In Psalm 42,12 drückt der Psalmist seine Niedergeschlagenheit und möglicherweise seinen Kampf mit Depressionen aus. Die vorherigen Verse enthüllen die Tiefe seines Leidens: Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? (Psalm 42,10-11 LUT).
Betrachten wir, wie sich der Psalmist in dieser Situation verhalten hat, denn es schenkt uns wertvolle Einblicke, wie wir mit Traurigkeit, Entmutigung oder Depression umgehen können, Gefühle, die viele von uns irgendwann erleben. Psalm 42,12 (LUT) zeigt uns drei klare Schritte, wie der Psalmist auf negative Emotionen reagierte: Zuerst fragt er seine eigene Seele – seinen Geist und Willen sowie seine Gefühle –: Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Danach weist er seine eigene Seele an: Harre auf Gott; und bekräftigt: Denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Es ist, als ob der Psalmist ein Selbstgespräch führt.
Dieses einfache Muster aus Denken und Handeln kann bei uns genauso wirken wie bei dem Psalmisten. Indem wir diese Schritte befolgen, werden auch wir bald wieder ermutigt und fröhlich sein.
Gebet: Vater, danke für dein Wort und die Anleitung, die es mir für das Leben gibt. Wenn meine Seele niedergedrückt ist, erinnere mich daran, was Psalm 42,12 mich lehrt. Amen