Hand of Hope

Wie eine Ziege das Leben einer Mutter und ihres Kindes veränderte

Hand of Hope medizinischer Einsatz in Niger "goat milk" program rettet Baby
Ziegenmilch bringt Baby durch

Vor kurzem hatte ich das Vorrecht, einen medizinischen Einsatz von Hand of Hope im Niger in Zentralafrika zu leiten. In diesem Land herrscht große emotionale und körperliche Not, so war unsere medizinische/zahnmedizinische Klinik ein großartiger Türöffner, um den Menschen dort Gottes Liebe und die gute Nachricht von Jesus Christus zu bringen. 

Highlight unserer Reise war eine unserer letzten Patientinnen. Sie hieß Fatisima, war etwa einen Monat alt und wog knapp sechs Pfund. 

Dieses Kind kam sehr unterernährt zu uns, da seine Mutter nicht genug Milch hatte, um es zu versorgen. Die Frau hatte aus diesem Grund schon fünf Babys verloren. Fatisima war ihr sechstes Kind und ebenfalls bereits in Lebensgefahr. Ihre Mutter hatte von unserer Klinik gehört und kam in der Hoffnung, dass wir ihr helfen könnten. 

Leider konnten wir nichts tun, um die Milchproduktion anzuregen. Also kauften wir ihr eine Ziege. Im Niger gibt es ein „Ziegenmilchprogramm“, das auch die Versorgung unterernährter Kinder einschließt. Es erzielt gute Erfolge und so fragten wir die junge Mutter, ob sie eine Ziege hätte. Sie verneinte, deshalb kauften wir ihr für 60 Dollar (ca. 43 Euro) eine Ziege, die sie mit nach Hause nehmen und mit deren Milch sie ihr Baby ernähren konnte. 

Als wir ihr von der Ziege erzählten, war sie überglücklich! Endlich hatte sie die Hoffnung, dass eines ihrer Kinder überleben würde. Das Letzte, was wir sahen, als wir die Klinik verließen, war diese Mutter mit ihrem Kind, wie sie sich zusammen mit der Ziege auf den Heimweg machten - mit neuer Hoffnung auf eine bessere Zukunft. 

Laura Matheny – Koordinatorin medizinischer Einsätze von Hand of Hope

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