Es gab eine Zeit, in der ich mich nach harter Arbeit und fehlender Anerkennung frustriert fragte: „Herr, was bleibt für mich?“ Meine Frage war vielleicht töricht, doch Gott antwortete mir tief in meinem Herzen: „Du erhältst mich.“ Über die Jahre habe ich viele Bibelverse gefunden, die wie der heutige verkünden, dass Gott unser Erbteil ist. Diese Antwort hat mich tief geprägt. Gott als unser Erbteil zu betrachten, bedeutet, ihn als unser Erbe, unsere Belohnung und unseren Lebensinhalt zu sehen.
Gott wirkt auf vielfältige Weise in unserem Leben, doch der größte Segen ist, ihn selbst zu haben. Ohne seine Gegenwart sind alle anderen Besitztümer bedeutungslos. Gott genügt uns in allem. Er ist alles, was wir brauchen.
Im Alten Testament erhielten alle Stämme Israels Land als Erbe, mit Ausnahme des priesterlichen Stammes Levi. Ihm sagte Gott, er selbst sei sein Anteil oder Erbteil (vgl. 5. Mose 18,1-2; Josua 13,33). Seine besondere Berufung war der Dienst an Gott. Als unser Hohepriester macht uns Jesus zu Miterben seines Reiches (vgl. Hebräer 4,14; Römer 8,17). Und der Heilige Geist, der in uns wohnt, ist die Bestätigung unseres ewigen Erbes (vgl. Epheser 1,13-14; Hebräer 9,15). Lies diese Bibelstellen doch gleich mal nach.
Gebet: Vater, ich bin zutiefst dankbar, dass du mein Anteil und mein Erbe bist. Nichts begehre ich mehr als dich. Du bist alles, was ich benötige, du genügst mir in allem. Amen