Praktische Schritte für deinen Weg

Diese zehn Punkte werden dir helfen, die lebensverändernden Prinzipien der Bibel in deinem Leben anzuwenden.

  1. Vergib denen, die dich verletzt haben.
  2. Lass die Fehler deiner Vergangenheit los.
  3. Lebe durch Gottes Stärke und nicht durch deine eigene.
  4. Verharre nicht in schmerzhaften Erinnerungen.
  5. Vertraue Gottes Zeitplan.
  6. Erwarte täglich, dass Gott in deinem Leben handelt.
  7. Lass dich nicht durch die negative Einstellung anderer von Gott abbringen.
  8. Lebe, um Gott zu gefallen und nicht Menschen.
  9. Unterschätze nicht den Wert kleiner Schritte und kleiner Anfänge.
  10. Gib niemals auf.

Tiefere Einsichten

Beschäftige dich mit den folgenden Bibelstellen, in denen es um Rahab und Paulus (ehemals Saulus) geht. Bitte Gott, dass du ihn in diesen Geschichten immer mehr als den erkennst, der er wirklich ist. Schreibe dir deine Erkenntnisse auf. Bitte Gott um einen Neuanfang und lass dich auf seinen Plan für dein Leben ein! (Josua Kapitel 2 und 6, Apostelgeschichte 8,1-3 und 21,39–22,16)

Zehn Schlüsselbibelstellen für einen Neubeginn (Neues Leben)

1. Jesaja 43,18-19

Denkt nicht mehr daran, was war und grübelt nicht mehr über das Vergangene. Seht hin; ich mache etwas Neues …

2. Hebräer 12,1

 [Wir] wollen … jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, in die wir uns so leicht verstricken. Wir wollen den Wettlauf bis zum Ende durchhalten, für den wir bestimmt sind. 

3. Galater 2,20

Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Ich lebe also mein Leben in diesem irdischen Körper im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat. 

4. Psalm 27,13

Doch ich vertraue fest darauf, dass ich noch sehen werde, wie gut Gott ist, solange ich lebe. 

5. 2. Korinther 5,17

Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! 

6. 2. Korinther 5,21

Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.

7. Jeremia 29,11

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe“, spricht der Herr. „Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ 

8. Philipper 4,13

Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. 

9. Matthäus 19,26

Jesus sah sie eindringlich an und sagte: „Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich.“

10. 2. Korinther 12,9

Jedes Mal sagte er: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.“ Und nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann. 

Wie man Jesus kennenlernt

Wenn du heute einen Neuanfang brauchst, solltest du zuerst eine persönliche Beziehung zu Jesus eingehen, die Auswirkungen auf jeden Bereich deines Leben haben wird. Hier erfährst du, wie das geht. 

Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2018

Weitere Texte

Furcht sollte in deinem Leben nicht das letzte Wort haben, denn Gott schenkt dir Kraft und Mut!
Menschen suchen überall nach Glück. Doch wahren inneren Frieden wirst du allein durch Gott erfahren.
Willst du stets das Richtige sagen und Missverständnisse in der Kommunikation vermeiden? Gott hilft dir, deine Worte richtig einzusetzen und

Du bist nicht allein

Gott ist mit dir

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Wir möchten dir heute einen sehr wichtigen Gedanken mit auf den Weg geben. Wenn du diesen verinnerlichst, werden alle Gefühle der Einsamkeit, Unsicherheit und sogar
die dich lähmenden Ängste nach und nach verschwinden. Es ist eine wunderbare Zusage: Du bist nicht allein!

Menschen, die sich in den Arm nehmen. Joyce Meyer
Gott ist immer bei dir, deshalb werde selbst gegen das Gefühl der Einsamkeit aktiv.

Ganz gleich wie schwierig deine Lebenssituation oder wie belastend deine Probleme auch sein mögen, als Kind Gottes wirst du sie niemals alleine bewältigen müssen. Gott ist mit dir und er hat versprochen, dich niemals zu verlassen! In 5. Mose 31,6 (Hfa) steht:

Seid mutig und stark! Habt keine Angst, und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern! Der Herr, euer Gott, geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich!

Die Bibel: 5. Mose 31,6

Und Jesus sagt in Matthäus 28,20 (NGÜ):

Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.

Die Bibel: Matthäus 28,20

Hast du es bemerkt? Hier geht es um „immer“ und „jeden Tag“. Das sind stärkende und Mut machende Worte, besonders wenn man selbst oder jemand, den man liebt, mit Unsicherheit, Angst oder Zweifeln zu kämpfen hat.

Gott garantiert dir seine Gegenwart in jedem Bereich deines Lebens. Du musst nicht selbst auf die passenden Lösungen kommen. Du musst die Kämpfe in deinem Leben nicht mit deiner begrenzten Kraft alleine ausfechten. Du bist nicht allein!

Warum ist diese Zusage so wichtig?

Wir kommen viel in der Welt herum und beobachten, dass immer mehr Menschen Hilfe und Anleitung für ihr Leben suchen, weil sie unter einer tiefen Einsamkeit leiden. Das Interessante dabei ist: Die einsamsten Menschen sind oftmals von sehr vielen Menschen umgeben. Wie kann das sein? Wir glauben, die Menschen fühlen sich einsam, weil sie niemandem wirklich vertrauen können.

Vielleicht kennst du solche Zeiten auch? Zeiten, in denen du dich isoliert und abgelehnt gefühlt hast oder vielleicht sogar wegen deines Glaubens verfolgt wurdest. Das kann ein tiefes Gefühl der Einsamkeit auslösen.

Doch lass dich ermutigen und vergiss diese beiden Wahrheiten nicht: Erstens, Gott ist mit dir und ihm kannst du vertrauen.

Einsamkeit wirft Fragen auf. Was ist, wenn ich für den Rest meines Lebens alleine bleibe?
 Was ist, wenn dieser Schmerz nie weggeht? Was ist, wenn Probleme auf mich warten, mit denen ich nicht umgehen kann? Was ist, wenn … was ist, wenn … was ist, wenn …?

Du wirst diese Fragen niemals alle beantworten können. Aber solange du weißt, dass Gott mit dir ist, kannst du darauf vertrauen, dass er dich mit dem versorgen wird, was du brauchst. Durch diese innere Zuversicht wirst du frei von den Ängsten, die diese „Was ist, wenn“-Frage oftmals mit sich bringt.

Und zweitens: Weil Gott dir gnädig ist, kannst du zielorientiert in ein neues Leben starten. Die Dinge, die dir in der Vergangenheit passiert sind und die das Gefühl der Einsamkeit in dir hervorgerufen haben, müssen nicht deine Zukunft bestimmen. Du kannst durch Jesus neue Hoffnung empfangen, wenn du bereit bist, dich in Bewegung zu setzen.

Bleib nicht passiv und wünsch dir nicht nur, dass die Einsamkeit bald verschwinden möge. Mit Gottes Hilfe kannst du das Gefühl der Isolation in die Flucht schlagen. Sei aktiv und hol dir deine tiefe Lebensfreude zurück, indem du diesen einen Gedanken verinnerlichst: Du bist nicht allein.

Werde selbst aktiv

Hier sind außerdem ein paar Vorschläge,
 die dir ganz praktisch weiterhelfen können. Schenk jemandem dein Vertrauen (selbst wenn es nur um Kleinigkeiten geht). Geh auf jemanden zu, der selbst einsam ist, und tu ihm etwas Gutes. Geh neue Freundschaften ein. Konzentriere dich auf die Menschen, die dir geholfen haben, und nicht auf diejenigen, von denen du verletzt wurdest. Es ist ziemlich einfach:

Lass dich von dem Gefühl der Einsamkeit, das du nur zu gut kennst, anspornen, deine Zukunft zu verändern. Und dann leg los.

