Antworten für den Alltag

Nah bei Gott

Von Joyce Meyer

Verbringen Sie manchmal Zeit mit Gott und loben ihn einfach nur dafür, wer er ist, und nicht für das, was er für Sie tun kann? Sagen Sie ihm manchmal, wie sehr Sie ihn schätzen und wie dankbar Sie für alles sind, was er für Sie getan hat, ohne ihm gleich im Anschluss daran eine Liste der Dinge zu geben, die Sie brauchen, um glücklich zu sein? 

Es ist leicht, sich ständig hinter einer endlosen Aufgabenliste zu verstecken, statt einmal innezuhalten und Zeit mit Gott zu verbringen.

Aber was immer Sie tun oder nicht tun – die Wahrheit ist, dass wir alle Gott in diesem Moment so nah sind, wie wir es sein wollen.

Ziehen Sie die Geschäftigkeit vor?

In Lukas 10,38 lesen wir von einer Frau namens Marta, die geschäftig umhereilte, während Jesus bei ihr und ihrer Schwester zu Besuch war. Jesus nahm das zur Kenntnis.

„Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Marta nahm ihn auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen?

Marta war abgelenkt und pausenlos beschäftigt. Die Arbeit lenkte sie von Jesus ab! Haben Sie schon einmal gesagt: „Ich tue hier die ganze Arbeit. Alle anderen lassen es sich gut gehen, während ich nur arbeite, arbeite, arbeite, arbeite!“

Vielleicht dachte Marta dasselbe, denn sie wollte, dass Jesus Maria gebot, ihr zu helfen. „Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt …“ (Verse 41-42).

Was wirklich wichtig ist

Arbeit ist definitiv wichtig, aber zu dieser Zeit gab es Wichtigeres für Marta. Es ist wesentlich, dass wir lernen, was wir tun sollten und wann wir es tun sollten, denn wenn wir das Richtige zur falschen Zeit tun, ist es dennoch falsch.

Es war der falsche Zeitpunkt für Marta, sich ihrer Arbeit zu widmen, weil Jesus zu Besuch war. Hier bot sich ihr die wahrscheinlich einmalige Gelegenheit in ihrem Leben, mit Jesus persönliche Gemeinschaft zu haben. Marta hätte eine bessere Wahl treffen sollen. Sie hätte eine klügere Wahl treffen sollen, und diese Wahl wäre gewesen, Zeit mit Jesus zu verbringen.

Paulus betete für die Gemeinde der Philipper, dass sie in der Lage wären, kluge Entscheidungen zu treffen: „Denn ihr sollt im Stande sein zu erkennen, worauf es ankommt, damit ihr rein und vorbildlich vor Christus steht, wenn er wiederkommt“ (Philipper 1,10).

Wir müssen erkennen, welche Entscheidungen wirklich klug für unser Leben sind, und dann danach handeln. Und Zeit ist das allerwichtigste, was wir in jede Beziehung investieren müssen, wenn wir sie vertiefen wollen, nicht nur in unsere Beziehung mit Gott.

Welche Art von Beziehung wünschen Sie sich?

Gott liebt Sie sehr, und er will eine persönliche, innige Beziehung mit Ihnen haben. Wenn Sie ihm näher kommen wollen, werden Sie einige Veränderungen vornehmen müssen, und manche von ihnen werden sehr herausfordernd sein.

Um Ihre Zeit mit Gott zur Priorität in Ihrem Leben zu machen, werden Sie zu einigen Menschen nein sagen müssen, die kein Nein hören wollen, und Sie werden einige Dinge aus Ihrem Leben werfen müssen, die keine Frucht mehr bringen. Aber wenn Sie näher an Gott heranrücken, wird der Lohn, den Sie dafür ernten, immer größer sein als alle Schwierigkeiten, auf die Sie auf dem Weg dorthin treffen.

Fassen Sie heute den festen Entschluss, Gott so nah zu kommen, wie es nur möglich ist.