Ich bin ein sehr tatkräftiger Mensch, und wenn es ein Problem gibt, bin ich bereit, zur Tat zu schreiten. Manchmal mache ich dadurch aber alles nur schlimmer, weil ich nicht abwarte, bis ich Gottes Plan erkenne. Offensiv zu sein hat viele Vorteile, doch es kann auch Probleme verursachen, wenn wir unabhängig von Gott handeln.
Heute möchte ich uns alle daran erinnern, wie wichtig es ist, Gott gegenüber eine er-wart-ungsvolle Haltung zu bewahren. Damit will ich nicht zur Untätigkeit auffordern, sondern vielmehr zur höchsten Form der geistlichen Aktivität: nämlich Gott in jedem Lebensbereich zu vertrauen. Warte darauf, dass er dich versorgt, dir Kraft schenkt, dich heilt, dir Weisheit gibt und Gelegenheiten eröffnet. Warte darauf, dass Gott sich dir offenbart und dir sein wunderbares Wohlwollen zeigt. Gott wartet darauf, gut zu uns zu sein, und er hält nach denen Ausschau, die vertrauensvoll auf ihn warten (vgl. Jesaja 30,18).
Auf Gott zu warten ist hauptsächlich eine Herzenshaltung, bei der man sich vollkommen dessen bewusst ist, dass Gott alles ist und wir ohne ihn nichts sind. Wir sollten beten und uns weigern zu handeln, solange wir nicht die Gewissheit haben, dass Gott uns führt.
Geh jeden Tag so früh wie möglich zu ihm – nämlich in dem Moment, in dem du aufwachst. Er ist immer nahe und du musst dich nicht auf besondere Weise vorbereiten, um Gemeinschaft mit ihm zu haben. Denk daran, dass Gott dich bedingungslos liebt und jederzeit bei dir ist.
Gebet: Vater, Gott, ich möchte mir angewöhnen, den ganzen Tag über auf dich zu warten. Hilf mir, nicht vorschnell aktiv zu werden oder Entscheidungen zu treffen, ohne dich einzubeziehen. Danke für deine Gegenwart. Amen