Joyce Meyer

Auf diese Weise wirst du deine innere Unsicherheit, deine Ängste und auch das Gefühl der Einsamkeit hinter dir lassen. Doch es gibt noch so viel mehr, was uns die Bibel über Gottes Gegenwart beibringt und was dein Leben völlig umkrempeln kann.

Diese Sehnsucht, immer tiefer in das Wort Gottes einzutauchen, schenkt uns eine tiefe, innere Zufriedenheit. Biblische Wahrheiten bringen Zuversicht, Freude und Frieden mit sich sowie die Gewissheit: Ich bin nicht allein. Das sagt Gott dir zu. Und seine Zusagen sind größer als alle Probleme.

Wir wollen dich ermutigen: Du stehst nicht alleine da. Gott ist für dich. Du bist nicht allein!
 

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Dezember 2017

Weitere Texte

Pflege die Gemeinschaft mit Gott und genieße das Leben, das Gott für dich bereithält.
Deine aktive Entscheidung, auf Gott zu vertrauen, gibt dir viel Freude im Leben. Wage den Sprung ins Unbekannte.
Lerne den Enkel von Joyce kennen und lass dich durch seinen Neuanfang mit Gott inspirieren.

Für immer kaputt?

Heilung für Körper, Seele und Geist

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 4 Minuten

Wirst du von einer Krankheit oder einem quälenden Leiden geplagt? Vielleicht bist du in Behandlung oder hast bisher noch nicht den Mut gefunden, einen Arzt aufzusuchen. Wenn du mit Schmerzen, Unwohlsein oder Krankheit kämpfst, habe ich heute eine gute Nachricht für dich: Jesus möchte dein Leiden heilen!

Nähmaschine in Gebrauch. Hand of Hope, Joyce Meyer
Jesus nimmt sich gern Zeit, um dich wiederherzustellen.

Nachdem ich mich nun schon viele Jahre intensiv mit dem Wort Gottes beschäftige und viele Heilungen mit eigenen Augen gesehen habe, kann ich das mit großer Zuversicht sagen. Aber weißt du was? Es gab eine lange Zeit in meinem Leben, in der ich nicht wusste, dass Jesus uns heilen will.

Ich ging regelmäßig in die Kirche; ich liebte Gott; ich wusste, dass Jesus für mich gestorben war und dass ich nach meinem Tod in den Himmel kommen würde, weil ich ihn als meinen Retter angenommen hatte. Aber ich begriff nicht, dass Gott sich für jeden noch so kleinen Teil von mir interessierte.

Jesus möchte dich heilen

Doch je länger ich im Lauf der Jahre Gottes Wort studierte, umso klarer wurde mir, dass für Gott nicht nur unser Sinn und unsere Gefühle eine große Rolle spielen, sondern auch unser Körper. Wenn ich in der Bibel las, schienen mir die Verse über Heilung plötzlich förmlich entgegenzuspringen. Wie beispielsweise 3. Johannes 2, wo es heißt:

Lieber Freund, ich bete, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht, und dass dein Körper so gesund ist, wie ich es von deiner Seele weiß.

Die Bibel: 3. Johannes 2

Ich gelangte zu einer sehr wichtigen Erkenntnis, die ich heute an dich weitergeben möchte: Jesus heilt alle deine Leiden – an Geist, Seele und Körper.

  • Gott kann deinen emotionalen Schmerz lindern

  • Gott kann deinen Sinn verwandeln und dir den Sinn Jesu geben
  • Gott kann deine körperlichen Schmerzen und deine Krankheiten heilen

Es gibt nichts, das er nicht tun kann, und niemanden, den er nicht heilen will!

Gott möchte nicht, dass du dich ständig schlecht fühlst, keine Kraft hast oder pausenlos unter Schmerzen leidest. Er möchte, dass du das Leben genießt, das er dir geschenkt hat. Jesus kam, damit du Leben hast und dies „in ganzer Fülle“ (siehe Johannes 10,10). Ein Leben in ganzer Fülle ist ein Leben, in dem alles zum Tragen kommt, was Gott für uns hat – einschließlich eines gesunden Körpers.

Sieh dir an, was Gottes Wort über Heilung sagt:

  • Doch wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. … Durch seine Wunden wurden wir geheilt! (Jesaja 53,5; NLB)
  • Mit meiner Seele will ich den Herrn loben und das Gute nicht vergessen, das er für mich tut. Er vergibt mir alle meine Sünden und heilt alle meine Krankheiten. (Psalm 103,2-3; NLB)
  • Ihr Gebet im Glauben an Gott wird den Kranken heilen, und der Herr wird ihn aufrichten. (Jakobus 5,15; NLB)

Und das sind nur einige wenige von all den vielen Verheißungen Gottes! Was müssen wir nun tun, damit sich Gottes Verheißungen in unserem Leben erfüllen? Die Bibel sagt es uns: Wir müssen daran glauben, dass Gott tut, was er gesagt hat!

Vertraue Gott ganz

Wirklichen Glauben zu haben ist nicht kompliziert. Es geht nicht darum, geistliche Formeln zu proklamieren oder eindrucksvolle Gebete zu sprechen.

Glaube bedeutet einfach darauf zu vertrauen, dass Gottes Verheißungen wahr sind und dass er in deinem Leben das Unmögliche tun kann. ​​​​​​​

Joyce Meyer

Und dabei spielt es keine Rolle, ob du schon 20 Jahre oder erst 20 Minuten Christ bist – die Verheißungen Gottes gehören dir!

Ich möchte dir ein Beispiel geben: Ich ließ mir jahrelang von derselben Frisörin die Haare machen. Sie hatte Jesus noch nicht als ihren Retter angenommen. Gott sei Dank tat sie es später, aber zu dieser Zeit war sie noch weit vom Herrn entfernt. Bei einem Termin sagte sie mir, dass sie starke Schmerzen im Ellbogen hatte. Da wir uns mittlerweile recht gut kannten und wir eine gute Beziehung zueinander hatten, fragte ich sie: „Darf ich für dich beten?“ Sie erwiderte ohne zu zögern: „Ja, sicher.“ Ich sprach ein sehr kurzes und einfaches Gebet. Und weißt du was? Der Schmerz verschwand und, wie sie mir später sagte, kehrte er nie wieder zurück. So handeln wir im Glauben.

Vielleicht denkst du jetzt: „Ich bin schon so lange krank und habe Schmerzen. Was du sagst, Joyce, hört sich interessant an, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es keine Hoffnung mehr für mich gibt.“ Ich kann verstehen, wie du dich fühlst, weil es mir lange Zeit genauso ging. Aber denk daran, dass es bei Gott immer Hoffnung gibt. Und er möchte, dass wir uns in den Zeiten unseres Lebens, in denen wir mit Problemen oder Nöten zu kämpfen haben, auf ihn verlassen und in seinem Frieden, seiner Gnade und seiner Kraft leben, während wir auf die Antworten warten, die wir brauchen. Wir können auf Gott und die Verheißungen in seinem Wort vertrauen. In 2. Mose 15,26 steht:

„... ich bin der Herr, der euch gesund macht.“

Die Bibel: 2. Mose 15,26

Wenn du gerade körperlich oder seelisch leidest, vergiss nie, dass Gottes Verheißung der Heilung auch dir gilt. Du bist ihm wichtig und er liebt dich mehr, als du dir vorstellen kannst.

 

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief September 2016

Weitere Texte

Fühlst du dich einsam? Durch Gottes Zusagen wirst du die Einsamkeit überwinden können.
Wir dürfen jeden Tag aufs Neue darauf vertrauen, dass Gott unseren Nöten begegnet. Denn wahres Glück ist unabhängig nicht von
Bist du gerade krank und weißt nicht weiter? In den Händen des himmlischen Vaters kannst du heil werden.

Endlich frei!

Mit Trauer umgehen

Ein Lebensbericht von A. J. Gonzales | Lesedauer: 2 Minuten

Ich werde nie den Tag vergessen, an dem meine Mutter durch einen schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Das war 1983 und ich war erst 13 Jahre alt. Meine Mutter und ich hatten ein sehr enges Verhältnis. Als ich hörte, dass der Mensch, den ich am meisten liebte, nicht mehr da war, war ich am Boden zerstört. Ich suchte nach Erklärungen, doch niemand konnte mir weiterhelfen.

Mann guckt aus dem Fenster. Joyce Meyer
In Zeiten der Trauer sind wir bei Gott am besten aufgehoben. Er kümmert sich um uns.

Ich verstand damals nicht, was Tod bedeutete und wusste auch nicht, wie ich trauern konnte. Ich litt unter dem Verlust und war einfach wütend. Als ich meine Mutter im Sarg liegen sah, wurde ich sehr böse. Ich weiß noch, wie ich mehrmals in meinem Zimmer schrie: „Ich hasse Gott! Für mich gibt es keinen Gott mehr.“

Hinzu kam ein tiefes Schuldgefühl. Ich hatte bislang nie richtig mit meiner Mutter gestritten, aber einen Tag vor dem Unfall hatten wir einen Streit und ich konnte ihr nicht mehr sagen, dass es mir leid tat. Dazu hatte ich keine Möglichkeit mehr. Zu dem Zeitpunkt begann ich mit dem Trinken. Ich dachte, ich würde mich dadurch besser fühlen, doch machte es die Dinge nur noch schlimmer. Je älter ich wurde, desto abhängiger wurde ich.

Der tiefste Punkt

Im Jahr 2003 war ich eines Abends mit dem Auto unterwegs. Ich fuhr gerade nach Hause. Ich hatte getrunken und die Straße war ziemlich kurvig. Plötzlich tauchte ein Fahrzeug vor mir auf. Ich erinnere mich nur noch daran, wie meine Vorderreifen auf die Bordsteinkante knallten, mir das Lenkrad entglitt und mein Airbag auslöste. Ich fuhr frontal gegen eine Mauer. Und dann hörte ich schreckliche Schreie. Ich stieg aus und eine Frau überbrachte mir die schlimmste aller Nachrichten: Ich hatte gerade ein Kind überfahren. Sofort dachte ich: Ich bin kein Stück besser als der Mensch, der meine Mutter totgefahren hat.

Mein Versagen brachte mich ins Gefängnis. Dort dachte ich nach über das, was ich getan hatte und wollte meinem Leben ein Ende setzen. Doch nachdem ich einige Jahre abgesessen hatte, geschah etwas Merkwürdiges. Ich kam in meine Zelle zurück und fand ein Buch auf meinem Bett. Im Gefängnis muss man ständig auf der Hut sein, wenn man irgendwo etwas findet, denn nichts ist dort umsonst. Ich rief also die wachhabende Person und klopfte das Buch aus, um mich darüber zu vergewissern, dass nichts zwischen den Seiten versteckt war. Nach einigen Stunden las ich zumindest den Titel des Buches: Das Schlachtfeld der Gedanken von Joyce Meyer.

Ich hatte meine Gedanken nie als ein Schlachtfeld gesehen, doch der Titel leuchtete mir ein. Ich begann das Buch zu lesen. Immer wieder konnte ich bestimmte Inhalte auf meinen Alltag im Gefängnis anwenden. Dadurch fiel es mir leichter, die Zeit zu überstehen.

Ein Neubeginn

Schließlich entdeckte ich Joyce auch im Fernsehen. Durch sie lehrte Gott mich, auf seine Stimme zu hören. Und zum ersten Mal in meinem Leben war ich froh, dass ich lebte. 

Ein Jahr nach meiner Entlassung besuchte ich meine erste Joyce-Meyer-Konferenz. Und dort entschied ich mich, Christ zu werden. Ich wusste, dass ich von nun an ein anderes Leben führen würde. Ich schaute weiterhin die Sendungen von Joyce und half auch ehrenamtlich bei ihren Konferenzen. Ich wollte andere wissen lassen, wie groß Gott ist und was er für uns Menschen tun kann. Ich bin mir bewusst, dass Joyce Meyer Ministries ohne seine Partner keine Gefängnisinsassen wie mich erreichen würde und auch niemandem durch Fernsehsendungen geholfen werden könnte. Doch mir wurde geholfen.

Ich bekam eine zweite Chance!

A. J. Gonzales

Deshalb gehöre ich mittlerweile auch zu den Partnern von Joyce Meyer Ministries. Ich möchte alles daransetzen, damit auch andere erfahren, dass jeder Mensch eine zweite und dritte Chance verdient hat.


Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2016

Weitere Texte

Egal wer du bist oder was du durchmachen musstest, du bist nicht allein und musst die Dinge nicht selbst in
Enttäuschungen loslassen und richtig verarbeiten. Tritt mit Hoffnung und Zuversicht an die Situation heran.
Erfahre, wie du deine Vergangenheit hinter dir lassen kannst und zukünftig deinen Wert allein in Jesus erkennst.

Darf ich mich gut finden?

Sei du selbst

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 2 Minuten

Abgesehen von deiner Beziehung zu Gott gibt es eine Beziehung in deinem Leben, die wichtiger ist als alle anderen. Ich meine damit nicht deine Ehe, deine Beziehung zu deinen Kindern oder Enkeln oder deinen engsten Freunden. Ich meine die Beziehung zu dir selbst. 

Junge steht vor einem Verzerrspiegel. Joyce Meyer
"Ich bin ganz schön stark!" Und was sagst du zu deinem Spiegelbild?

Vielleicht hast du dir noch nie klargemacht, dass die wichtigste Beziehung in deinem Leben deine Beziehung zu dir selbst ist. Das ist deshalb so, weil das Bild, das du von dir selbst hast, jeden anderen Bereich deines Lebens beeinflusst.

Das betrifft:

  • Dein emotionales Wohlbefinden
  • Deine Beziehungen mit anderen
  • Die Art und Weise, wie du mit Schwierigkeiten umgehst
  • Deine Fähigkeit zu hoffen und zu träumen
  • Und sogar dein Leben mit Gott.

Es wird einfach alles besser, wenn du dich dazu entschließt, dich als die Person anzunehmen und zu lieben, als die Gott dich erschaffen hat!

Nicht perfekt, aber wertvoll

Vielleicht liest du das und denkst: „Joyce, ich kann mich unmöglich lieben. Ich wurde zu oft abgelehnt. Ich mache zu viele Fehler und habe zu viele Schwächen.“ Ich kann verstehen, wenn du so denkst, denn auch ich habe viele Jahre lang so gedacht. Aber ich möchte, dass du heute erkennst: Gott liebt dich mit all deinen Schwächen und Fehlern und hat Gutes mit dir vor. Es spielt keine Rolle, wie oft du versagt hast oder wo du glaubst an deine Grenzen zu stoßen. Ganz gleich wie unvollkommen du dich manchmal fühlst – dein Vater im Himmel akzeptiert dich, er schätzt dich und er liebt dich ohne Bedingung! In Jeremia 31,3 (NLB) gibt Gott uns die folgende Verheißung:

Ich habe dich schon immer geliebt. Deshalb habe ich dir meine Zuneigung so lange bewahrt.

Die Bibel: Jeremia 31,3

Kürzlich las ich eine Geschichte, die das sehr schön veranschaulicht:
Ein Wasserträger in Indien trug eine Stange auf seinen Schultern, an deren Enden zwei große Eimer befestigt waren. Einer der Eimer war heil, doch im anderen war ein Riss und wenn der Mann sein Ziel erreicht hatte, war er stets nur noch zur Hälfte gefüllt. Zwei Jahre lang brachte der Wasserträger am Ende seines langen Fußweges vom Fluss immer nur einen vollen und einen halben Eimer mit Wasser nach Hause. Der intakte Eimer war natürlich stolz auf seine Leistung, aber der Eimer mit dem Riss schämte sich seiner Unvollkommenheit. Er war sehr unglücklich darüber, dass er nur halb so viel leistete wie der andere Eimer. 

Hast du dich auch schon einmal so gefühlt? Unsicher? Zerbrochen? Unzulänglich? Nun, lies, wie die Geschichte weitergeht.

Nachdem sich der defekte Eimer zwei Jahre lang als jämmerlicher Versager gefühlt hatte, sagte er zu dem Wasserträger: „Ich schäme mich.“ „Warum?“, fragte der Wasserträger. „Wofür schämst du dich?“ „Nun, wegen meines Mangels. Du musst so schwer arbeiten und bekommst nicht einmal den vollen Lohn für deine Mühe“, sagte der Eimer. Der Wasserträger erwiderte mitfühlend: „Wenn wir heute zurück nach Hause gehen, möchte ich, dass du auf die Blumen am Wegrand achtest.“ Und tatsächlich bemerkte der Eimer, als sie den Hügel hinaufgingen, dass auf der einen Seite des Weges überall wunderschöne Blumen blühten. Der Mann sagte zu dem Eimer: „Ist dir aufgefallen, dass die Blumen nur auf deiner Seite des Weges blühen und nicht auf der Seite des anderen Eimers? Ich habe immer von deiner Schwäche gewusst und sie genutzt, indem ich auf deiner Seite des Weges Blumensamen ausgesät habe. Auf unserem Heimweg vom Fluss hast du die Samen Tag für Tag gegossen und seit zwei Jahren pflücke ich immer wieder einen Strauß dieser wundervollen Blumen und stelle sie auf meinen Tisch. Wenn du nicht wärst, wie du bist, hätte ich mein Haus niemals mit dieser Schönheit schmücken können.“

Und genau wie den kaputten Eimer, so kann Gott auch dich gebrauchen, um ganz wunderbare Dinge zu tun: 

  • Du kannst eine Inspiration für deine Kinder und Enkelkinder sein.
  • Du kannst die Menschen in deinem Umfeld ermutigen, auferbauen und ermahnen.
  • Du kannst Menschen, die gerade Schweres durchmachen, deine persönliche Glaubensgeschichte erzählen.

Du musst nicht perfekt sein, damit Gott dich gebrauchen kann. Und ganz sicher musst du nicht perfekt sein, damit er dich lieben kann. Gott verlangt nicht von uns, dass wir perfekt sind – er hat uns erschaffen und er weiß, dass wir Menschen sind und Fehler machen. Unsere Aufgabe besteht darin, jeden Tag aufzustehen und unser Bestes zu tun, um nach seinem Wort zu handeln.

Aufstehen und weitergehen!

Ja, es wird Zeiten geben, in denen wir versagen. Aber anstatt von sich enttäuscht zu sein und zu glauben, dass Gott auf einen ärgerlich ist, können wir Gott um Vergebung bitten, seine Barmherzigkeit und Gnade empfangen und voller Freude weitergehen.

Deshalb will ich dich heute ermutigen und dir sagen:

  • Sei nicht so hart zu dir selbst.
  • Nimm Gottes Liebe an.
  • Akzeptiere dich als von Gott geliebter Mensch.
  • Genieße jeden Moment deines Lebens, das Jesus für dich erworben hat!

Ich möchte, dass du wirklich verstehst, wie tief und wie unendlich groß Gottes bedingungslose Liebe für dich ist! Denk immer daran: Gott liebt dich bedingungslos. Lerne dich so zu sehen, wie er dich sieht. Wenn du erkennst wie wertvoll, wie begabt und wie geschätzt du bist, wird sich jede Beziehung in deinem Leben verbessern, einschließlich der wichtigsten: Deine Beziehung zu dir selbst.


Hier ist ein gutes Zitat, das du beherzigen und auch an andere weitergeben kannst:

Sei du selbst – alle anderen gibt es schon.

Oscar Wilde

Setze alles daran, du selbst zu sein!

 

Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Januar 2017

Weitere Texte

Mit Optimismus und Glauben schwere Zeiten überstehen und daran wachsen. Lerne, wie du schwere Zeiten meistern und das Beste aus
Angst kann unerwartet und alltäglich auftauchen. Es ist wichtig, Angst zu erkennen, damit wir gleich gegen sie angehen können. Denn
Verlass dich in deinem Mutter-Dasein vollkommen auf Gott und vergleiche dich nicht mit anderen. Er möchte, dass du einzigartig bist!

Sich selbst vergeben und neu beginnen

Auf dich wartet ein Neuanfang

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Unser Gott ist voller Liebe und Erbarmen. Wenn wir versagen, vergibt er uns, sobald wir unsere Sünden bekennen und uns von unseren falschen Wegen abwenden. Er löscht all unsere Schuld sogar aus seiner eigenen Erinnerung. In Klagelieder 3,21-23 (Hfa) steht: Aber eine Hoffnung bleibt mir noch, an ihr halte ich fest: Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr! 

Lächelnde Frau mit Blumen im Hintergrund. Joyce Meyer
Lebe in der Freiheit, die Gott dir durch seine Vergebung schenkt

Denn ich werde ihnen alles Unrecht vergeben und werde nie mehr an ihre Sünden denken.

Die Bibel: Hebräer 8,12

Wir sind da oft viel nachtragender. Obwohl Gott schon alles vergessen und hinter sich gelassen hat, kramen wir unsere vergangenen Fehler in unseren Gedanken regelmäßig hervor und sind nicht in der Lage Gottes Gnade auch für uns anzunehmen und ein Leben voller Frieden und Freude zu genießen – so, wie Gott es eigentlich für uns bereithält. Wir denken, wir müssten immer wieder für das, was wir falsch gemacht haben, bezahlen. Und wenn uns etwas Schlimmes angetan wurde, meinen wir, dass wir kein schönes Leben verdient hätten.

Ich war auf jeden Fall dieser Ansicht. Jahrelang habe ich mich nur schlecht gefühlt. Ich hatte in meiner Kindheit sexuellen Missbrauch erlebt und noch als erwachsene Frau konnte man mit mir aufgrund meiner Wut und Bitterkeit nur schwer auskommen. Früher fühlte ich mich erst dann gut, wenn ich mich schlecht fühlte. Schuldgefühle waren meine ständigen Begleiter.

Selbst als Gott mir zeigte, dass ich für meine früheren Fehler nicht länger bezahlen musste, dachte ich weiterhin, dass es nicht richtig wäre, sich gut zu fühlen. Ich konnte mich einfach nicht entspannen und mein Leben genießen. So richtig wohl fühlte ich mich eigentlich nur bei der Arbeit und wenn ich etwas leistete.

Ich machte meinen Wert von dem abhängig, was ich tat und was andere von mir dachten. Ich hatte noch nicht verstanden, dass meine Identität und meine Bedeutung von Gott alleine bestimmt wurden, der mich ganz und gar liebte, und zwar unabhängig davon, was ich tat oder nicht tat oder was mir als Kind angetan wurde.

Doch nach und nach veränderte Jesus mein leistungsorientiertes Denken. Er erneuerte meine Gedanken und heilte mich vollkommen von dem, was mir in der Vergangenheit angetan wurde. Und noch etwas begriff ich: All das galt nicht nur mir, es gilt auch für dich. Ganz gleich was du getan hast und was dir in der Vergangenheit passiert ist, auch für dich ist ein Neuanfang möglich. Mit Jesus ist es nie zu spät dafür.

Gottes Verheißungen machen frei

„Der zukünftige Bund, den ich mit ihnen schließen werde, wird so aussehen: Ich werde – sagt der Herr – meine Gesetze in ihre Herzen legen und werde sie in ihr Innerstes schreiben.“ Und dann heißt es weiter: „Ich werde nie mehr an ihre Sünden und an ihren Ungehorsam gegenüber meinen Geboten denken.“ Wo aber die Sünden vergeben sind, ist kein weiteres Opfer mehr dafür nötig (Hebräer 10,16-18; NGÜ).

Diese Verheißung Gottes gilt für alle, die ihm ihr Leben anvertraut haben. Wo die Sünden vergeben sind, ist kein weiteres Opfer mehr nötig. Es ist alles schon getan! Du musst dich nicht länger schuldig fühlen. Jesus hat den gesamten Preis für deine Sünden bezahlt und dir damit ein unermesslich wertvolles Geschenk gemacht. Es bedarf keiner weiteren Opfer, denn alle Schuld ist bereits gesühnt. Trotzdem meinen wir, uns selbst bestrafen zu müssen, weil es uns zu einfach erscheint. Aber es ist so einfach.

Wage den Neuanfang!

Wenn du dir selbst vergibst, kannst du endlich anfangen, dein Leben zu genießen. Und du gibst Gott den Raum, den er braucht, um dich zu verändern. So kannst du in die Bestimmung hineinwachsen, die Gott auf dein Leben gelegt hat.

Du bist eine neue Schöpfung durch Jesus! Feiere deinen Neubeginn und schau weg von deinen alten Verletzungen hin zu all den gegenwärtigen Segnungen. Sei dankbar für das, was Gott getan hat und ergreife die Gelegenheiten, die sich dir bieten, um Gottes Liebe weiterzugeben.

Denk nicht, dass er so jemanden wie dich nicht gebrauchen könnte. Wenn er mich gebrauchen kann, eine ganz normale Hausfrau aus Fenton, Missouri, dann kann er dich ganz bestimmt auch gebrauchen!

Seht euch doch einmal in euren eigenen Reihen um, Geschwister: Was für Leute hat Gott sich ausgesucht, als er euch berief? Es sind nicht viele Kluge und Gebildete darunter, wenn man nach menschlichen Maßstäben urteilt, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Herkunft.

Die Bibel: 1.Korinther 1,26

Der Feind möchte, dass du dich klein fühlst und glaubst, nichts bewirken zu können, was in irgendeiner Weise von Bedeutung sein könnte. Doch Gott erwählt ganz bewusst solche Menschen, die in der Welt wenig gelten, um durch sie unglaubliche Dinge zu vollbringen.

Lass dich ermutigen: Sei die Person, zu der Jesus dich gemacht hat. Gott hat eine wunderbare Bestimmung für dein Leben. Löse dich endgültig von deiner Vergangenheit und verschwende keine Minute länger mit dem, was früher war. Auf dich wartet ein Neuanfang. Geh los und beginne neu!

Vor mir liegt eine gute Zukunft. Vielleicht hatte ich einen schlechten Start ins Leben, aber ich werde ein großartiges Ende haben!

Joyce Meyer

Aus: Joyce Meyer Magazin September 2014

Weitere Texte

Die Wahl unserer Worte haben einen riesigen Einfluss auf unser Leben. Worte können uns aufbauen oder niedermachen. Entscheide dich deshalb
Leid und Schmerz werden uns häufig von Menschen zugefügt, die selbst tief verletzt sind. Joyce Meyer sagt immer: Verletzte Menschen
Gott hat uns das Träumen ins Herz gelegt. Es ist in der Hoffnung verwurzelt und wird vom Glauben angetrieben. Und

Das Leben genießen geht nur, wenn du vergibst

Eine Ermutigung von Joyce und David Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Es ist nicht einfach, anderen zu vergeben. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche. Aber Vergebung brachte mir Freiheit. 

Vater trägt kleine Tochter auf den Schultern, sie lässt einen Drachen steigen. Joyce Meyer
Letztendlich möchten wir doch alle ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Wenn dir Unrecht getan wurde, ist Vergebung wahrscheinlich das Letzte, was dir in den Sinn kommt. Aber bedenke bitte: Bitterkeit, Groll und Unversöhnlichkeit sind Gift für deine Seele.

Wie ich vergeben konnte

Vielleicht kennst du meine Geschichte und weißt, dass ich während meiner ganzen Kindheit von meinem Vater sexuell missbraucht wurde. Wenn du schon einmal von jemandem, dem du vertraut hast – und der auch eine Vertrauensperson für dich sein sollte –, tief verletzt wurdest, weißt du, wie sehr das einen Menschen zerstören kann.

Ich litt noch viele Jahre lang unter dem Missbrauch. Als ich Mitte Vierzig war, drängte Gott mich klar und deutlich dazu, meinen Vater damit zu konfrontieren, was er mir angetan hatte. Die Vorstellung, mich in eine Situation zu bringen, in der sich sein Zorn wieder über mir entladen würde, ängstigte mich entsetzlich, doch im Gehorsam gegenüber Gott ging ich diesen Schritt. Und dieser veränderte alles, weil er mir half, die Unversöhnlichkeit, an der ich so viele Jahre festgehalten hatte, loszulassen.

Und wenn wir nicht vergeben?

In Matthäus 18,23-35 heißt es, wenn du anderen nicht vergibst, übergibst du dich den Folterknechten, und ich weiß, wie sich das anfühlt. Warst du schon einmal quälenden Gedanken ausgesetzt? Nichts ist so furchtbar, wie wenn dir Tag und Nacht unaufhörlich hasserfüllte Gedanken durch den Kopf gehen. Dennoch nahm ich das eine lange Zeit hin, weil ich es unfair fand, anderen vergeben zu sollen. Ich dachte: „Warum sollte ich ihnen vergeben, wenn doch ich es war, die verletzt wurde? Warum sollte ich Schmerz leiden müssen, während sie mit dem, was sie mir angetan haben, einfach davonkommen?“ Aber das waren die falschen Fragen. Ich hätte fragen sollen: 

Warum sollte ich an Unversöhnlichkeit und ständigen quälenden Gedanken festhalten, wenn ich mich stattdessen dafür entscheiden kann, frei zu sein?

Joyce Meyer

Und genau das tat ich. Als ich meinem Vater vergab und meine Seele nicht länger mit negativen Gefühlen gepeinigt wurde, war ich viel glücklicher. Ich fühlte mich sogar körperlich besser. Die Vergebung führte dazu, dass mein Glaube funktionierte (siehe Markus 11,22-26) und bewahrte mich davor, dass der Feind einen Anspruch an mir bekam (siehe 2. Korinther 2,10-11).

Vergebung schenkt dir Freiheit

Ich wiederhole es nochmals: Vergebung bringt Freiheit! Kein Wunder, dass der Apostel Paulus schrieb: „Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid“ und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebt dem Teufel keine Möglichkeit, durch den Zorn Macht über euch zu gewinnen! (Epheser 4,26-27).

Das ist ziemlich eindeutig. Vielleicht hört es sich für dich sogar zu einfach an. Vielleicht denkst du: „Okay, das mag sein, aber ich bin nicht nur zornig. Meine Situation ist viel schwieriger.“ Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich fragte Gott einmal, warum so viele Menschen, die eigentlich vergeben wollen, nicht in der Lage dazu? Er antwortete: „Weil sie dem, was ich ihnen in meinem Wort sage, nicht gehorchen.“ Das regte mich dazu an, dieses Thema ausführlicher zu studieren. Dabei wurde mir klar, dass Vergebung letztendlich aus drei Schritten besteht:

Entscheide dich zu vergeben

Als Erstes musst du die Entscheidung treffen, dass du vergeben willst. Wenn du darauf wartest, dass du dich danach fühlst, wirst du es vielleicht nie tun. Du musst den Entschluss fassen, Gott zu gehorchen und der Versuchung des Teufels zu widerstehen (siehe Matthäus 6,12-14).

Suche Gottes Hilfe

Sei dir darüber im Klaren, dass du das nicht allein tun kannst. Du musst dich auf die Hilfe des Heiligen Geistes verlassen. Gott wird dich befähigen, sogar deine schmerzhaftesten Erfahrungen zu vergeben, wenn du ihn demütig um seine Hilfe bittest. Nachdem Jesus seinen Jüngern gesagt hatte: „Empfangt den Heiligen Geist“, gab er ihnen ganz bewusst gleich im Anschluss an dieses Gebot die Anweisung, anderen zu vergeben (siehe Johannes 20,22-23). 

Bitte den Heiligen Geist um Hilfe. Er möchte dir helfen zu tun, was du nicht aus eigener Kraft tun kannst.

Joyce Meyer

Höre auf Gott Worte

In der Bibel heißt es unmissverständlich, dass wir für unsere Feinde beten sollen (siehe Lukas 6,27-28). Und nicht nur das – wir sollen sie segnen und sie nicht verfluchen (siehe Römer 12,14). Im Griechischen bedeutet segnen „gut von jemandem sprechen“ und verfluchen „schlecht von jemandem sprechen“. Unsere Worte machen einen Unterschied. Nicht schlecht von Menschen zu sprechen, die uns verletzt haben, ist eine Sache des Gehorsams gegenüber Gott.

Vergeude keinen weiteren Tag mehr damit, wegen etwas, das jemand gestern oder gar vor einem Jahr getan hat, zornig auf ihn zu sein. Lass dich von Gott von aller Bitterkeit befreien und vergib, damit du Frieden und Freude in deinem Leben haben kannst!

Fasse heute den Entschluss, dich von der Unversöhnlichkeit, die dein Leben vergiftet, zu befreien und lass uns gemeinsam in die Freiheit eintreten, die Gott für uns hat!

Aus: Joyce Meyer Newsletter Februar 2019

Weitere Texte

Leid und Schmerz werden uns häufig von Menschen zugefügt, die selbst tief verletzt sind. Joyce Meyer sagt immer: Verletzte Menschen
Ist es möglich immer gut gelaunt zu sein? Gewöhne dir an gute und hoffnungsvolle Gedanken zu haben, die Gottes Wort
Jeder hat Ziele und Träume im Leben. Disziplin ist dein Freund zum Erreichen deiner Ziele. Mit Energie, Glaube und Selbstbeherrschung

Wie finde ich mein Lachen wieder?

Die Freude über Gottes Wahrheit

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

Das Leben, das Gott uns anbietet, ist auf Sicherheit, Geborgenheit, Liebe und Annahme sowie auf der Verbundenheit als Familie gegründet – und das ganz gleich, wie unsere Vergangenheit aussieht.

Junges Mädchen, das ihre Hausaufgaben macht. Joyce Meyer
Pravallikas Lieblingsbibelvers: „Ruf mich, dann werde ich antworten“.

Die junge Pravallika hat Einsamkeit und Trauer erlebt. Heute kann sie wieder lachen. Vielleicht ist auch dir schon mal das Lachen vergangen. Und vielleicht ist dir das Wort Verlassenheit nur allzu vertraut. Möglicherweise hat dir das Gefühl der Verlassenheit schon großen Kummer bereitet. So wie vielen anderen auch. Aber Jesus ist in diese Welt gekommen, um uns zu sagen, dass wir nicht länger verlassen sind.

Diese Verheißung wird durch die Geschichte von Pravallika lebendig:

Pravallika ist ein hübsches, vierjähriges Mädchen, das mit seiner Mutter und seinem Vater in der dicht bevölkerten Stadt Hyderabad in Indien lebte, wo unser christlicher Hilfsdienst Hand of Hope unter anderem tätig ist.

Leider beginnt ihre Geschichte damit, dass ihr Vater sie und ihre Mutter verließ. Er ging einfach weg und sie hörten nie wieder von ihm. Nachdem er nicht mehr da war, mussten Pravallika und ihre Mutter in eine baufällige Hütte am Straßenrand ziehen. Ihnen war nichts mehr geblieben als die Hoffnung, sich irgendwann wieder ein besseres Leben aufzubauen.

Doch schon kurze Zeit später wurde Pravallikas Mutter sehr krank und starb. Pravallika blieb allein und verlassen zurück. Sie hatte keinen mehr, der sich um sie kümmerte und niemanden, an den sie sich wenden konnte.

In diesem Teil der Welt ist ein solches Schicksal für viele Kinder eine tragische, aber nicht außergewöhnliche Realität. Schätzungen zufolge gibt es allein in Indien 31 Millionen Waisenkinder (s. Report of World’s Orphans, 8/2015).

Aufgrund von Armut, Krankheiten, Hungersnöten, Naturkatastrophen und Dürrezeiten ist die Sterblichkeitsrate in Indien sehr hoch, was dazu führt, dass viele Kinder plötzlich ganz allein dastehen – verwaist und verlassen.

Aber Pravallikas Geschichte endet hier noch nicht. Lass mich dir auch noch den Rest erzählen:

Kurz nachdem ihre Mutter gestorben war, kamen einige der ehrenamtlichen Mitarbeiter von Hand of Hope an Pravallikas Hütte vorbei und hielten an. Als sie hörten, dass sie dort ganz allein lebte, brachten sie sie in eines unserer Kinderheime. Dort bekam Pravallika Essen, Wasser und Kleidung, sie konnte zur Schule gehen und – das Wichtigste von allem – sie erfuhr die Liebe Christi. Vor drei Jahren vertraute sie Jesus ihr Leben an und jetzt ist sie gerade dabei zu entdecken, was Gott in sie hineingelegt hat und welchen Plan er für ihr Leben hat.

Das Gefühl der Verlassenheit wurde durch die Liebe fürsorglicher Menschen ersetzt. Auch wenn es nicht immer einfach ist, aber Pravallika, die jetzt dreizehn Jahre alt ist, hat wieder Freude in ihrem Leben. Sie ist glücklich und wenn man sie nach ihrem Lieblingsvers aus der Bibel fragt, antwortet sie ohne zu zögern: „Jeremia 33,3: Ruf mich, dann will ich dir antworten …“ (NLB). Pravallika hat entdeckt, dass sie nicht länger verlassen ist!

Mit dieser Geschichte möchte ich auch dir etwas sagen.

Erstens: Auch du bist nicht länger verlassen.

Wenn du dich je betrogen, vergessen oder im Stich gelassen gefühlt hast, ergreife Gottes Verheißung. Gott ist bei dir und er wird nie von deiner Seite weichen. Wenn du ihn rufst, wird er dir antworten!

Joyce Meyer

Zweitens: Du kannst im Leben der Kinder, um die wir uns kümmern, eine Wende herbeiführen. Wenn wir nicht zusammenarbeiten, haben die meisten dieser Kinder niemanden, der für sie sorgt. Unser Ziel ist es, noch weitere Kinderheime und Ernährungsprogramme ins Leben zu rufen, um noch mehr Kindern wie Pravallika eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Auch ich habe die Gegend, wo Pravallika lebt, bereits besucht. Es würde dir und mir sehr schwerfallen, dort zurechtzukommen. Aber ich habe auch gesehen, welche Ergebnisse wir erzielen können, wenn wir auf ganz praktische Weise dazu beitragen, das Leid der Menschen zu lindern und ihr Leben leichter zu machen.

Auch du kannst Menschen wie Pravallika zeigen, dass sie nicht allein sind. Mit Gottes Hilfe und dank deiner Unterstützung können wir uns mit unserem christlichen Hilfsdienst um Menschen kümmern, die nicht einmal das Allernötigste besitzen. 

Die Einsätze von Hand of Hope liegen mir sehr am Herzen. Du und ich wurden mit so vielem gesegnet. Wir können eine Wende herbeiführen, indem wir gemeinsam die Liebe Christi an andere weitergeben. 

Denk daran: Du und ich sind nicht länger verlassen. Lass uns unsere Freude über diese Wahrheit mit der Welt teilen. In Matthäus 25,40 (NLB) lesen wir, dass Jesus sagte:

„Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!“

Die Bibel: Matthäus 25,40

Deshalb ist es so wichtig, dass wir Menschen in Not helfen!


Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Februar 2016

Weitere Texte

Hat Gott dein Leben bereits beeinflusst? Denn dort, wo du denkst, dass keine Veränderung möglich ist, fängt Gottes Wirken erst
Wut und Ärger erfährt jeder mal im Leben. Doch du kannst lernen, wie du mit diesen Situationen umgehst und sie
Sprich biblische Wahrheiten und halte deine Gedanken stets im Einklang mit dem Wort Gottes. Sie werden dir helfen im Leben

Tausche Asche gegen Schönheit

Wie Gott aus deinem Schmerz etwas Schönes machen kann

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 2 Minuten

Heute möchte ich dir von etwas richtig Schönem schreiben. Es handelt sich um etwas, das mein Leben vor vielen Jahren komplett verändert hat und von dem ich glaube, dass es dasselbe auch für dich tun kann.

Frau hält zerbrochenen Spiegel in der Hand. Joyce Meyer
Nimm Gottes heilsames Tauschgeschäft an.

Wenn du jemals den Schmerz von Ablehnung, Missbrauch oder Enttäuschung erlebt hast, dann weißt du, welche tief greifenden Auswirkungen das haben kann. Die Schmerzen der Vergangenheit können sehr lange nachklingen und besonders deine Zukunft negativ beeinflussen. Aber du solltest wissen: Du musst nicht für immer im Schmerz deiner Vergangenheit gefangen bleiben. Du kannst noch heute einen Tausch vornehmen. Du kannst deinen Schmerz gegen Gottes Verheißungen eintauschen. Du kannst Schönheit statt Asche bekommen.

Das Wort Schönheit wird über siebzig Mal in der Bibel erwähnt. Eine meiner Lieblingsstellen findet sich in Jesaja 61,3. In diesem Vers sagt die Bibel, dass Gott uns Folgendes schenken wird:

  • Kopfschmuck statt Asche
  • Freudenöl statt Trauer
  • ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes

Das sind gute Nachrichten! Der Schmerz hat in deinem Leben nicht das letzte Wort, sondern Gott! Und er kann jede Situation zum Guten wenden.

Du wurdest nicht dazu geschaffen, ein Leben zu führen, das sich durch Worte wie Asche, Trauer oder Scheitern definiert. Jesus starb, um dir ein sinnerfülltes Leben zu ermöglichen!

Joyce Meyer

Ich möchte, dass du weißt, dass Gott dir alles erstatten kann, was du verloren hast. Er möchte sogar aus den unerfreulichsten Situationen deines Lebens noch etwas Schönes hervorgehen lassen.

Ich weiß, dass dies wahr ist, weil ich es in meinem eigenen Leben erfahren habe. Über viele Jahre hinweg fühlte ich mich so, als würde ich ausschließlich in Asche leben. Obwohl ich gerettet und damit auf dem Weg in den Himmel war, war ich unglücklich. Ich benötigte viel Heilung in meiner Seele. Aber das war mir nicht klar.

Ich wurde als Kind viele Jahre lang missbraucht. Das löste einen schier endlosen Schmerz und viel Leid in mir aus. So wie ein Flächenbrand einen Wald zerstört, so zerstörte der Missbrauch meine Kindheit und wollte über meine Zukunft
bestimmen.

Gott zeigte mir, dass ich die Traurigkeit darüber noch immer mit mir herumtrug. Das „Feuer“ des jahrelangen Missbrauchs war zwar vorbei, aber die Asche blieb. Doch als ich anfing, das Wort Gottes zu studieren, verstand ich: Jesus ist auch dafür gestorben, um mir ein sinnvolles und von Freude erfülltes Leben zu ermöglichen. Mir wurde bewusst, dass ich nicht länger unglücklich zu sein brauchte. Gott liebte mich und er versprach mir, jede Wunde zu heilen. 

Heute ist mein Leben voller Freude. Gott hat meine Seele geheilt und er hat meine Lebensgeschichte dazu gebraucht, anderen zu helfen. Darum liebe ich Jesaja 61,3 – Gott hat meinem Leben Sinn verliehen und mich mit Schönheit und Freude beschenkt! Und dasselbe möchte er auch für dich tun.

Gott möchte dir erstatten, was dir gestohlen wurde. Er möchte deine Seele heilen und dir Schönheit statt Asche schenken.

Joyce Meyer
Wenn du mit einer bestimmten Verletzung oder Enttäuschung zu kämpfen hast – egal wie groß oder klein sie sein mag – habe ich eine gute Nachricht für dich: Gott möchte dich heilen. Ihm ist deine Situation nicht gleichgültig. Er weiß genau, was du gerade alles durchmachst. Die Bibel verspricht, dass er die gebrochenen Herzen heilt und alle Trauernden tröstet (siehe Jesaja 61,1-2). Gib nicht auf, wenn deine Heilung nicht über Nacht geschieht. Gott wird dich durch einen Prozess der Wiederherstellung und des geistlichen Wachstums hin zu einer neuen Lebensqualität führen. Es wird Zeit, Sorgfalt, Bibelstudium und Gebet benötigen, um komplett geheilt zu werden. Aber Gott ist treu und er wird es tun. Vertraue ihm. Denn manchmal werden wir mitten in diesem Erneuerungsprozess ungeduldig und sagen:
  • „Aber du hast gesagt, dass Jesus mich frei macht. Warum bin ich dann noch nicht frei?“
  • „Wenn die Bibel sagt, dass ich mehr bin als ein Überwinder, warum überwinde ich dann nicht?“
  • „Wenn Gott mir Schönheit statt Asche gibt, warum ist mein Leben dann weiterhin so kaputt?“
Es stimmt, dass dir jede Verheißung aus Gottes Wort gilt. Aber du musst lernen, diese göttlichen Zusagen auch für dich in Anspruch zu nehmen, und zwar jeden Tag. Gott öffnet die Türen deines inneren Gefängnisses und zeigt dir dabei, wie du die Gefängniszelle verlassen und wie du dich in der neu gewonnenen Freiheit am besten verhältst. Vielleicht empfindest du gerade jetzt, während du dies hier liest, einen tiefen Schmerz in dir. Vielleicht wegen eines gebrochenen Versprechens, einer gescheiterten Ehe, einer kürzlich erfahrenen Ablehnung, wegen Missbrauch in der Vergangenheit. Vielleicht hat eine enttäuschende Erfahrung dazu geführt, dass du dich selbst alles andere als schön empfindest … Dann möchte ich dir heute sagen, dass Gott dich wiederherstellen und etwas viel Größeres mit deinem Leben tun kann, als du dir vorstellen kannst. Dein Schmerz muss nicht länger über deine Lebensqualität bestimmen. Die Bibel sagt, dass wir eine neue Identität durch Jesus bekommen haben (siehe Epheser 2,10) – deine Schönheit und dein Wert werden durch Jesus bestimmt. Wo auch immer du dich gerade in deinem Prozess der Heilung und Wiederherstellung befindest, ob am Anfang oder eher gegen Ende,

Ich möchte dich dazu ermutigen, Gott zu erlauben, deine Vergangenheit nicht nur in Teilen, sondern komplett in eine wunderschöne Zukunft zu verändern.

Joyce Meyer

Erinnere dich immer daran, dass der Schmerz der Vergangenheit nicht das letzte Wort über deine Zukunft spricht. Du bist von Gott dazu bestimmt, ein Überwinder zu sein.

Tausche noch heute die Asche deiner Vergangenheit gegen Gottes wunderbare und erlösende Schönheit ein!


Aus: Joyce Meyer Monatsbrief Januar 2014

Weitere Texte

Du musst kein Opfer deiner äußeren Umstände sein, denn jeder Tag birgt neue Chancen. Mache das Beste aus ihnen und
Gott möchte in dein Leben treten und dich leiten. Er hat einen persönlichen Plan für dich und will durch seinen
Wenn uns die Trauer überwältigt, fühlen wir uns oft hilflos und wütend. Lerne in diesen Zeiten auf Gottes Stimme zu

Enttäuschungen loslassen, Zuversicht ergreifen

Wende dich an Gott

Eine Ermutigung von Joyce Meyer | Lesedauer: 3 Minuten

„Vertraue mir.“ Hat das schon mal jemand zu dir gesagt? Und haben dann in deinem Inneren die Alarmglocken geläutet, obwohl du der Person gerne vertrauen wolltest? Wenn unser Vertrauen missbraucht wird, erleben wir als Mütter, Väter, Freunde, Kollegen oder auch Kinder einen tiefen Schmerz und eine große Enttäuschung. Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Unser himmlischer Vater ist absolut vertrauenswürdig. Er wird uns niemals enttäuschen.

Kind hält die Hand eines Erwachsenen. Joyce Meyer
Vertraue Gott deine Zukunft an – dein himmlischer Vater hat versprochen, sich um dich zu kümmern.

Das stimmt! Bei ihm gibt es nicht das Risiko, verletzt zu werden. Im Gegenteil: Je mehr wir Gott vertrauen, desto glücklicher, gesünder, ruhiger und auch aufregender wird unser Leben. Als Kinder Gottes haben wir das Privileg, Gott unser Leben vollkommen anvertrauen zu dürfen.

Selbst in schweren Zeiten, wenn alles drunter und drüber geht, können wir darauf vertrauen, dass Gott die Dinge am Ende zum Guten führen wird (s. Römer 8,28). Ganz gleich wie aussichtslos oder schwer es erscheint, wir können Gott vertrauen, dass er einen Plan hat – einen guten Plan, den er auch umsetzen wird!

Vertrauen wir ihm hingegen nicht, dann tun wir etwas anderes: uns Sorgen machen. Das ist das Gegenteil von Glauben. Sorgen stehlen uns unsere innere Ruhe. Sie laugen uns aus und können uns sogar krank machen. Wenn du dir Sorgen machst, quälst du dich selbst.

In Philipper 4,6-7 (NGÜ) lesen wir:

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes … über euren Gedanken wachen …

Die Bibel: Philipper 4,6-7

Was für eine starke Zusage! „In jeder Lage“ können wir uns an Gott wenden und seiner Güte vertrauen. Sein Friede „wird über uns wachen“. Das heißt, selbst inmitten unsicherer Zukunftsaussichten, wenn das Geld knapp ist oder jemand dich schlecht behandelt, kannst du Gott vollkommen vertrauen. Du musst nicht alle Lösungen parat haben. Es reicht ihm zu vertrauen!

Jahrelang fiel es mir wirklich schwer zu vertrauen. Schon früh musste ich am eigenen Leib erfahren, dass verletzte Menschen wiederum andere verletzen. Deshalb vertraute ich niemandem. Ich versuchte, mich vor anderen zu schützen, alles selbst in die Hand zu nehmen und mich von niemandem abhängig zu machen, der mich verletzen oder enttäuschen könnte.

Vielleicht hast du ähnliche Erfahrungen gemacht. Vielleicht hat dich jemand genau in dem Moment im Stich gelassen, als du ihn am meisten gebraucht hättest. In dem Fall weißt du, wie schwer es sein kann, anderen Menschen zu vertrauen – und auch Gott.

Viel zu häufig lehrt uns die Erfahrung im eigenen Umfeld, dass es besser ist, sich auf sich selbst zu verlassen. Selbst als Christ braucht man manchmal sehr lange, um diese Haltung zu überwinden.
Die Bibel zeigt uns allerdings einen großartigen Weg heraus aus den Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten des Lebens
.
In 1. Petrus 5,7 (NGÜ) lesen wir:

Und legt alle eure Sorgen bei ihm ab, denn er sorgt für euch.

Die Bibel: 1. Petrus 5,7

Jesus lädt dich ein, alle deine Sorgen bei ihm abzugeben. Was für ein schönes Leben liegt vor uns, wenn wir lernen, uns voll und ganz auf Gott zu verlassen und ihn um Hilfe zu bitten. Doch so lange wir versuchen, alles selbst in die Hand zu nehmen, wird Gott sich nicht einmischen. Er kümmert sich erst um unsere Sorgen und Probleme, wenn wir sie loslassen und an ihn abgeben. Ich habe schon vor langer Zeit etwas lernen müssen: Entweder versuche ich meine Probleme selbst zu lösen oder ich gebe sie an Gott ab. Beides gleichzeitig funktioniert nicht.

Als ich anfing, meine inneren Kämpfe, Fragen und Enttäuschungen Gott anzuvertrauen, geschah Unglaubliches. Gott kümmerte sich nicht nur zur rechten Zeit um jedes einzelne Problem, nein, meine Gefühle veränderten sich auch. Statt wie gewohnt verärgert, frustriert und enttäuscht zu sein, war ich plötzlich erfüllt von einer Ruhe und Freude, die nur Gott schenken kann. Wenn wir uns entscheiden, Gott in allem vollkommen zu vertrauen, kann das unser Leben komplett verändern! Wie sieht es bei dir aus? Welche Bereiche in deinem Leben versuchst du aus eigener Kraft in Ordnung zu bringen? Was auch immer deine Themen sind, ich möchte dir Mut machen. In Matthäus 11,28 (NGÜ) fordert Gott uns auf:

Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.

Die Bibel: Matthäus 11,28

Was für eine Zusage! Klingt doch gut, oder? Sobald wir von den Sorgen, Nöten und Problemen dieser Welt überwältigt werden, brauchen wir Hilfe. Wir müssen innerlich Abstand gewinnen und dürfen uns nicht länger um unsere Probleme drehen. Auch unsere negativen Gefühle brauchen eine Pause. Wir müssen aufhören, stur immer nur auf uns selbst vertrauen zu wollen.

Wie empfängst du diese Ruhe? Und wie kannst du das vollenden, was Gott in dir begonnen hat? Die Lösung ist einfach, lässt sich manchmal aber nur schwer umsetzen: Vertraue Gott. Vertraue ihm deine Pläne an. Vertraue ihm deine Zukunft an und vertraue ihm, dass er tun kann, was dir nicht möglich ist.

Aus: Joyce Meyer Magazin Juni 2017

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